Diplomarbeit, 2003
95 Seiten, Note: 2
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Kernfusion als neuer Form der Energiegewinnung. Das Ziel ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen der Kernfusion und die Perspektiven eines Fusionskraftwerks darzustellen. Zudem wird die gesellschaftliche Debatte um Kernenergie und die Rolle von Umweltbewegungen in diesem Kontext untersucht.
Die Diplomarbeit beginnt mit einer Einleitung, in der die Relevanz des Themas und die Forschungsziele dargelegt werden. Anschließend werden die wissenschaftlichen Grundlagen der Kernfusion erläutert, beginnend mit der Sonne als Inspirator für die Forschung. Es werden Deuterium und Tritium als Brennstoff für ein Fusionskraftwerk vorgestellt, sowie die Prozesse der Plasmaspeicherung und -heizung. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Fusionsforschungsprogramm und beschreibt die verschiedenen Experimente wie Stellarator und Tokamak, sowie die Forschungseinrichtungen IPP und EURATOM. Es werden die internationalen Fusionsforschungsaktivitäten im Rahmen der IAEA beleuchtet. Das dritte Kapitel widmet sich dem Fusionskraftwerk der Zukunft, wobei Aufbau und Risiken sowie Vorteile einer Kernfusionsanlage betrachtet werden.
Das vierte Kapitel analysiert die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Kernenergie. Es wird auf die Bedeutung von Umweltbewusstsein und Umweltverhalten eingegangen, sowie auf die Rolle des Staates im Prozess der Modernisierung. Weiterhin werden gesellschaftliche Risiko- und Akzeptanzdebatten über Kernfusion untersucht.
Im fünften Kapitel wird die Integration des Themas Kernfusion in den Physikunterricht der Sekundarstufe I diskutiert, mit dem Ziel, die Relevanz dieser Technologie für die Schüler aufzuzeigen.
Kernfusion, Energiegewinnung, Fusionskraftwerk, Plasma, Tokamak, Stellarator, IPP, EURATOM, IAEA, Umweltbewusstsein, Umweltverhalten, Risikogesellschaft, Umweltbewegung, Kernenergie, Gesellschaftliche Debatte.
Kernspaltung zerlegt schwere Atome (Uran), während Kernfusion leichte Atomkerne (Deuterium und Tritium) verschmilzt – ein Prozess, der auch in der Sonne stattfindet.
Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) forscht an den Grundlagen für ein Fusionskraftwerk, insbesondere mit Experimenten wie ASDEX Upgrade und Wendelstein 7-X.
Sie bietet eine nahezu unerschöpfliche Brennstoffbasis, erzeugt keine CO2-Emissionen und birgt kein Risiko einer nuklearen Kettenreaktion wie bei herkömmlichen Reaktoren.
Die Akzeptanz wird durch die allgemeine Risiko-Diskussion um Kernkraft und die Anti-Atomkraftbewegung beeinflusst, wobei oft zwischen Spaltungs- und Fusionstechnologie differenziert werden muss.
Die Arbeit stellt ein Projekt für die Sekundarstufe I vor, das Schülern die physikalischen Grundlagen näherbringt und ihre Emotionen und Einstellungen gegenüber dieser Zukunftstechnologie untersucht.
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