Hausarbeit, 2011
27 Seiten, Note: 1,00
Einleitung
1. Leistungsbilanzdefizit der USA als makroökonomischer Auslöser der Finanzkrise
2. Mikroökonomische Auslöser der Finanzkrise
2.1. Immobilienkrise
2.1.1. Regressfreie Kredite
2.1.2. Leben über die eigenen Verhältnisse
2.1.3. Kommunales Wiederaufbauprogramm und die Clinton-Novelle
2.1.4. Subprime-Krise und ihre Folgen
2.2 Bankenkrise
2.2.1. Das Phänomen Haftungsbeschränkung
2.2.2. Geschäfte mit kreditbesicherten Wertpapieren als Finanzierungsinstrument im Bankensektor
2.2.2.1 Die Verbriefung der Hypothekendarlehen
2.2.2.2 Die Wertpapiere: MBS und ABS
2.2.2.3 CDO-Papiere. Die Verbriefungskaskade
2.2.2.4 Die Verbriefungstricks
4. Die Auswirkungen der Krise auf die Weltrealwirtschaft
5. Fazit
Diese Arbeit analysiert die grundlegenden makro- und mikroökonomischen Ursachen der Finanzkrise, die ihren Ursprung in der US-Immobilienmarktkrise hatte und sich zu einer globalen Weltwirtschaftskrise entwickelte, wobei die Rolle der Banken und komplexer Finanzinstrumente im Zentrum steht.
2.1.1. Regressfreie Kredite
Wenn in Deutschland jemand einen Kredit für einen Hauskauf aufgenommen hat und illiquide ist, muss er damit rechnen, dass die Bank sein Haus versteigert, um sich aus dem Verkaufserlös zu bedienen. Falls der Erlös nicht reicht, greift die Bank auf das Eigenvermögen und auch auf das zukünftige Einkommen des Hauseigentümers zurück.
In den USA gibt es keine Durchgriffshaftung gegen das restliche Vermögen oder das Arbeitseinkommen der Schuldner. In aller Regel werden die Hauskredite als „non-recourse loans“ vergeben. Die „antideficiency laws“ zwingen die Banken die besagten regressfreien Kredite anzubieten. Im Insolvenzfall darf die Bank sich nur aus der beliehenen Immobilie bedienen, und hat keine darüber hinausgehenden Ansprüche.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung der Weltfinanzkrise, ausgehend vom Konkurs von Lehman Brothers im Jahr 2008 und deren Ursprüngen im US-Hypothekenmarkt.
1. Leistungsbilanzdefizit der USA als makroökonomischer Auslöser der Finanzkrise: Dieses Kapitel erörtert, wie das massive Leistungsbilanzdefizit der USA und der damit verbundene Kapitalimport die globale wirtschaftliche Schieflage begünstigten.
2. Mikroökonomische Auslöser der Finanzkrise: Hier werden die direkten mikroökonomischen Faktoren analysiert, insbesondere die Immobilienkrise durch riskante Kreditvergaben und die systemischen Gefahren der Bankenkrise.
4. Die Auswirkungen der Krise auf die Weltrealwirtschaft: Das Kapitel beschreibt, wie die Finanzkrise über Konsum- und Investitionseinbrüche zu einem globalen Multiplikatorprozess führte, der die Realwirtschaft weltweit belastete.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zerstörerische Wirkung der Krise auf das Weltfinanzsystem zusammen und betont die langfristigen Folgen der Ansteckungseffekte für die globale Wirtschaft.
Finanzkrise, Immobilienkrise, Subprime-Kredit, Verbriefung, Hypotheken, Investmentbanken, Haftungsbeschränkung, CDO, MBS, ABS, Leistungsbilanzdefizit, Weltwirtschaftskrise, Finanzmärkte, Kreditrisiko, Kapitalmarkt.
Die Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte der Weltwirtschaftskrise ab 2008, beginnend bei der US-Immobilienblase bis hin zum Zusammenbruch globaler Finanzstrukturen.
Die Schwerpunkte liegen auf makroökonomischen Ungleichgewichten, den Anreizstrukturen im amerikanischen Immobilienmarkt sowie der Rolle von Investmentbanken und komplexen Finanzderivaten.
Das Ziel ist es, die fundamentalen makro- und mikroökonomischen Auslöser zu identifizieren, die zur globalen Finanzkrise geführt haben.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, Wirtschaftsdaten und Dokumentationen basiert, um die Kausalketten der Krise aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die makroökonomische Betrachtung der US-Leistungsbilanz und die detaillierte Untersuchung der Immobilien- und Bankenkrise sowie deren spezifischer Finanzprodukte.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Immobilienkrise, Subprime-Kredit, Verbriefung, CDO und globale Finanzkrise charakterisiert.
Es handelt sich um US-Hypotheken, bei denen die Bank im Falle einer Insolvenz des Kreditnehmers nur auf die Immobilie selbst zugreifen darf, jedoch nicht auf das sonstige Vermögen oder Einkommen.
CDOs ermöglichten es, riskante Kreditbündel durch eine "Verbriefungskaskade" strukturell so umzuwandeln, dass sie für Investoren als scheinbar sichere Papiere mit AAA-Rating verkauft werden konnten, obwohl sie hochriskant waren.
Durch politische Vorgaben wurden Banken dazu gedrängt, Kredite auch an weniger bonitätsstarke Kunden zu vergeben, um soziale Ziele zu fördern, was die Stabilität des Finanzsystems schwächte.
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