Bachelorarbeit, 2011
52 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Einkommensverteilung & Empirische Daten
2.1 Faktorspezifische Formulierung der Fähigkeitenprämie
2.2 Empirische Ergebnisse
2.2.1 Verlauf Fähigkeitenprämie
2.2.2 Länderübergreifende Unterschiede
2.2.3 Nachfrageffekte durch Computereinsatz
2.3 Totale Faktorproduktivität und sektorale Betrachtung
2.3.1 Probleme der Messung
2.3.2 Modellierung Investment-spezifischer Produktivität
2.3.3 Messungen der sektoralen Produktivitäten
2.3.4 Erklärungen für stagnierende totale Faktorproduktivität
3 Erklärungsansätze von Gestalt und Auswirkungen des Technologischen Fortschritts
3.1 Komplementarität Investitionskapital-Fähigkeitenprämie
3.2 Nelson-Phelps-Hypothese
3.2.1 Wendepunkt im Jahr 1974
3.2.2 Residuale Ungleichheit und individuelle Entscheidung
3.2.3 Schumpetersche Innovationsprozess
3.3 Endogener technischer Fortschritt
3.4 Gewerkschaften
4 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den technologischen Fortschritt im Hinblick auf dessen Einfluss auf die Allokation von Produktionsfaktoren und die daraus resultierende qualifikationsabhängige Lohnungleichheit. Das zentrale Ziel ist es, die Ursachen für die historisch beobachtbare Bevorzugung hochqualifizierter Arbeitnehmer gegenüber niedrigqualifizierten Kräften durch formale Modelle und empirische Befunde zu analysieren und theoretisch zu begründen.
2.1 Faktorspezifische Formulierung der Fähigkeitenprämie
Im Folgenden werden anhand formaler Darstellungen Zusammenhänge von Lohnhöhe und Qualifikation auf Grundlage der Zusammensetzung von Angebot und Nachfrage erläutert, wobei erste Wirkungskanäle sichtbar werden, die einen Einfluss auf die relative Entlohnung von hoch- zu niedrigqualifizierter Arbeit besitzen. Grundlage dieser Überlegung ist die Annahme, dass der gesamtwirtschaftliche Produktionsprozess durch den Faktoreinsatz von hoch- und niedrigqualifizierter Arbeit erklärbar ist. Die folgende Herleitung der Fähigkeitenprämie ist Bestandteil der Arbeit von mehreren empirischen Erklärungen (Katz, L.F und K.M.,Murphy(1992), Katz, L.F. und D.H., Autor(1998)). Die dargestellte Herleitung ist aus Acemoglu, D.(2002) entnommen, wobei eine CES-Produktionsfunktion folgender Gestalt angenommen wurde:
Y (t) = [((Al) (t) L (t))ρ + (Ah (t) H (t))ρ]1/ρ
Die Produktionsfunktion wurde von Acemoglu, D.(2002) mit folgenden Interpretationsmöglichkeiten gegeben:
1. Es existiert nur ein Gut, welches in unvollkommener Substitution von Niedrig- und Hochqualifizierten hergestellt wird.
2. Es existieren zwei Güter in zwei Produktionssektoren, wobei Niedrig- und Hochqualifizierte jeweils in einem Sektor ein Gut produzieren.
3. Es existieren zwei Güter, es ist jedoch möglich, beide Güter durch Kombination unterschiedlicher Qualifikationsniveaus, zu produzieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung definiert das Forschungsziel der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen technologischem Fortschritt, Allokation der Produktionsfaktoren und der resultierenden Lohnungleichheit.
2 Einkommensverteilung & Empirische Daten: Dieses Kapitel liefert eine formale Herleitung der Fähigkeitenprämie und analysiert empirische Daten zur Lohnentwicklung sowie sektorale Produktivitätseffekte.
3 Erklärungsansätze von Gestalt und Auswirkungen des Technologischen Fortschritts: Hier werden theoretische Modelle wie die Nelson-Phelps-Hypothese und der Einfluss von Investitionskapital sowie Gewerkschaften zur Erklärung der Lohnungleichheit diskutiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung von differenzierten Wirkungskanälen für das Verständnis der qualifikationsabhängigen Lohnungleichheit.
Technologischer Fortschritt, Fähigkeitenprämie, Einkommensverteilung, Lohnungleichheit, Qualifikation, Investitionskapital, Produktivität, Faktorallokation, CES-Produktionsfunktion, Nelson-Phelps-Hypothese, Gewerkschaften, Arbeitsmarkt, Humankapital, Technologischer Bias, Innovationsprozess.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des technologischen Wandels auf die Lohnunterschiede zwischen hoch- und niedrigqualifizierten Arbeitskräften.
Die Schwerpunkte liegen auf der formalen Herleitung von Lohnprämien, der empirischen Analyse von Arbeitsmarktdaten und der Diskussion theoretischer Erklärungsmodelle für den technologischen Fortschritt.
Das Ziel ist die theoretische und empirische Fundierung der Beobachtung, dass technologischer Wandel zu einer zunehmenden Bevorzugung hochqualifizierter Arbeitnehmer führt.
Die Arbeit nutzt überwiegend ökonomische Modellierung mittels Produktionsfunktionen (insbesondere CES-Funktionen) sowie die Auswertung und Diskussion einschlägiger empirischer Literatur.
Der Hauptteil analysiert die formale Modellierung der Fähigkeitenprämie, empirische Trends, sektorale Produktivitätsunterschiede sowie spezifische Erklärungsansätze wie die Nelson-Phelps-Hypothese.
Wichtige Begriffe sind Fähigkeitenprämie, technologischer Fortschritt, Einkommensungleichheit, Investitionskapital und Qualifikationsniveau.
Es wird als Wendepunkt in der technologischen Entwicklung identifiziert, an dem ein signifikanter Strukturbruch bei den Preisen des Investitionskapitals festzustellen ist.
Gewerkschaften wirken tendenziell kompressiv auf die Lohnstruktur, verlieren jedoch in den USA an Durchsetzungskraft, was zur Zunahme der Lohnspreizung beiträgt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

