Bachelorarbeit, 2010
73 Seiten
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Themeneingrenzung
1.3 Thematische Einordnung und Gliederung
1.4 Wissenschaftliche Methoden
2 Grundlagen der ökonomischen Betrachtung von Sport
2.1 Der Produktbegriff im Sport
2.2 Institutionelle Betrachtung des Sportangebots
2.3 Nachfrage von Sportangeboten
2.4 Perspektive der vorliegenden Arbeit
3 Angebot und Nachfrage von Sportveranstaltungen
3.1 Sportveranstaltungen
3.2 Angebot von Sportveranstaltungen als Dienstleistung
3.2.1 Sportveranstaltungen als Leistungsbündel
3.2.2 Kooperativer Wettbewerb
3.2.3 Verhaltensunsicherheit aus Anbietersicht
3.2.4 Der Produktionsprozess von Sportveranstaltungen
3.3 Nachfrage von Sportveranstaltungen als Dienstleistung
3.3.1 Motive der Nachfrager von Sportveranstaltungen
3.3.2 Variety Seeking und Nachfrageelastizität
3.3.3 Nachfrageseitige Verhaltensunsicherheit
3.4 Angebot und Nachfrage von Sportveranstaltungen für/durch Unternehmen
3.4.1 Dienstleitungsangebote für Unternehmen
3.4.2 Dienstleistungsnachfrage durch Unternehmen
3.5 Zwischenfazit
4 Marketing im Sport
4.1 Definition von Marketing
4.2 Begriffsabgrenzung des Sportmarketings
4.3 Besonderheiten des Sportmarketings
4.4 Kommunikationspolitik
4.4.1 Terminologie der Kommunikationspolitik
4.4.2 Planungsprozess der Marktkommunikation
4.4.3 Besonderheiten der Kommunikation von Sportveranstaltern
4.5 Direktmarketing als dialogorientiertes Kommunikationsinstrument
4.5.1 Dialogkommunikation und dialogorientierte Kommunikation
4.5.2 Direktmarketing
5 Handlungsempfehlung für Direktmarketing von Sportveranstaltungen
5.1 Planungsprozess für Direktmarketing von Sportveranstaltungen
5.1.1 Situationsanalyse
5.1.2 Kommunikationsziele
5.1.3 Zielgruppenplanung
5.1.4 Kommunikationsstrategie
5.1.5 Operative Kommunikationsplanung
5.1.6 Planung der Direktkommunikationsmaßnahmen
5.1.7 Erfolgskontrolle der Direktkommunikation
5.2 Systematische Umsetzung von Direktkommunikationsmaßnahmen
5.2.1 Neukundengewinnung
5.2.2 Bestandskundenpflege
6 Ergebnisse und Ausblicke
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten des Direktmarketings zur Vermarktung von Sportveranstaltungen in Deutschland an Unternehmenskunden, mit dem Ziel, eine systematische Handlungsempfehlung für Sportveranstalter zu entwickeln.
3.2.1 Sportveranstaltungen als Leistungsbündel
Sportveranstaltungen haben als Dienstleistung keine so klar ausgeprägten spezifischen Eigenschaften, wie dies bei Konsumgütern der Fall ist. Im Gegensatz zu bspw. Konsumgütern des Einzelhandels ist eine Sportveranstaltung als Dienstleistung, über den eigentlichen Wettkampf hinaus, aus vielfältigen Produkten zusammengesetzt. Nufer und Bühler unterteilen Sportveranstaltungen in Kernprodukt und Produkterweiterungen. Als Kernprodukt bezeichnen sie den eigentlichen Wettkampf bzw. das Spiel. Die Produkterweiterungen stellen im Bezug auf Sportveranstaltungen jene Güter und Dienstleistungen dar, welche aus dem Kernprodukt abgeleitet angeboten werden oder darauf basieren. Beispiele für diese Produkterweiterungen sind das Catering bei Sportveranstaltungen, Merchandisingprodukte und die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur. Woratschek konstatiert, dass der Konsum eines Gutes oder einer Dienstleistung im Sport im Regelfall im Zusammenhang mit anderen Produkten steht. Aufgrund dieser Tatsache kommt auch Woratschek zu dem Schluss, dass es sich bei Sportprodukten im Regelfall um eine Kombination mehrerer Teilleistungen handelt, welche Güter und/oder Dienstleistungen sein können. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis spricht er von Sportprodukten als Leistungsbündel. Schubert ergänzt hierzu, dass es sich bei diesen komplexen Leistungsbündeln um die erfolgreiche Kombination von verschiedenen materiellen und immateriellen Teilleistungen handelt, welche häufig von verschiedenen Akteuren erbracht werden. Er beschreibt das Leistungsbündel Sportveranstaltung in diesem Zusammenhang als Verbundprodukt, welches aus einem Produktionsverbund generiert wird. Diese Verbundprodukte gehen aus Kooperation von Spielern, Mannschaften, Trainern, Zuschauern, Vereinen, dem Verband, der Kommune und Unternehmen der Privatwirtschaft hervor.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Professionalisierung des Sports ein und definiert die Problemstellung sowie die wissenschaftliche Methodik der Arbeit.
