Diplomarbeit, 2009
138 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Das humane Papillomavirus
1.1.1 Epidemiologie der HPV-Infektion
1.1.2 Molekularbiologie
1.1.3 Übertragung und Verlauf der humanen Papillomavirusinfektion
1.2 Methoden der HPV Diagnostik
1.2.1 Hybrid Capture Assay (Flüssig-Hybridisierung)
1.2.2 In situ Hybridisierung
1.2.3 Polymerase-Kettenreaktion
1.2.4 Southern-Blot- und Dot-Blot- Hybridisierungen
2 Hintergrund
2.1 Das Zervixkarzinom
2.1.1 Epidemiologie
2.1.2 Einteilung und Prognose des Zervixkarzinoms
2.2 Zellveränderungen und Krebsvorstufen
2.2.1 Diagnostik des Zervixkarzinoms und seiner Vorstufen
2.2.2 Behandlung der zervikalen intraepithelialen Neoplasien
2.3 Therapie des Zervixkarzinoms
2.3.1 Chirurgische Therapie
2.3.2 Strahlentherapie
2.3.3 Radiochemotherapie
2.3.4 Postoperative Strahlentherapie oder kombinierte Radiochemotherapie
2.3.5 Chemotherapie
3 Prävention
3.1 Screening
3.1.1 Ziele der Krebsvorsorge
3.1.2 Zervixkarzinomscreening in Deutschland
3.1.3 Zervixkarzinomscreening International
3.1.4 Probleme und Schwächen des Screenings
3.2 Die HPV-Impfung
3.2.1 Impfstoffe und Markteinführung
3.2.2 Wirksamkeit der Impfung
3.2.3 Verträglichkeit
3.2.4 Offene Fragen
4 Gesundheitsökonomische Aspekte
4.1 Gesundheitsökonomische Evaluation
4.1.1 Grundbegriffe
4.1.2 Perspektiven
4.1.3 Analyseformen
4.1.4 Entscheidungsanalytische Verfahren
4.2 Kostenbewertungen
4.2.1 Kosten der Behandlung HPV-assoziierter Erkrankungen
4.2.2 Kosten der Sekundärprävention
4.2.3 Kosten für ein HPV-Impfprogramm
4.3 Effektivität der HPV-Impfung
4.3.1 Analyse mathematischer Modelle
4.3.2 Zusammenfassung der Modelle
5 Number Needed to Vaccinate
5.1 Definition
5.2 Berechnungen für die HPV-Impfung
6 Diskussion
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, eine gesundheitsökonomische Evaluation der HPV-Impfung als primärpräventive Maßnahme vorzunehmen. Dabei werden Vor- und Nachteile sowie Chancen und ökonomische Effekte analysiert, um die Wirtschaftlichkeit der Vakzine im Vergleich zu etablierten Screeningverfahren in Deutschland zu bewerten.
1.1.2 Molekularbiologie
Die menschlichen Papillomviren (PV) bilden die Gruppe der Papillomaviridae und gehören, ebenso wie die Polyomaviridae, zur Familie der humanpathogenen DNA-Viren (de Villiers et al., 2004; Köhler, 2001). Die Familien der Papillomaviridae und der Polyomaviridae sind erst seit kurzem etablierte Gruppen, welche früher als Papovaviridae zusammengefasst wurden (Köhler, 2001). Die Bezeichnung Papovaviridae resultiert aus den Abkürzungen folgender Vertreter diese Gruppe: Papillomavirus, Polyomavirus und Simian-Vacuolating-Virus - SV40-Virus der Affen (Köhler, 2001). Papillomaviren sind double stranded (ds, dt. Doppelstrang) DNA-Tumorviren (Berry & Palefsky, 2003), haben einen Durchmesser von 55 bis 60 nm und sind ikosaedrische, unbehüllte Viruspartikel (Höpfl et al., 2001). Sie enthalten ein circa 8000 Basenpaare langes, doppelsträngiges zirkuläres DNA-Genom (Palefsky & Holly, 1995), welches von einem Kapsid, bestehend aus 72 Hüllproteinen (60 pentagonale und 12 hexagonale), umgeben ist (Miksits & Hahn, 2004).
