Examensarbeit, 2011
10 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen des DRG – Systems
2.1 Definition DRG
2.2 Geschichtlicher Ursprung der DRG´s
2.3 Aufbau der DRG´s
2.4 Vergütung für den Behandlungsfall
3. Auswirkungen des DRG-Systems im Krankenhaus
3.1 Aufgaben des Managements
3.2 Anforderungen an das Pflegepersonal
3.3 Eine Studie über die Auswirkungen des DRG-Systems
4. Fazit
Die Arbeit untersucht das DRG-System als aktuelles Vergütungsmodell im Krankenhauswesen, um dessen Vor- und Nachteile sowie die praktischen Auswirkungen auf Management, Pflegepersonal und Patientenversorgung zu analysieren und kritisch zu bewerten.
2.3 Aufbau der DRG´s
Die Absicht bei der Entwicklung von DRG´s war es, Patientengruppen mit ähnlichen Kosten zusammenzufassen und pauschal abzurechnen. Die Anordnung der DRG´s besteht aus einem vierstelligen Code, einem Großbuchstaben, einem zweistelligen Code und endet mit einem Großbuchstaben. Die Daten eines Patienten also Hauptdiagnose, Nebendiagnose, Therapie, Alter, Liegedauer und ggf., Beatmung, Neugeborenen Gewicht und Entlassungsart müssen vorliegen und werden dann in den so genannten Grouper eingetragen, welcher dann die DRG berechnet. Der Grouper ist ein lizensiertes Computerprogramm.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung wäre eine Patientin, welche stationär aufgenommen wird mit einer Appendizitis und anschließender Operativer Entfernung des Appendix. Die Patientin ist 25 Jahre alt und ist weder Pflegebedürftig noch hat sie irgendwelche Nebendiagnosen. Der Codier Schlüssel dieser Patientin ist: G 02 Z
Zunächst einmal wird die erste Diagnose, also die Hauptdiagnose festgestellt, welche zum stationären Aufenthalt geführt hat. Diese besteht aus 23 MDC´s (Major Diagnostic Categories) oder anders Hauptdiagnose Kategorien, die sich auf die Anatomie des Körpers und den wichtigsten Organen innerhalb des Körpers beziehen. Zu jeder Hauptdiagnose gehört ein Code, welcher sich in alphabetischer Reihenfolge an den MDC-Nummern orientiert, also im genannten Beispiel bezeichnet der erste Buchstabe G des Codier Schlüssels eine Erkrankung der Verdauungsorgane.
1. Einleitung: Der Autor stellt die Relevanz des Themas DRG-System für seine Ausbildung dar und erläutert seine Vorgehensweise, um die Auswirkungen auf das Krankenhauswesen zu untersuchen.
2. Theoretische Grundlagen des DRG – Systems: Dieses Kapitel definiert den Begriff DRG, beschreibt dessen historischen Ursprung in den USA und Australien sowie den technischen Aufbau des Klassifikationssystems.
3. Auswirkungen des DRG-Systems im Krankenhaus: Hier werden die veränderten Anforderungen an das Management, die Bedeutung einer präzisen Pflegedokumentation und gängige Mythen sowie die Realität der Auswirkungen analysiert.
4. Fazit: Das abschließende Urteil betrachtet das DRG-System zwiespältig, betont die Notwendigkeit von Qualitätsmanagement und fordert, den Menschen trotz zunehmendem Kostendruck in den Mittelpunkt zu stellen.
DRG, Krankenhaus, Vergütungssystem, Diagnosebezogene Gruppen, Patientenversorgung, Fallpauschale, Management, Pflegedokumentation, Gesundheitswesen, Kodierung, Krankenhaus Düren, Kostendruck, Wirtschaftlichkeit, stationäre Leistungen, Wettbewerb
Die Arbeit behandelt das DRG-System (Diagnosis Related Groups) als das aktuell maßgebliche Bezahlsystem für Krankenhäuser und beleuchtet dessen Vor- und Nachteile aus der Sicht eines Auszubildenden in der Krankenpflege.
Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen des Abrechnungsmodells, die organisatorischen Veränderungen im Klinikmanagement sowie die spezifischen Anforderungen an das Pflegepersonal.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis über die wirtschaftlichen Zusammenhänge im Krankenhaus zu erlangen und die Auswirkungen der fallpauschalen Vergütung kritisch zu hinterfragen.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturrecherche, Internetquellen sowie Experteninterviews, konkret Gespräche mit der Stationsleitung, um das Thema praxisnah zu erschließen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition und den Aufbau der DRGs sowie eine detaillierte Analyse der Konsequenzen für Management und Pflegepersonal, inklusive einer Untersuchung gängiger Thesen zum DRG-System.
Wichtige Begriffe sind DRG, Fallpauschale, Vergütung, Pflegedokumentation, Wirtschaftlichkeit, Krankenhausmanagement und Versorgungsqualität.
Die Vergütung ergibt sich aus dem Basisfallwert multipliziert mit einem Relativgewicht, gegebenenfalls ergänzt um Zuschläge, zum Beispiel für Intensivbehandlungen.
Die Dokumentation ist essenziell, um den individuellen Pflegeaufwand und notwendige Ressourcen nachvollziehbar zu machen, was wiederum maßgeblich für die korrekte Eingruppierung in die DRG-Fallgruppe ist.
Die Befürchtung, Krankenhäuser würden nur die wirtschaftlich lukrativsten Patienten behandeln, wird im Text thematisiert, konnte jedoch nach Auffassung des Autors nicht bestätigt werden.
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