Diplomarbeit, 2005
112 Seiten
1. F.M. Alexandertechnik & Psychologische Beratung
2. Zum Konsens psychologischer Ansätze
2.1. Selbstbestimmung, Bewusstheit und Verantwortung
2.1.1. Selbstkonzepte und psychische Konflikte
2.1.2. Kognitive Therapie: Glaubenssätze und Glaubenssysteme
2.1.3. Humanistische Ansätze: Selbstkonzept und Skript
2.1.4. Neuro-Linguistisches Programmieren: Mentale Modelle
2.1.5. Das Modell des Inneren Teams: Innere Vielfalt
2.2. Zur Entstehung und Wirkungsweise von Überzeugungen
2.3. Ziele Psychologischer Beratung – Self-Support
2.4. F.M. Alexandertechnik -
Wir haben die Wahl, wie wir mit uns umgehen
3. F.M. Alexander-Technik: Der Gebrauch des Selbst (Use)
3.1. Die psychisch-physische Einheit von Körper und Geist
3.2. Organismus und Primärkontrolle
3.3. Zu den Bedingungen des Fehlgebrauchs
3.3.1. Die Macht der Gewohnheit
3.3.2. Die Unzuverlässigkeit des kinästhetischen Sinns
3.3.3. Die natürliche Aufrichtung des Organismus
3.4. Die Methode: Inhibition und Nicht-Tun
3.4.1. Inhibition und Excitation
3.4.2. Die Ausrichtung durch Direktiven
3.4.3. Die Beobachtung der ’Mittel-wodurch’
3.5. Bewusstheit und Veränderung: Das Lernen lernen
3.5.1. Der angeeignete Wille
3.5.2. Die Rolle des Lehrers
3.5.3. Die Rolle des Schülers
4. Das Innere Team: Integration, Koordination, Kooperation
4.1. Alexander-Technik und die Arbeit mit dem Inneren Team
4.2. Fallbeispiel: Selbstklärung im beruflichen Kontext
4.3. Diagnose – Klärung des Anliegens
4.4. Die Methode: Identifizierung, Visualisierung, Inszenierung
4.4.1. Aufstellung des Inneren Teams: Identifizierung
4.4.2. Visualisierung: Das innere Gruppengeschehen
4.4.3. Inhibition – Disidentifikation und Wahlvermögen
4.4.4. Direktiven und die 'Mittel-wodurch': Inszenierung und Kooperation
4.5. F.M. Alexander-Technik - Psychologische Beratung - Stimmigkeit
5. Ausblick – Mittel der Veränderung
Diese Arbeit untersucht die theoretischen und methodischen Analogien zwischen der F.M. Alexander-Technik und verschiedenen Modellen der Psychologischen Beratung, insbesondere unter Anwendung des "Modells des Inneren Teams". Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine bewusste Steuerung von Körper- und Denkprozessen eine nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung und eine Steigerung der Autonomie erreicht werden können.
3.1. Die psychisch-physische Einheit von Körper und Geist
Frederick Matthias (F.M.) Alexander wurde 1869 in Australien geboren. Er starb 1955 in London. Als Schauspieler und Rezitator behinderten ihn Heiserkeit und Stimmprobleme bei seiner Arbeit. Er entdeckte, dass seine falsche Körperhaltung beim Sprechen für diese Probleme verantwortlich war und fuhr fort, seinen Körpergebrauch zu erforschen. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte er allein durch Selbstbeobachtung die 'Lehre vom Gebrauch des Selbst.' Die hier formulierten Standpunkte sind die Basis für die Methodik der F.M. Alexander-Technik.
