Examensarbeit, 2010
135 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Grundsätzliche Ziele und Fragestellungen dieser Arbeit
1.2 Struktur der Arbeit
1.3 Hypothesenbildung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Muskuläre Aktionsformen
2.1.1 Isometrische Muskelaktion
2.1.2 Konzentrische Muskelaktion
2.1.3 Exzentrische Muskelaktion
2.1.4 Kombinierte Muskelaktion im Dehnungs-Verkürzungszyklus (DVZ)
2.2 Motorische Grundeigenschaft Kraft
2.2.1 Der Begriff “Kraft“
2.2.2 Struktur der motorischen Kraft
2.2.3 Maximalkraft
2.2.4 Kraftausdauer
2.2.5 Schnellkraft
2.2.5.1 Startkraft
2.2.5.2 Explosivkraft
2.2.5.3 Die Erscheinungsformen der Schnellkraft
2.2.5.4 Reaktivkraft – Schnellkraftleistung im DVZ
2.2.5.5 Zusammenhang von Maximalkraft und Schnellkraft
2.3 Physiologische Aspekte der Kraftentfaltung und Kraftsteigerung
2.3.1 Muskel- und neurophysiologische Grundlagen
2.3.2 Aufbau des Skelettmuskels
2.3.3 Kontraktion quergestreifter Muskulatur
2.3.4 Die Morphologie der motorischen Einheiten und Muskelfasertypen
2.4 Steuerungsfunktionen im neuromuskulären System
2.4.1 Frequenzierung
2.4.2 Rekrutierung
2.4.3 Synchronisierung
2.5 Adaptative Mechanismen im Kraft- und Schnellkrafttraining
2.5.1 Neuronale Adaptation
2.5.1.1 Intramuskuläre Koordination
2.5.1.2 Intermuskuläre Koordination
2.5.2 Morphologische Adaptation
2.5.2.1 Hypertrophie
2.5.2.2 Hyperplasie
2.5.2.3 Muskelfasertypentransfer
2.6 Trainingsmethoden
2.6.1 Trainingsmethoden zur Verbesserung der Maximalkraft
2.6.1.1 Maximalkrafttrainingsmethoden zur Vergrößerung des Muskelquerschnitts
2.6.1.2 Maximalkrafttrainingsmethoden zur Verbesserung der willkürlichen Aktivierungsfähigkeit
2.6.2 Methoden zur Verbesserung der Schnellkraft und des reaktiven Kraftverhaltens
2.6.2.1 Schnellkraftmethode I & II
2.6.2.2 Methode nach dem Prinzip der Muskelleistungsschwelle
2.6.2.3 Reaktives Training zur Verkürzung des DVZ
2.6.2.4 Reaktives Training zur Verbesserung der reaktiven Spannungsfähigkeit
2.6.2.5 Exzentrisch-konzentrische Maximalkontraktionen
2.6.2.6 Desmodromisches Krafttraining
2.6.2.7 Vibrationstraining
3. Literaturvorstellung zu den Trainingssystemen
3.1 Plyometrics
3.1.1 Ausgewählte Trainingstudien zu Plyometrics
3.2 Das physiologische Prinzip Postactivation-Potentiation
3.3 Complex Training
3.3.1Ausgewählte Trainingsstudien zum Complex Training
4. Untersuchungsmethodik
4.1 Vorstellung der Probandengruppe
4.2 Trainingskonzeption
4.2.1 Trainingsprogramm Plyometrics
4.2.1.1 Trainingsdetails und Trainingspläne
4.2.1.2 Trainingsablauf
4.2.2 Trainingsprogramm Complex Training
4.2.2.1 Trainingsdetails und Trainingspläne
4.2.2.2 Trainingsablauf
4.3 Erhebungsmethode
4.3.1 Lokomotorische Schnellkraft
4.3.2 Vertikale und horizontale Sprungkraft
4.4 Auswertungsmethoden
4.4.1 Mathematisch statistisches Verfahren
4.4.2 Graphische Darstellung
4.4.3 Gütekriterien
5. Untersuchungsergebnisse
5.1 Trainingsverlauf
5.2 Untersuchungsergebnisse lokomotorische Schnellkraft
5.2.1 Fliegende 20m Sprints Plyometrics
5.2.2 Fliegende 20m Sprints Complex Training
5.2.3 Schließende Statistik
5.3 Untersuchungsergebnisse vertikale Sprungkraft
5.3.1 Abalakov-Test Plyometrics
5.3.2 Abalakov-Test Complex Training
5.3.3 Schließende Statistik
5.4 Untersuchungsergebnisse horizontale Sprungkraft
5.4.1 Standweitsprung Plyometrics
5.4.2 Standweitsprung Complex Training
5.4.3 Schließende Statistik
6. Diskussion
6.1 Methodenkritik
6.1.1 Bewertung des Abalakov-Tests
6.1.2 Bewertung des Standweitsprungs
6.1.3 Bewertung des fliegenden 20m Sprints
7. Zusammenfassung und Ausblick
8. Folgerung für die Trainingspraxis
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Effektivität von zwei Trainingssystemen im Bereich der Schnellkraft, Plyometrics und Complex Training, über einen Zeitraum von acht Wochen. Das zentrale Forschungsziel ist zu ermitteln, ob mittels Complex Training – basierend auf dem Prinzip des "Preloading" zur Erzeugung von Postactivation-Potentiation (PAP) – ein höherer Schnellkraftzuwachs induziert werden kann als durch ein traditionelles plyometrisches Krafttraining.
1. Einleitung
Auf dem Gebiet der Trainingslehre hat sich die Einteilung der komponentehaften Zusammensetzung der Kraftfähigkeit des menschlichen Körpers im Laufe der Zeit gewandelt. Dies ist besonders interessant in Hinblick auf die grundlegende Bedeutung der Kraft für das alltägliche Leben als auch im besonderen Maße für die sportliche Leistung.