2 Grundlagen der ökonomischen Betrachtung von Sport: Das Kapitel erläutert den Sport aus ökonomischer Sicht und definiert Sportprodukte als Leistungsbündel.
3 Angebot und Nachfrage von Sportveranstaltungen: Es werden die Besonderheiten von Sportveranstaltungen als Dienstleistung sowie die Nachfrage von Unternehmen analysiert.
4 Marketing im Sport: Dieses Kapitel verknüpft allgemeine Marketinggrundsätze mit den spezifischen Anforderungen des Sports und erläutert die Kommunikationspolitik.
5 Handlungsempfehlung für Direktmarketing von Sportveranstaltungen: Hier wird ein konkreter Planungsprozess für den Einsatz von Direktmarketingmaßnahmen zur Vermarktung an Unternehmenskunden dargestellt.
6 Ergebnisse und Ausblicke: Das Kapitel bilanziert die Ergebnisse der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Direktmarketing, Sportmanagement, Sportveranstaltungen, Hospitality-Marketing, Sportmarketing, Kundenbindung, Unternehmenskommunikation, Verhaltensunsicherheit, Dienstleistung, Sportökonomie, Neukundengewinnung, Kommunikationspolitik, Leistungsbündel, Kooperenz, Dialogkommunikation.
Die Arbeit analysiert, inwiefern Direktmarketing ein geeignetes Instrument für Sportveranstalter ist, um Dienstleistungsangebote erfolgreich an Unternehmen zu vermarkten.
Die Arbeit deckt die ökonomischen Grundlagen des Sports, die Besonderheiten von Sportveranstaltungen als Dienstleistung sowie die Planung und Umsetzung von Direktmarketing ab.
Das Ziel ist die Entwicklung einer fundierten Handlungsempfehlung für Sportveranstalter zur Planung und Umsetzung von Direktmarketingmaßnahmen, speziell für die Zielgruppe der Unternehmenskunden.
Der Verfasser nutzt eine kompilatorische Methode zur Aufarbeitung der Fachliteratur sowie eine deduktive Methode, um allgemeine Marketingerkenntnisse auf den Sonderfall Sport anzuwenden.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Rolle von Hospitality-Angeboten, der Verhaltensunsicherheit bei Sportdienstleistungen und dem Dialog zwischen Sportanbietern und Unternehmen.
Die Arbeit ist stark geprägt durch die Begriffe Sportmanagement, Direktmarketing, Hospitality-Marketing, Kooperenz und Verhaltensunsicherheit.
Das Modell der "Kooperenz" erklärt, dass Sportanbieter trotz sportlicher Konkurrenz auf eine kooperative Zusammenarbeit innerhalb des Ligabetriebs angewiesen sind, um überhaupt ein vermarktbares Produkt zu generieren.
Da Sportveranstaltungen als immaterielle Dienstleistungen vor dem Kauf schwer zu beurteilen sind, müssen Sportanbieter durch gezielte Kommunikation (z.B. Qualitätssignale) das Vertrauen der Unternehmenskunden stärken und diese Unsicherheit reduzieren.
Im Gegensatz zu passiven oder reaktionsorientierten Ansätzen ermöglicht das interaktionsorientierte Direktmarketing (z.B. Telefonmarketing) einen direkten, wechselseitigen Informationsaustausch, der eine individuelle Reaktion auf Kundenwünsche erlaubt.
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