Ausgangspunkt der Arbeit F. M. Alexanders war die Erkenntnis, dass unsere Entscheidung darüber, wie wir mit uns selbst umgehen, unsere Lebensqualität in höchstem Maße bestimmt. Er nannte dieses Entscheidungsvermögen 'Use', den Gebrauch des Selbst: Wir können uns für einen guten oder einen schlechten bzw. falschen Gebrauch entscheiden. Den größten Fehlgebrauch sah Alexander darin, von diesem Vermögen gar keinen Gebrauch zu machen. Seine Selbstbeobachtungen und Selbst-Experimente führten ihn zu der Erfahrung, dass geistige und körperliche Prozesse - in welcher menschlichen Aktivität auch immer - zusammen gesehen werden müssen:
- Geist und Körper sind keine separaten Einheiten.
- Krankheiten oder Störungen können deshalb nicht als körperliche oder geistige eingeteilt und als solche behandelt werden. Daher muss jeder Schulung "die unteilbare Einheit des menschlichen Organismus zugrunde liegen... ."
Die Körperhaltung und das Verhältnis zu ihr hat Einfluss auf das gesamte psychophysische Befinden einer Person.
1. F.M. Alexandertechnik & Psychologische Beratung: Einleitung in die Problematik gesellschaftlicher Anforderungen und Vorstellung des ganzheitlichen Beratungsansatzes.
2. Zum Konsens psychologischer Ansätze: Darstellung verschiedener psychologischer Theorien, die den Fokus auf Selbstbestimmung und unbewusste Überzeugungen legen.
3. F.M. Alexander-Technik: Der Gebrauch des Selbst (Use): Fundierte Einführung in die Lehre F.M. Alexanders zur psychisch-physischen Einheit des Organismus.
4. Das Innere Team: Integration, Koordination, Kooperation: Anwendung des Modells des Inneren Teams auf die Beratungspraxis und Aufzeigen der methodischen Schnittstellen zur Alexander-Technik.
5. Ausblick – Mittel der Veränderung: Abschließende Reflexion über die Rolle von Kinästhetik, Atmung und Emotionen im Veränderungsprozess.
Alexander-Technik, Psychologische Beratung, Inneres Team, Selbstbestimmung, Ganzheitlichkeit, Körpergebrauch, Inhibition, Bewusstheit, Primärkontrolle, Persönlichkeitsentwicklung, Stimmigkeit, Verhaltensmuster, Eigenverantwortung
Die Arbeit analysiert die Übereinstimmungen zwischen der F.M. Alexander-Technik und zeitgenössischen psychologischen Beratungsmodellen, um Wege zur Selbstklärung und Lebensqualität aufzuzeigen.
Das Spektrum reicht von der Bedeutung der Körper-Geist-Einheit bis hin zur Integration innerer Teilpersönlichkeiten und der Bedeutung der Selbstverantwortung.
Ziel ist es, die Methode der Alexander-Technik als Werkzeug in der psychologischen Beratung zu etablieren, um Klienten zu mehr Autonomie und Stimmigkeit im eigenen Handeln zu verhelfen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die psychologische Konzepte (z.B. NLP, Transaktionsanalyse, Modell des Inneren Teams) und die Prinzipien der Alexander-Technik methodisch vergleicht.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Erläuterung des "Gebrauchs des Selbst" und der praktischen Anwendung des "Inneren Teams" mittels Identifizierung, Visualisierung und Inszenierung.
Die zentralen Aspekte sind Selbstbestimmung, Körperwahrnehmung, Integration von Teilpersönlichkeiten und die bewusste Steuerung durch Inhibition und Direktiven.
Indem sie körperliche Anspannungen und Gewohnheitsmuster bewusst macht, die eng mit emotionalen und mentalen Blockaden verknüpft sind, was eine nachhaltigere Veränderung ermöglicht.
Es ist ein Modell, das die innere Vielstimmigkeit einer Person als Arbeitsgruppe interpretiert, um mit widerstreitenden Impulsen konstruktiv umzugehen.
Es beschreibt den Zustand, in dem eine Person in Übereinstimmung mit sich selbst und den Anforderungen der jeweiligen Situation authentisch handelt.
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