Hausarbeit, 2012
14 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Definitionen Empowerment und Disempowerment
2.2 Geschichte des Empowermentbegriffs
2.3 Empowerment als Managementstrategie
2.3.1 Ziele, Bedingungen und Methoden
2.3.2 Drei Schlüsselvoraussetzungen zum Empowerment
2.3.2.1 Das Teilen von Informationen
2.3.2.2 Autonomie durch Grenzen
2.3.2.3 Teams statt Hierarchien
2.3.3 Chancen von Empowerment als Managementstrategie
2.3.4 Herausforderungen von Empowerment als Managementstrategie
2.4 Empowerment als Handlungskonzept im Sozial- und Gesundheitskontext
2.4.1 Ziele von Empowerment im Sozial- und Gesundheitskontext
2.4.2 Empowerment-Phasen im Sozial- und Gesundheitskontext
2.4.3 Das neue Selbstverständnis der Professionellen
2.4.4 Chancen von Empowerment im Sozial- und Gesundheitskontext
2.4.5 Herausforderungen von Empowerment im Sozial- und Gesundheitskontext
3. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht, ob das Konzept des Empowerments eine realistische und bereichernde Management- und Handlungsstrategie für das Sozial- und Gesundheitswesen darstellt oder lediglich ein utopisches Wunschbild ist. Im Fokus steht dabei die Analyse der theoretischen Grundlagen, notwendiger Voraussetzungen für die praktische Umsetzung sowie der spezifischen Chancen und Herausforderungen in diesen Sektoren.
2.3.2.1 Das Teilen von Informationen
Mitarbeiter zu bevollmächtigen, bedeutet, ihnen Zugang zu allen Informationen zu gewähren, die das Unternehmen betreffen (vgl. Blanchard/Carlos/Randolph 2003, S. 36). Diese Transparenz oder „Informationsexplosion“ (ebd., S. 38) vermag es, die internen institutionellen Trennlinien und Grenzen aufzuheben und zu zersetzen. Die Investition von Mut und Vertrauen in Angestellte durch eine offene Informationspolitik wird ein erhöhtes Maß an Selbstvertrauen und Eigenverantwortlichkeit zur Folge haben (ebd., S. 38ff.). Durch das Offenlegen aller Informationen kann ein Verständnis und eine Beteiligung aller für die Firmensituation erreicht werden. Dazu dient konkret das Infrage stellen der bisherigen Strukturen einer Organisation zugunsten des Empowerment durch die Belegschaft (ebd., S. 59). Das Aufheben der Exklusivität erhöht das Gefühl der Teilhaberschaft, welches sich in aktivem Handeln zugunsten der Firma niederschlägt (ebd., S. 36). So gelingt es leichter, gemeinsam Ziele zu erarbeiten, die von allen Mitarbeitern aktiv verwirklicht werden wollen (ebd., S. 42). Die Verweigerung von Dateneinsicht könnte hingegen zur Folge haben, dass sich Mitarbeiter unwürdig, ausgeschlossen und minderwertig fühlen (ebd., S. 39).
1. Einleitung: Die Einleitung definiert Empowerment als Prozess zur (Wieder-)Aneignung von Selbstbestimmung und formuliert das Ziel, die Umsetzbarkeit dieses Ansatzes in verschiedenen Fachbereichen kritisch zu prüfen.
2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Herleitung, die Untersuchung von Empowerment als Managementstrategie mittels konkreter Schlüsselfaktoren sowie eine detaillierte Betrachtung des Empowerment-Handlungskonzepts im Sozial- und Gesundheitssektor.
3. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung schließt mit der Erkenntnis, dass Empowerment einen lebensnahen und flexiblen Prozess darstellt, der bei gezielter Förderung und Ressourcennutzung eine eigenverantwortliche Gestaltung von Arbeits- und Lebensräumen ermöglicht.
Empowerment, Disempowerment, Managementstrategie, Sozialwesen, Gesundheitswesen, Selbstbestimmung, Empowerment-Phasen, Teilhaberschaft, Organisationsentwicklung, Eigenverantwortung, Professionelle, Ressourcenorientierung, Teamarbeit, Partizipation, Veränderungsprozesse
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Empowerment ein praxisnaher Ansatz für die Bereiche Management, Soziales und Gesundheit ist oder als unrealistisches Idealbild betrachtet werden muss.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Empowerment-Begriffs, seine Anwendung als Strategie zur Mitarbeiterführung sowie sein Einsatz als Handlungskonzept in psychosozialen und gesundheitlichen Hilfskontexten.
Das Ziel ist es, Chancen und Herausforderungen bei der Implementierung von Empowerment zu identifizieren und die notwendigen Bedingungen für einen erfolgreichen Transformationsprozess herauszuarbeiten.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den Begriff historisch und konzeptionell einzuordnen und verbindet dies mit der Reflexion von Methoden und Phasen aus der psychosozialen und managementorientierten Fachliteratur.
Der Hauptteil analysiert zunächst die Definitionen und die Entstehungsgeschichte, beleuchtet dann die drei Schlüsselfaktoren (Information, Autonomie, Teams) im Management und überträgt das Modell anschließend auf das Sozial- und Gesundheitswesen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Empowerment, Eigenverantwortung, Partizipation, Organisationsentwicklung, Ressourcenorientierung und ein neues professionelles Selbstverständnis charakterisiert.
Fehler werden in diesem Konzept als notwendiger Bestandteil des Lern- und Optimierungsprozesses begriffen, wobei anstelle von Schuldzuweisungen das Lernpotential für alle Beteiligten im Fokus steht.
Professionelle agieren nicht mehr primär als Betreuer oder Dirigenten, sondern als Kooperationspartner, die Klienten durch persönliche Assistenz und Lebenswegbegleitung zur Selbsthilfe befähigen.
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