Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
23 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Entstehung und Entwicklung des Stadionbaus
1.1 Antike
1.1.1 Kolosseum
1.2 Mittelalter und Frühe Neuzeit
1.3 Moderner Stadionbau
2. Zeitliche Einordnung des Baus Olympiastadion München
3. Architekten Behnisch und Partner
4. Konzept
4.1 Olympiapark
4.2 Olympiastadion
4.3 Olympiadach
Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Münchener Olympiastadion als wegweisendes Beispiel einer „demokratischen Architektur“ und analysiert dessen architektonische sowie konzeptionelle Einbettung in die Geschichte des Stadionbaus vor dem Hintergrund gesellschaftspolitischer Entwicklungen.
4.3 Olympiadach
Eine Frage blieb bei den Planungen zum Olympiastadion lange ungelöst. Man kannte zu der Zeit in der Architektur nur Einzelüberdachungen, also Tragwerke, die sich auf ein Gebäude bezogen. Die Architekten befürchteten die Kontinuität der modellierten Landschaft könnte durch eine massive Überdachung der einzelnen Arenen extrem gefährdet werden.
Die mobile Architektur ist zwar schon seit der Frühgeschichte bekannt (Zelte Eingeborenenstämme/Nomaden, Heer der Römer u.a.) und auch das bereits erwähnte Sonnensegel des Colosseums kann dahingehend als technische Meisterleistung gelten, doch die Leichtbauweise konnte sich gegenüber des massiven Bauens bis in die Neuzeit nicht richtig durchsetzen.
Die rettende Idee: Die kühne Architektur des jungen Kollegen Frei Otto. 1957 hatte er in Berlin die Entwicklungstätte für den Leichtbau gegründet und gilt seitdem als Vorreiter auf diesem Gebiet. Otto konzipierte bereits den deutschen Pavillon zur Weltausstellung in Montreal 1967. Seine Hänge- und Zeltdach-Konstruktionen basierend auf biologischen und pneumatischen Prinzipien zählen zu den führenden Beispielen einer biomorphen Architektur. Sein Erfahrungsreichtum im Leichtbau, bei Seilnetzen und anderen zugbeanspruchten Konstruktionen macht ihn heute zu einem der bedeutensten Architekten und Architekturtheoretikers des 20. Jahrhunderts.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Verbindung zwischen Sportstätten und Massenbeeinflussung und stellt das Münchener Olympiastadion als Gegenentwurf zu monumentaler Architektur dar.
1. Entstehung und Entwicklung des Stadionbaus: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung von antiken Stadien und Amphitheatern über das Mittelalter bis hin zum modernen, multifunktionalen Stadionbau nach.
2. Zeitliche Einordnung des Baus Olympiastadion München: Hier wird der Bau im Kontext der gesellschaftlichen Aufbruchsstimmung und der politischen Spannungen der Bundesrepublik Deutschland um 1972 verortet.
3. Architekten Behnisch und Partner: Dieses Kapitel stellt die Architektengruppe vor, deren „demokratische Architektur“ auf Transparenz, Offenheit und einem entspannten Dialog mit dem Nutzer setzt.
4. Konzept: Dieser Teil analysiert das städtebauliche Modellierungskonzept, das Erdstadien-Prinzip und die technische Revolution der Zeltdachkonstruktion von Frei Otto.
Fazit und Ausblick: Das Fazit würdigt das Olympiastadion als Gesamtkunstwerk und hinterfragt seine Rolle angesichts der heutigen Kommerzialisierung durch moderne Arenen wie die Allianz Arena.
Olympiastadion München, Demokratische Architektur, Behnisch und Partner, Frei Otto, Zeltdach, Sportstättenarchitektur, Erdstadion, 1972, Olympische Spiele, Stadtentwicklung, Leichtbau, Gesamtkunstwerk, Baudenkmal, Sport und Gesellschaft.
Die Arbeit analysiert das Münchener Olympiastadion als architektonisches und gesellschaftspolitisches Symbol, das als „demokratischer“ Gegenentwurf zu monumentalen Sportbauten konzipiert wurde.
Neben der Architekturgeschichte der Sportstätten stehen das städtebauliche Konzept des Olympiaparks, die politische Bedeutung der Spiele von 1972 sowie die Pionierarbeit im Bereich des Leichtbaus im Fokus.
Ziel ist es zu untersuchen, mit welchen architektonischen Mitteln Leichtigkeit und Offenheit erzielt wurden und wie sich das Stadion in den Kontext der Stadionentwicklung einordnen lässt.
Es handelt sich um eine fachhistorische Analyse, die auf der Auswertung architekturgeschichtlicher Quellen, Dokumentationen und zeitgenössischer Berichterstattung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Vorstellung der Architekten, das städtebauliche Konzept sowie eine detaillierte technische Betrachtung des Dachbaus.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Olympiastadion, demokratische Architektur, Zeltdachkonstruktion, Behnisch und Partner sowie Leichtbau maßgeblich bestimmt.
Das Zeltdach verleiht dem Stadion seine charakteristische Leichtigkeit und Transparenz, wodurch eine Verbindung zwischen Innenraum und umgebender Landschaft geschaffen wird, die ein monolithisches Bauwerk vermeidet.
Während der Berliner Bau durch Monumentalität, Symmetrie und axiale Wegeführung militärische Stärke demonstrierte, setzte Behnisch auf fließende Formen, Offenheit und den „menschlichen Maßstab“.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