HP-Viren bleiben in der Umwelt lange infektiös und weisen eine Resistenz gegenüber organischen Lösungsmitteln und Hitzebehandlung bis 56°C auf (Stubenrauch & Iftner, 1999). Sie reagieren streng wirtsspezifisch, das heißt humanpathogene Papillomaviren treten ausschließlich beim Menschen auf (Hampl, 2006). Des Weiteren verfügt das Virus über eine ausgeprägte Gewebespezifität (Epitheliotropismus), weil die Replikation ausschließlich in den enddifferenzierten Keratinozyten (Epithelzellen) stattfindet (Blenk, 2007). Der Aufbau des HPV-Genoms lässt sich an Hand folgender Abbildung darstellen:
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung der HPV-Impfung in Deutschland seit 2007 und definiert das Ziel der Arbeit, eine gesundheitsökonomische Evaluation der Impfung durchzuführen.
2 Hintergrund: Vermittelt Grundlagen zur Epidemiologie, Diagnostik und Therapie des Zervixkarzinoms sowie zu Zellveränderungen und deren klinischer Relevanz.
3 Prävention: Analysiert das bestehende Screening-Programm mittels Pap-Abstrich und untersucht die HPV-Impfung hinsichtlich Wirksamkeit, Verträglichkeit und Strategien.
4 Gesundheitsökonomische Aspekte: Erläutert Methoden der gesundheitsökonomischen Evaluation wie Kosten-Nutzen- oder Kosten-Effektivitäts-Analysen und bewertet die Kosten von HPV-assoziierten Erkrankungen.
5 Number Needed to Vaccinate: Diskutiert das Modell der "Number Needed to Vaccinate" als Kennzahl zur Beurteilung der Effektivität von Impfstrategien.
6 Diskussion: Reflektiert die Ergebnisse, identifiziert offenen Fragen zu Langzeitschutz und Impfstrategien und betont die Notwendigkeit weiterer Evaluationsstrukturen.
HPV, Zervixkarzinom, Impfung, Gesundheitsökonomie, Kosten-Effektivität, Prävention, Screening, Pap-Test, Humane Papillomviren, Kosten-Nutzen-Analyse, QALY, Impfstrategie, diagnostische Verfahren.
Die Arbeit untersucht gesundheitsökonomische Aspekte der HPV-Impfung als Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland und vergleicht diese mit dem bestehenden zytologischen Screening.
Die Arbeit fokussiert auf die Epidemiologie von HPV, die medizinischen Grundlagen des Zervixkarzinoms, die Möglichkeiten der Früherkennung sowie die ökonomische Bewertung von Präventionsmaßnahmen.
Ziel ist die gesundheitsökonomische Evaluation der HPV-Impfung, um zu ermitteln, ob sie eine effiziente primärpräventive Ergänzung zur bestehenden Sekundärprävention darstellt.
Die Arbeit verwendet eine Literaturanalyse aktueller Studien sowie eine gesundheitsökonomische Analyse mittels verschiedener Modellierungsverfahren wie Markov-Modellen.
Der Hauptteil widmet sich der medizinischen Einordnung der Erkrankung, der Prävention, der gesundheitsökonomischen Methodik sowie der Kosten- und Effektivitätsbewertung von Impfprogrammen.
Zentrale Begriffe sind HPV-Impfung, Kosteneffektivität, Zervixkarzinom, Screening-Intervalle und Gesundheitsökonomik.
Da die derzeitigen Impfstoffe nicht alle onkogenen HPV-Typen abdecken, bleibt das Screening zur Früherkennung von Karzinomen durch andere Virusstämme unerlässlich.
Entscheidungsanalytische Modelle unterstützen Kostenträger dabei, medizinische Interventionen hinsichtlich ihres Nutzens und ihrer Kosten langfristig zu bewerten und politische Handlungsempfehlungen abzuleiten.
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