Diplomarbeit, 2011
112 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Allgemeine Einführung zum Thema IPO
3. Motive für einen Börsengang
3.1. Vorteile eines Börsengangs
3.2. Nachteile eines Börsengangs
4. Ablauf eines IPO
4.1. Strukturierungsphase
4.1.1. IPO-Projektmanagement
4.1.2. Rechtsformwahl und –gestaltung
4.1.3. Prüfung der Börsenreife und Anpassung Rechnungswesen
4.1.4. Equity Story / Emissionskonzept
4.2. Umsetzungsphase
4.2.1. Auswahl der Kommunikationsagentur
4.2.2. Auswahl des Bankenkonsortiums
4.2.3. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm
4.2.4. Due Diligence
4.3. Platzierungsphase
4.3.1. Erstellung des Verkaufsprospekts
4.3.2. Analystenmeeting
4.3.3. Pre-Marketing- und Bookbuildingphase
4.3.4. Preisfestlegung und Aktienzuteilung
4.3.5. Greenshoe-Option
4.3.6. Investor Relations
5. Kosten eines IPO
5.1. Emissionsprovision an Investmentbanken
5.2. Sonstige direkte Emissionskosten
6. Mispricing
6.1. Underpricing
6.1.1. Clustering
6.1.2. Hot Issue Markets
6.1.3. Traditionelle Erklärungsansätze
6.1.3.1. Informationsasymmetrien
6.1.3.2. Underwriter Reputation
6.1.3.3. Prospekthaftungshypothese
6.1.3.4. Spekulative Blasen
6.1.4. Neuere Studien
6.1.4.1. Zusammenhang mit der Liquidität am Sekundärmarkt
6.1.4.2. Einfluss des vorbörslichen Handels
6.1.4.3. Einfluss der Wahl des Abschlussprüfers
6.2. Overpricing
6.3. Empirische Studien
7. Long Run Underperformance
7.1. Erklärungsansätze
7.1.1. Divergence of Opionion Hypothese
7.1.2. Impresario Hypothese
7.1.3. Windows of Opportunity Hypothese
7.1.4. Big Winner Hypothese
7.1.5. Earnings Management Hypothese
7.2. Empirische Studien
8. Die Rolle des Emissionsverfahrens
8.1. Festpreisverfahren
8.2. Bookbuildingverfahren
8.3. Auktionsverfahren
8.4. Vergleich der einzelnen Emissionsverfahren
8.5. Weitere Entwicklungen
8.5.1. Competitive IPO
8.5.2. Internet-IPOs
9. Wahl des Börsenplatzes
9.1. Entscheidungsfaktoren
9.2. Motive für Crosslisting
9.3. Empirische Evidenz zu Crosslistings
10. IPOs als Exit-Strategie
10.1. Definition Finanzinvestoren
10.1.1. Venture Capital Gesellschaften
10.1.2. Private Equity Gesellschaften
10.1.3. Hedge Fonds
10.1.4. Business Angels
10.2. Mögliche Exit-Kanäle
10.3. Bedeutung von IPOs als Exit-Kanal
10.4. Vergleich Underpricing
10.5. Vergleich Long Run Performance
11. Dual Track
11.1. Vorteile eines Dual Tracks
11.2. Nachteile eines Dual Tracks
11.3. Der Prozess eines Dual Tracks
11.4. Empirische Ergebnisse
12. IPOs von Social Media Aktien
12.1. Fallbeispiel Linked-In
12.2. Zukunftsaussichten für Facebook
13. Zusammenfassung
Die Diplomarbeit bietet eine umfassende und aktuelle Analyse des Themas "Initial Public Offering" (IPO). Ziel der Arbeit ist es, den Ablauf eines Börsengangs, die Motive für und gegen ein Going Public sowie die wissenschaftliche Debatte rund um IPO-Phänomene wie Underpricing und Long Run Underperformance systematisch zusammenzufassen, wobei ein besonderer Fokus auf dem zentraleuropäischen Markt liegt.
8.5.1. Competitive IPO
Diese Form eines Emissionsverfahrens ist das erste Mal 2004 beim Börsegang von „Pages Jaunes“ und in den zwei darauffolgenden Jahren weitere fünf Mal angewendet worden. Der wesentliche Unterschied zum traditionellen Bookbuildingverfahren ist, dass die Vorbereitung des IPOs losgelöst von der Ausführung ist. Die Konsortialbanken sind nicht von Anfang an in den Going Public-Prozess eingebunden und erfahren erst rund zwei Wochen vor dem eigentlichen IPO-Tag ihre Rolle im Verfahren. Die Vorbereitung wird von einem beratenden Finanzintermediär übernommen, der, um Interessenskonflikte zu vermeiden, auch im späteren Ablauf nur eine organisatorische Rolle übernimmt. Die konkurrierenden Banken übermitteln im Zuge eines Beauty Contests ihre konkreten Vorstellungen zum Börsengang, aufgrund dessen eine Vorauswahl der Banken für das IPO-Konsortium getroffen wird. Da nicht alle Banken, die am Prozess des Competitive IPO teilnehmen, in das Konsortium gewählt werden, wird der Wettbewerb unter den Banken erhöht. Nachdem die einzelnen Banken im Rahmen des Pre-Marketings an Investoren herangetreten sind und sie zu deren Kaufinteresse befragt haben, wird dem IPO-Berater ein Angebot für eine etwaige Preisspanne übermittelt. Dieser evaluiert zusammen mit dem Emittenten alle Ergebnisse, setzt die Preisspanne fest und verteilt die Aufgaben im IPO-Konsortium hinsichtlich größtmöglicher Effizienz. Der weitere Verlauf ist wieder ähnlich dem traditionellen Verfahren, d.h. Marketing inklusive Roadshows und finales Bookbuilding. Um den Verkaufserfolg der Banken zu gewährleisten, wird des Weiteren ein Honorar vereinbart, welches sich daran orientiert, in welchem Bereich sich der Emissionspreis im Vergleich zur Preisspanne schlussendlich einfindet. Für die potentielle Konsortialbank bedeutet dies einerseits, dass hohe Preisspannen geboten werden müssen, um eine Chance auf den Zuschlag für die Emission zu erhalten. Andererseits muss auch auf das Risiko geachtet werden, da, wenn die veranschlagte Preisspanne nicht erreicht wird, ein geringeres Underwriter-Honorar ausbezahlt wird.
