Masterarbeit, 2012
150 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Energiewende im kommunalen Fokus
1.2. Zielstellung und Aufbau der Arbeit
1.3. Aktuelle Studien zur kommunalen Energiewende
1.4. Methodik
1.4.1. Wissenschaftlicher Forschungsansatz
1.4.2. Fallstudien in der quantitativen & qualitativen Forschung
1.4.3. Fragebogenerhebung und Experteninterviews
2. Rahmenbedingungen der kommunalen Energiewende
2.1. Energiepolitische Rahmenbedingungen
2.1.1. Energiepolitik der Europäischen Union
2.1.2. Energiepolitik der Bundesrepublik Deutschland
2.1.3. Energiepolitik im Freistaat Sachsen
2.2. Raumplanerische Rahmenbedingungen der Energiewende
2.2.1. Raumplanung auf Bundes- und Landesebene
2.2.2. Rolle der Regionalplanung
2.3. Kommunen als Wegbereiter der Energiewende
3. Umsetzungsinstrumente der kommunalen Energiewende
3.1. Formelle Umsetzungsinstrumente
3.1.1. Flächennutzungsplan
3.1.2. Bebauungsplan
3.1.3. Städtebauliche Veträge
3.2. Informelle Umsetzungsinstrumente
3.2.1. Energiemanagement-Instrumente
3.2.1.1. Kommunale Initialberatung
3.2.1.2. Kommunales Energiemanagement
3.2.1.3. European Energy Award®
3.2.1.4. Kommunales Klimaschutz- und Energiekonzept
3.2.2. Öffentlichkeitsarbeit und Beratungssangebote
3.2.3. Finanzierungsinstrumente
4. Energieregion - interkommunale Kooperation in der Energiewende
4.1. Etablierung einer Energieregion
4.2. Einrichtung einer Energieleitstelle
4.3. Aktivierung des Akteursnetzwerks vor Ort
4.4. Bedeutung lokaler Energieversorgungsunternehmen
4.5. Bürgerbeteiligung als „Erfolgsrezept“
5. Identifikation von Bewertungsschwerpunkten
5.1. Fördernde und hemmende Faktoren der kommunalen Energiewende
5.2. Bewertungsschwerpunkte zur Bedeutung der Energieleitstelle für die Energieregion
6. Fallbeispiel Energieregion-Erzgebirge
6.1. Regionalanalyse
6.2. Energieautarke Modellregion
6.3. Untersuchungsergebnisse
6.3.1. Ergebnisse der Expertengespräche
6.3.2. Ergebnisse der Fragebogenerhebung
6.3.2.1. Problembewusstsein
6.3.2.2. Öffentlichkeitsarbeit
6.3.2.3. Aktivitäten und Projekte
6.3.2.4. Einschätzungen zur Energieleitstelle
6.3.2.5. Kommunale Erzeugungs- und Verbrauchsstruktur
6.4. Beurteilung der Auswertungsergebnisse
6.5. Methodenkritik
7. Zukünftige Bedeutung von Energieleitstellen
7.1. Fazit und Zusammenfassung
7.2. Handlungsempfehlungen
7.3. Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung von Energieleitstellen als Instrument der interkommunalen Kooperation für die kommunale Energiewende zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit diese Koordinierungsstellen das Handeln von Kommunen konkret beeinflussen und zur Beschleunigung der Energiewende beitragen.
1.1. ENERGIEWENDE IM KOMMUNALEN FOKUS
Die derzeitige Diskussion zur sogenannten Energiewende wurde nicht erst mit dem aktuellen atomaren Super-GAU im Kernkraftwerk Fukushima (Japan) entfacht. Der Begriff Energiewende trat erstmals Anfang der 1980er-Jahre durch einen Forschungsbericht des Öko-Instituts an die Öffentlichkeit und wurde in den folgenden Jahren durch Forschung, Politik und Medien aufgegriffen. Er bezeichnet die Abkehr von (in menschlichen Maßstäben) endlichen Energierohstoffen wie Kohle, Erdöl, Erdgas oder Uran, hin zu erneuerbaren Energiequellen. Neben der Endlichkeit dieser Rohstoffe bezieht sich der wohl wesentlichere Aspekt dabei auf die negativen Umweltauswirkungen, die sowohl bei der Gewinnung als auch bei der anschließenden Nutzung dieser Rohstoffe zutage treten.
