Bachelorarbeit, 2010
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der Rechtsextremismus als Herausforderung für die Demokratie
2.1 Kennzeichen des Rechtsextremismus
2.2 Aktuelle Situation und Entwicklung rechtsextremistisch motivierter Kriminalität
2.3 Erscheinungsformen des Rechtsextremismus
2.3.1 Parteilich organisierter Rechtsextremismus in der NPD
2.3.2 Erscheinungsformen des subkulturell geprägten Rechtsextremismus
2.3.3 Neonazistische Erscheinungsformen
3. Die Streitbare Demokratie als Antwort auf die Herausforderung des Rechtsextremismus
3.1 Merkmale der streitbaren Demokratie
3.1.1 Die Wertgebundenheit des demokratischen Verfassungsstaates
3.1.2 Abwehrbereitschaft und Vorverlagerung des Demokratieschutzes
3.2 Instrumente der streitbaren Demokratie
3.2.1 Das Parteiverbot nach Art. 21, Abs. 2 GG
3.2.2 Das Vereinsverbot nach Art. 9 Abs. 2 GG
3.2.3 Die Verwirkung der Grundrechte nach Art. 18 GG
3.2.4 Das „Berufsverbot“
3.2.5 Das Widerstandsrecht des Art. 20 Abs. 4 GG
4. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedrohung des demokratischen Systems durch den Rechtsextremismus und analysiert, inwieweit das Konzept der „streitbaren Demokratie“ als Antwort darauf fungieren kann. Ziel ist es, die Effektivität der verfassungsrechtlichen Schutzinstrumente unter Berücksichtigung der aktuellen rechtsextremen Erscheinungsformen kritisch zu bewerten.
2.3.1 Parteilich organisierter Rechtsextremismus in der NPD
Der organisierte Rechtsextremismus bewegt sich in Parteien und Vereinen. Parteilich ist der Rechtsextremismus vor allem innerhalb der Deutschen Volksunion (DVU), der Partei „Die Republikaner“ (REP) und der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) organisiert. Unter diesen Parteien nimmt die NPD sicherlich eine hervorgehobene Rolle ein. Die NPD ist nicht nur die mitgliederstärkste Partei- laut Verfassungsschutz waren im Jahr 2009 über 6.800 Mitglieder registriert- sie ist auch die Partei, welche seit ihrer Gründung 1964 am stärksten in der rechtsextremen Szene verwurzelt ist und, auch mit ihren zahlreichen Unterorganisationen, den höchsten Aktivitätsgrad vorweist.
Gegründet wurde die NPD am 28. November 1964 mit dem erklärten Ziel, die extrem rechten Kräfte des Landes zu bündeln und in einer Partei zu versammeln. In den ersten Nachkriegsjahren waren zahlreiche Versuche das rechte Lager zu einen und nach der Auflösung der NSDAP neu zu formieren, mehr oder weniger gescheitert. Vor allem die erforderliche Lizensierung von Parteien durch die alliierten Besatzungsmächte behinderte die Gründung von Parteien, welche bestrebt waren, an das Erbe der NSDAP anzuknüpfen. Der Versuch einer rechten politischen Restauration, welcher durch einen Zusammenschluss der Deutschen Konservativen Partei (DKP) und der westfälischen Deutschen Aufbaupartei zur Deutschen Rechtspartei (DRP) unternommen wurde, blieb ohne politischen Erfolg.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der streitbaren Demokratie ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur Effektivität staatlicher Abwehrmaßnahmen gegenüber dem Rechtsextremismus.
2. Der Rechtsextremismus als Herausforderung für die Demokratie: Dieses Kapitel analysiert Definitionen und Erscheinungsformen des Rechtsextremismus, wobei insbesondere die NPD sowie subkulturelle und neonazistische Strömungen im Fokus stehen.
3. Die Streitbare Demokratie als Antwort auf die Herausforderung des Rechtsextremismus: Hier werden die theoretischen Grundlagen der streitbaren Demokratie erläutert und deren verfassungsrechtliche Instrumente wie Parteien- und Vereinsverbote detailliert untersucht.
4. Resümee: Das Fazit bewertet die Wirksamkeit staatlicher Schutzinstrumente kritisch und betont die notwendige Ergänzung durch ein zivilgesellschaftliches Engagement zur Verteidigung demokratischer Werte.
Streitbare Demokratie, Rechtsextremismus, NPD, Verfassungsschutz, Parteiverbot, Vereinsverbot, Grundgesetz, Demokratiefeindschaft, Radikalisierung, Politisch motivierte Kriminalität, Menschenwürde, Neonazismus, Freie Kameradschaften, Extremismusforschung, Gesellschaftliche Streitbarkeit.
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der streitbaren Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland und deren Reaktion auf die Herausforderungen durch rechtsextremistische Bestrebungen.
Die Arbeit behandelt die Ideologie und Erscheinungsformen des Rechtsextremismus (insb. NPD) sowie die theoretischen und praktischen Instrumente des verfassungsrechtlichen Demokratieschutzes.
Das Ziel ist die Analyse, inwieweit staatliche Instrumente der streitbaren Demokratie effektiv sind, um den Rechtsextremismus zu bekämpfen oder dessen Gefahrenpotential zu minimieren.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine politikwissenschaftliche Literaturanalyse sowie auf aktuelle Berichte des Bundesverfassungsschutzes zur politischen Kriminalität.
Im Hauptteil werden zunächst das Phänomen Rechtsextremismus und dessen verschiedene organisatorische Formen analysiert, gefolgt von einer detaillierten Darstellung der wehrhaften Instrumente unserer Verfassung.
Wichtige Begriffe sind Streitbare Demokratie, Rechtsextremismus, Parteiverbot, Verfassungsschutz und demokratische Werteordnung.
Der Autor äußert Skepsis; während Verbote Strukturen schwächen können, greifen sie nicht die zugrunde liegende Ideologie an, was die Gefahr von Nachfolgeorganisationen bestehen lässt.
Sie werden als dezentrale, schwerer greifbare Struktur identifiziert, die als Bindeglied zwischen subkulturellen Gruppen und dem organisierten Neonazismus fungiert.
Da der staatliche Schutz (wie Verbote) allein nicht ausreicht; der Autor argumentiert, dass eine lebendige Demokratie vor allem auf der moralischen Substanz und dem Willen ihrer Bürger basiert.
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