Hausarbeit (Hauptseminar), 2012
30 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung
2 Das Lernfeld als Verbindung von Handlungs- und Fachsystematik
2.1 Das Lernfeldkonzept
2.2 Handlungsfelder in IT- und Medienberufen
2.3 Kurzcharakteristik des Ausbildungsberufes „Mediengestalter für Digital- und Printmedien“ in Sachsen
2.4 Lernfelder des Ausbildungsberufes „Mediengestalter für Digital- und Printmedien“
3 Die Organisation des Unterrichtes als Erfolgsfaktor des Lernfeldkonzeptes
3.1 Organisation der Rahmenbedingungen in der Schule
3.2 Zusammenarbeit der Lehrkräfte
4 Planung und Durchführung des Unterrichts
4.1 Unterrichtsplanung
4.2 Durchführung des Unterrichtes
4.3. Gruppenunterricht
4.5 Beispiel eines Lernfeldes mit Lernsituationen
5 Leistungsbewertung und Prüfungen
5.1 Zeugnisse und Leistungsnachweise
5.2 Zwischenprüfung
5.3 Die Abschlussprüfung
5.4 Evaluationsergebnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Implementierung und Organisation des Lernfeldkonzepts im sächsischen Ausbildungsberuf "Mediengestalter für Digital- und Printmedien". Der Fokus liegt dabei auf der Verzahnung von beruflicher Handlungssystematik und schulischer Wissensvermittlung sowie der Analyse von Evaluationsergebnissen zu den durchgeführten Prüfungsmodellen.
4.3. Gruppenunterricht
Gruppenunterricht als spezielle Form erfordert zum einen, dass sich die Lernenden in Kleingruppen organisieren und zum anderen dass sie eigenständig arbeiten und lernen. Durch den hohen Grad an Schüleraktivierung wird eine hohe Intensität bei der Durchführung der Lernaufgaben erreicht. Dies hat eine nachhaltige Lernwirkung bei fachlichen Inhalten zur Folge und bei übergeordneten Lernzielen wie Selbstständigkeit, personaler und sozialer Kompetenzen, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit. Durch die Bewertung als Gruppenleistung bieten sich hier zusätzliche Lernchancen zur Förderung der Kritikfähigkeit (ebd., S.186).
Insbesondere Kleingruppenarbeit sei sowohl bei der Reproduktion von Wissen, als auch bei der der Beherrschung geistiger Arbeitstechniken den anderen Unterrichtsformen weit überlegen. Durch die enge Kontaktstruktur sei auch ein kooperativeres, kohäsives und disziplinierteres Verhalten nachweisbar, weiterhin die Steigerung der Leistungspersönlichkeit, Arbeitsintelligenz und Verhaltenssteuerung ebenso, wie das Kontaktverhalten, die Sozialaktivität, Selbstreflexion und die Einsicht in die eigene Rolle. Gefühlsorientierung, Initiative und Rollenflexibilität würden zunehmen, genau wie die Koordinations- und Kommunikationsfähigkeiten. Gehemmtheit, Nervosität und Ängste hingegen würden reduziert (vgl. Terhart 2000, S.160f).
1 Problemstellung: Beschreibung der notwendigen Umstellung von wissenschaftssystematischen Fächern auf Lernfelder aufgrund rascher technologischer Entwicklungen.
2 Das Lernfeld als Verbindung von Handlungs- und Fachsystematik: Theoretische Herleitung des Lernfeldkonzepts und Definition spezifischer Handlungsfelder in IT- und Medienberufen.
3 Die Organisation des Unterrichtes als Erfolgsfaktor des Lernfeldkonzeptes: Darstellung der administrativen Anforderungen an Schulleitung und der Notwendigkeit der Zusammenarbeit in Lehrerteams.
4 Planung und Durchführung des Unterrichts: Analyse methodischer Ansätze zur Gestaltung handlungsorientierter Lehrprozesse und der besonderen Rolle des Gruppenunterrichts.
5 Leistungsbewertung und Prüfungen: Untersuchung der prüfungsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Evaluation der Erfahrungen mit den Abschlussprüfungsmodellen.
Lernfeldkonzept, Mediengestalter, Handlungsorientierung, Berufsschule, Sachsen, Unterrichtsorganisation, Gruppenunterricht, Fachkompetenz, Handlungskompetenz, Leistungsbewertung, Abschlussprüfung, Didaktik, Medienberufe, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der erfolgreichen Implementierung des Lernfeldkonzepts im sächsischen Bildungssystem für den Ausbildungsberuf „Mediengestalter für Digital- und Printmedien“.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Handlungsorientierung, die schulorganisatorische Umsetzung, methodische Unterrichtsformen und die Qualitätssicherung durch Prüfungen.
Die Arbeit untersucht, wie das Lernfeldkonzept in Sachsen in die schulische Praxis überführt wurde und welche Erfolgsfaktoren bei der Organisation sowie der Prüfungsvorbereitung dabei eine Rolle spielen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse von KMK-Handreichungen, Lehrplänen und Evaluationsstudien des BIBB basiert.
Im Hauptteil werden die didaktische Planung, die Zusammenarbeit von Lehrkräften sowie die Vor- und Nachteile verschiedener Unterrichtsmethoden wie des Gruppenunterrichts detailliert diskutiert.
Typische Schlüsselbegriffe sind Lernfeldkonzept, Handlungsorientierung, Kompetenzentwicklung, Mediengestalter und berufliche Bildung.
Die Prüfungsausschüsse bewerten das Prüfungsmodell überwiegend positiv, bemängeln jedoch in Teilen die knappen Zeitvorgaben für die praktische Durchführung.
Gruppenarbeit wird als wesentliches Element zur Förderung sozialer Kompetenzen und zur Steigerung der Problemlösefähigkeit angesehen, birgt jedoch bei heterogenen Gruppen Risiken für die Gruppendynamik.
Das Dokument thematisiert die konzeptionelle Phase als kritischen Bereich, bei dem aufgrund der unbeaufsichtigten Durchführung Täuschungspotenziale gesehen werden, weshalb eine Anpassung der Zeitrahmen diskutiert wird.
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