Bachelorarbeit, 2012
48 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Psychologische Prädikate
2.1 Bennett und Hacker über psychologische Prädikate
2.1.1 Psychologische Prädikate als Homonyme
2.1.2 Psychologische Prädikate als Analogien
2.1.3 Psychologische Prädikate als Metaphern
2.1.4 Fazit
2.2 Searle über psychologische Prädikate
2.3 Dennett über psychologische Prädikate
2.4 Fazit
3. Der mereologische Fehlschluss
3.1 Searle vs. Bennett und Hacker
3.2 Dennett vs. Bennett und Hacker
3.3 Fazit
4. Qualia
4.1 Bennett und Hacker --- perception vs. sensation
4.2 Searle --- Qualia ≙ Bewusstsein
4.3 Dennett --- Qualia, nein danke
4.4 Fazit
5. Resümee
Die vorliegende Arbeit analysiert die philosophische Debatte im Werk "Neurowissenschaften und Philosophie – Geist, Gehirn und Sprache" und untersucht die kontroversen Positionen von Bennett, Hacker, Dennett und Searle hinsichtlich der Anwendung neurowissenschaftlicher und philosophischer Begriffe auf das Gehirn.
2.1.1 Psychologische Prädikate als Homonyme
Als Homonym wird ein Wort dann bezeichnet, wenn ihm verschiedene Bedeutungsinhalte entsprechen. So kann beispielsweise dem Wort Kiefer der Bedeutungsinhalt besondere Art des Nadelbaums auch vorderer, unterer Teil des Schädels zugesprochen werden.
In Neurowissenschaft und Philosophie kritisieren die Autoren Bennett und Hacker den Sprachgebrauch der Neurowissenschaftler; zum Beispiel Sätze wie "das Gehirn denkt". Zu ihrer Verteidigung führen die Neurowissenschaftler an, sie würden das Verb denken nicht im buchstäblichen, sondern in einem homonymen Sinne verwenden. Mit der obenstehenden Definition eines Homonyms wird deutlich, dass sie sicherlich keine homonyme, vielmehr eine polyseme Sprachverwendung verteidigen wollen. Denn dass die verschiedenen Bedeutungsinhalte, welche die Neurowissenschaftler anstreben, durch unterschiedliche Morpheme entstanden sein sollen, ist offensichtlich unsinnig. Die verschiedenen Bedeutungsinhalte des Verbs denken sollen selbstverständlich voneinander abgeleitete Formen sein. Um den nachfolgenden Text mit den entsprechenden Zitaten verständlich zu halten, soll dennoch am (falschen) Begriff Homonym statt Polysem festgehalten werden.
2. Psychologische Prädikate: Dieses Kapitel untersucht, ob Begriffe wie "denken" oder "entscheiden" legitim auf das Gehirn angewendet werden dürfen, wobei die Autoren Bennett und Hacker dies kritisch hinterfragen.
3. Der mereologische Fehlschluss: Hier wird der Vorwurf analysiert, dass es logisch unzulässig sei, dem Gehirn (als Teil) Eigenschaften zuzuschreiben, die nur dem Menschen (als Ganzes) zukommen können.
4. Qualia: Dieses Kapitel befasst sich mit der Frage, wie subjektive Erlebnisinhalte (Qualia) neurowissenschaftlich und philosophisch einzuordnen sind und ob sie überhaupt als existierende Entitäten anzusehen sind.
5. Resümee: Das Schlusskapitel fasst die wesentlichen Konfliktlinien zwischen den untersuchten Positionen zusammen und reflektiert die Tragweite der linguistischen und ontologischen Differenzen.
Neurowissenschaft, Philosophie, Bewusstsein, psychologische Prädikate, mereologischer Fehlschluss, Qualia, Geist, Gehirn, biologischer Naturalismus, Intentionalität, Sprachphilosophie, Leib-Seele-Problem, Dennett, Hacker, Searle.
Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Auseinandersetzung zwischen den Philosophen Bennett, Hacker, Dennett und dem Neurowissenschaftler Searle über die begriffliche Angemessenheit in den Neurowissenschaften.
Die zentralen Themen sind die korrekte Verwendung psychologischer Prädikate, der sogenannte mereologische Fehlschluss sowie die philosophische Interpretation von Qualia und Bewusstsein.
Ziel ist es, die Argumente der Autoren nachzuzeichnen und die theoretischen Differenzen sowie Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Zuschreibung mentaler Zustände zum Gehirn herauszuarbeiten.
Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse, um die Positionen der genannten Autoren anhand zentraler Begriffe wie "mereologischer Fehlschluss" kritisch zu prüfen und einander gegenüberzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von psychologischen Prädikaten, die Analyse des mereologischen Fehlschlusses und eine detaillierte Betrachtung des Begriffs Qualia in Bezug auf die jeweiligen Autoren.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Neurowissenschaft, Philosophie, Qualia, mereologischer Fehlschluss, Intentionalität und biologischer Naturalismus.
Sie halten dies für einen mereologischen Fehlschluss, da sie der Ansicht sind, dass nur der Mensch als Ganzes, nicht aber einzelne Organe wie das Gehirn, Träger psychologischer Prädikate sein kann.
Searle weist den Vorwurf zurück, da er seine Position des biologischen Naturalismus vertritt, nach der mentale Zustände reale, durch neuronale Prozesse verursachte Phänomene sind.
Dennett lehnt den Begriff Qualia als theoretisch unbrauchbar und irreführend ab und erklärt Erlebnisse stattdessen durch funktionale und dispositionelle Zustände des Organismus.
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