KOMI et al. (1994) beschreibt diese grundlegende motorische Eigenschaft wie folgt: „Körperliche Aktivität und sportliche Leistung entstehen als Ergebnis der Auswirkungen muskulärer Kontraktionen auf das Hebelsystem des Knochengerüsts.“
Gerade im Hinblick auf die sportliche Leistungsfähigkeit von Athleten ist ein sich immer weiterentwickelndes Verständnis der menschlichen Kraftfähigkeit deutlich erkennbar, als auch eine forcierte Entwicklung von spezifischen Trainingssystemen im Zuge des Spitzensports. Gerade im Bereich des Schnellkrafttrainings herrschte lang Verwirrung über mögliche effektive Trainingsprogramme. VERHOSHANSKY und TATJAN begannen damit die Schnellkraft mittels Kraft-Zeit-Kurven näher zu analysieren und konnten dieses Kraftverhalten mit den zugrunde liegenden Teilkomponenten neu aufteilen. Gerade diese Neustrukturierung der bis Anfang der 80er Jahre herrschenden gleich gewichteten Aufteilung der einzelnen Kraftfähigkeiten sorgte für neue Betrachtungsweisen des Schnellkraftverhaltens. Die Maximalkraft wurde nun mehr als Basisfähigkeit verstanden und somit eine hierarchische Strukturierung eingeführt. Diese Neueinteilung beeinflusste in besonderem Maße die methodischen Konzepte, welche innerhalb der Trainingspraxis Anwendung fanden.
So gibt BÜHRLE (1985) an: „Die traditionelle Komponenten Maximalkraft und Schnellkraft sind häufig unzulänglich interpretiert und vor allem in ihrem Zusammenhang nicht richtig erkannt.“ PAMPUS (2001) folgert bezüglich dieser Gegebenheit: „Das impliziert, dass in der Praxis nicht effizient trainiert wurde, so dass dadurch möglicherweise in einigen Sportarten eine optimale Leistung gehemmt wurde.“
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Wandel im Verständnis der menschlichen Kraftfähigkeit und die Notwendigkeit, traditionelle Trainingskonzepte im Schnellkraftbereich neu zu bewerten und methodisch zu strukturieren.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine tiefgehende Analyse der muskulären Kontraktionsformen, der physiologischen Grundlagen der Kraftentfaltung und der methodischen Ansätze zur Verbesserung von Maximalkraft und Schnellkraft.
3. Literaturvorstellung zu den Trainingssystemen: Hier werden die Trainingssysteme Plyometrics und Complex Training sowie das physiologische Prinzip der Postactivation-Potentiation anhand der aktuellen Fachliteratur vorgestellt.
4. Untersuchungsmethodik: Dieser Teil beschreibt das Design der empirischen Studie, einschließlich der Probandengruppen, der spezifischen Trainingsprogramme und der eingesetzten diagnostischen Verfahren zur Leistungsmessung.
5. Untersuchungsergebnisse: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten der acht-wöchigen Trainingsstudie in Bezug auf Sprint- und Sprungkraftleistungen deskriptiv und statistisch ausgewertet.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden hier kritisch hinterfragt, mit der Fachliteratur abgeglichen und methodische Grenzen des Studiendesigns reflektiert.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die zentralen Befunde zur Wirksamkeit der Trainingsmethoden zusammen und bewertet die Hypothesen der Arbeit.
8. Folgerung für die Trainingspraxis: Hier werden praktische Empfehlungen für Trainer und Athleten abgeleitet, wie die vorgestellten Trainingssysteme effizient in die Trainingspraxis integriert werden können.
Schnellkraft, Plyometrics, Complex Training, Maximalkraft, Sprungkraft, Postactivation-Potentiation, neuromuskuläre Adaptation, Kraft-Zeit-Kurve, Trainingseffektivität, Sportwissenschaft, Leistungsdiagnostik, Kontraktionsformen, Reaktivkraft, Muskelfasertypen, Sprungtraining
Die Arbeit vergleicht die Effektivität von plyometrischem Training und Complex Training hinsichtlich der Leistungssteigerung der Schnellkraft bei Sportlern.
Die Schwerpunkte liegen auf der physiologischen Grundlage der Kraftentfaltung, der Darstellung verschiedener Trainingsmethoden und der empirischen Untersuchung von Sprung- und Sprintleistungen unter den beiden genannten Trainingssystemen.
Das Ziel ist festzustellen, ob ein Complex Training einen signifikant höheren Zuwachs an Schnellkraft ermöglicht als ein traditionelles, isoliertes plyometrisches Training.
Es wurde eine achtwöchige Trainingsstudie mit Probanden durchgeführt, bei der Leistungsdaten durch Prä- und Posttests (fliegende 20m-Sprints, Abalakov-Test, Standweitsprung) erhoben und statistisch mittels t-Tests ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Literaturvorstellung beider Trainingssysteme sowie in eine detaillierte Ausarbeitung der Untersuchungsmethodik und der erzielten Ergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Schnellkraft, Plyometrics, Complex Training, Postactivation-Potentiation, Leistungsdiagnostik und Kraft-Zeit-Verläufe.
Die Ergebnisse zeigen, dass zwar beide Systeme die Sprungkraft signifikant verbessern konnten, jedoch kein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen hinsichtlich der Überlegenheit eines Systems statistisch nachgewiesen werden konnte.
Nein, aufgrund der hohen mechanischen Belastung für den Bewegungsapparat sind diese hochintensiven Methoden nur für Sportler ohne orthopädische Vorbelastungen und mit einer gewissen Grundvorerfahrung empfehlenswert.
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