Erneuerbare Energien garantieren in diesem Zusammenhang nicht nur den Klima- und Umweltschutz, sondern wirken außerdem geopolitisch stabilisierend, da für eine ökonomisch effiziente Energieversorgung mit erneuerbaren Energien ein engmaschiges, aber gleichzeitig länderübergreifendes Energienetzwerk notwendig ist. Dieser Umstand wirkt sich wiederum direkt auf die Versorgungssicherheit aus. Die ETHIKKOMMISSION SICHERE ENERGIEVERSORGUNG (2011:9) schreibt hierzu: „Die Energiewende muss als Gemeinschaftswerk für die Zukunft so gestaltet werden, dass Energie sicher, umwelt- und sozialverträglich sowie zu wettbewerbsfähigen Preisen bereitgestellt wird.“
An dieser Stelle zeigt sich die zentrale Rolle der Kommunen bei der Energiewende als Akteur innerhalb einer nachhaltigen und zukünftig mehr dezentralisierten Energieversorgung. Dezentralität bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Energieproduktion durch erneuerbare Energien dort erfolgen sollte, wo durch die entsprechenden Standortbedingungen die Wirtschaftlichkeit am höchsten ist. Als Grundlage einer nachhaltigen Energieversorgung gilt das sgn. „Zieldreieck der Energiepolitik“, welches u.a. die Eckpunkte des 2007 beschlossenen Integrierten Energie- und Klimaprogramms (IEKP) bildet. Das Gleichgewicht zwischen Klima- und Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit ist ein ausschlaggebender Punkt nachhaltiger Energiepolitik. Das im September 2010 veröffentlichte Energiekonzept der Bundesregierung sieht nicht nur den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien und die Erhöhung der Energieeffizienz vor, sondern auch einen weiteren Ausbau des Stromnetzes.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Energiewende ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen mittels Fallstudienanalyse.
2. Rahmenbedingungen der kommunalen Energiewende: Dieses Kapitel erläutert die energiepolitischen und raumplanerischen Vorgaben auf EU-, Bundes- und Landesebene, die den Handlungsrahmen der Kommunen bilden.
3. Umsetzungsinstrumente der kommunalen Energiewende: Es werden formelle und informelle Planungsinstrumente vorgestellt, die Kommunen zur Förderung von Klimaschutz und erneuerbaren Energien einsetzen können.
4. Energieregion - interkommunale Kooperation in der Energiewende: Dieses Kapitel analysiert die Energieregion als spezielle Kooperationsform und beleuchtet die Rolle der Energieleitstelle sowie die Aktivierung lokaler Akteure.
5. Identifikation von Bewertungsschwerpunkten: Hier werden fördernde und hemmende Faktoren der Energiewende systematisiert, um Kriterien für die nachfolgende Auswertung der Ergebnisse zu definieren.
6. Fallbeispiel Energieregion-Erzgebirge: Im Hauptteil wird die Energieregion-Erzgebirge detailliert analysiert, inklusive der Ergebnisse aus Expertengesprächen und einer Fragebogenerhebung in den beteiligten Kommunen.
7. Zukünftige Bedeutung von Energieleitstellen: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Arbeit von Energieleitstellen in interkommunalen Kooperationen gegeben.
Energiewende, Kommunale Energiewende, Energieleitstelle, Energieregion, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Interkommunale Kooperation, Energieautarkie, Klimaschutz, Regionalplanung, Bauleitplanung, Akteursnetzwerk, Energieberatung, Contracting, Kommunales Energiemanagement
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Energieleitstellen als Instrument der interkommunalen Kooperation bei der Umsetzung der Energiewende in kleineren Kommunen.
Die Themenfelder umfassen energiepolitische Rahmenbedingungen, kommunale Planungsinstrumente, Formen der interkommunalen Zusammenarbeit sowie die Identifikation von fördernden und hemmenden Faktoren für Energiewendeprozesse.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit Energieleitstellen innerhalb einer Energieregion die lokale Umsetzung der Energiewende konkret beeinflussen und vorantreiben.
Die Arbeit nutzt einen methodischen Mix aus Literatur- und Dokumentenauswertung, einer schriftlichen Fragebogenerhebung bei den Mitgliedskommunen sowie leitfadengestützten Experteninterviews.
Der Hauptteil analysiert das Fallbeispiel der Energieregion-Erzgebirge und wertet die Wirksamkeit der dortigen Energieleitstelle anhand von Experteninterviews und Daten aus der Fragebogenerhebung aus.
Kernbegriffe sind Energieregion, Energieleitstelle, kommunale Energiewende, interkommunale Kooperation, Energieeffizienz und lokale Akteursnetzwerke.
Kümmerer, wie etwa engagierte Bürgermeister oder lokale Vereine, fungieren als essenzielle Promotoren vor Ort, ohne deren persönlichen Einsatz die Umsetzung der Energiewende in der Kommunalverwaltung oft ins Stocken gerät.
Die Analyse zeigt, dass Energieleitstellen ein hilfreiches Instrument sind, ihre Wirkung jedoch stark davon abhängt, ob in den Kommunen bereits ein Grundverständnis und ein Wille zur Energiewende vorhanden sind; zudem dient sie als Schnittstelle für die Akquisition von Fördergeldern und die Koordination lokaler Akteure.
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