Für den Emittenten besteht der Vorteil darin, dass er eine bessere Kontrolle über den IPO-Prozess besitzt und einen größeren Einfluss auf die involvierten Investmentbanken hat. Beim traditionellen Bookbuilding erfolgt die Wahl des Emissionshauses schon in einem frühen Stadium und ein Austausch dessen würde zu hohen Kosten führen. Dagegen erfolgt bei einem Competitive IPO die Wahl erst relativ spät und es ist auch üblich ein reduziertes Underwriter-Honorar zu vereinbaren, falls der Börsengang nicht erfolgreich verläuft.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Untersuchungsgegenstand ein und definiert Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Allgemeine Einführung zum Thema IPO: Es werden grundlegende Definitionen geliefert und die Rolle des Börsengangs als Instrument der Unternehmensfinanzierung im Vergleich zum Euroraum erläutert.
3. Motive für einen Börsengang: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Vorteile, wie Wachstumsfinanzierung oder Nachfolgelösungen, sowie die Nachteile, darunter Publizitätspflichten und Kontrollverlust.
4. Ablauf eines IPO: Der Prozess wird in drei Phasen (Strukturierung, Umsetzung, Platzierung) unterteilt und detailliert dargestellt.
5. Kosten eines IPO: Hier werden die direkten Kosten, insbesondere die Bankenprovisionen und sonstige Emissionskosten, analysiert.
6. Mispricing: Es werden Phänomene wie Underpricing und Overpricing sowie deren theoretische Erklärungsansätze und aktuelle empirische Studien untersucht.
7. Long Run Underperformance: Dieses Kapitel befasst sich mit der langfristig schlechteren Performance neu emittierter Aktien und den verschiedenen theoretischen Hypothesen hierzu.
8. Die Rolle des Emissionsverfahrens: Ein Vergleich der gängigen Verfahren (Festpreis, Bookbuilding, Auktionsverfahren) sowie neuere Entwicklungen werden gegenübergestellt.
9. Wahl des Börsenplatzes: Hier werden Kriterien für die Wahl des Börsenplatzes und die Motive für Crosslistings erörtert.
10. IPOs als Exit-Strategie: Dieses Kapitel analysiert IPOs als Ausstiegsoption für Finanzinvestoren (VC, PE, etc.) und deren Einfluss auf die Unternehmensperformance.
11. Dual Track: Es wird das zweigleisige Verfahren erklärt, bei dem ein IPO und ein Unternehmensverkauf parallel vorbereitet werden.
12. IPOs von Social Media Aktien: Eine spezifische Betrachtung der Herausforderungen und Spekulationen rund um Social Media Börsengänge am Beispiel von Linked-In und Facebook.
13. Zusammenfassung: Eine komprimierte Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse aus der gesamten Arbeit.
Initial Public Offering, IPO, Börsengang, Underpricing, Overpricing, Bookbuilding, Emissionsverfahren, Finanzinvestoren, Venture Capital, Private Equity, Crosslisting, Long Run Underperformance, Unternehmensfinanzierung, Dual Track, Social Media.
Die Diplomarbeit bietet eine umfassende Analyse des Initial Public Offering (IPO) und deckt den gesamten Prozess von der Entscheidung für einen Börsengang bis hin zur Betrachtung der Performance nach der Emission ab.
Die Arbeit behandelt insbesondere die Motive für einen Börsengang, den methodischen Ablauf, die entstehenden Kosten, das Phänomen des Preis-Mispricings und die Rolle von Finanzinvestoren als Exit-Strategie.
Das primäre Ziel ist eine zusammenfassende Gesamtbetrachtung des aktuellen Forschungsstandes zu IPOs, wobei aktuelle Studien ausgewertet und der Fokus auf den zentralenuropäischen Markt gelegt wird.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien zur IPO-Aktivität und zur Aktienperformance.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der IPO-Ablaufphasen, die Untersuchung von Underpricing-Hypothesen, den Vergleich verschiedener Emissionsverfahren, die Exit-Strategien von Finanzinvestoren und die Anwendung der Erkenntnisse auf den Bereich Social Media.
Wichtige Begriffe sind IPO, Börsengang, Underpricing, Bookbuilding, Venture Capital, Private Equity, Crosslisting und Long Run Performance.
Es bezeichnet ein zweigleisiges Verfahren, bei dem ein Unternehmen parallel sowohl einen Börsengang als auch einen Unternehmensverkauf vorbereitet, um bei volatilen Marktbedingungen eine höhere Transaktionssicherheit zu erreichen.
Die Wahl des Börsenplatzes beeinflusst die Sichtbarkeit für Investoren, die regulatorischen Anforderungen, das Handelsvolumen und die Kosten; ein Crosslisting kann zudem zu einer besseren Bewertung führen.
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