Hausarbeit (Hauptseminar), 2004
25 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Bildung und Erziehung in der DDR von 1945 bis 1960
1.1. Schulbildung
1.2. Jugendweihe und „Weltall-Erde-Mensch“
2. Mosaik von 1955 bis 1990
2.1. Allgemeiner historischer Abriss
2.2. Die Autoren
2.2.1. H.J. Dominiks Werke als Vorbild für L. Dräger
3. die Weltraumserie / Neosserie
3.1. Sputnik-Schock und Faszination – Weltraum
3.2. inhaltlicher Abriss der Weltraumserie
3.3. der bildende und erzieherische Charakter
Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht den bildenden und erzieherischen Gehalt der DDR-Comicreihe „Mosaik“, insbesondere am Beispiel der Weltraumserie, und prüft kritisch, ob das Medium Comic über eine reine Unterhaltungsfunktion hinaus didaktische Ziele verfolgte.
3.1. Sputnik-Schock und Faszination - Weltraum
Als am 04.Oktober 1957 die Sowjetunion den ersten Satelliten „Sputnik 1“ in den Weltraum schickte, sollte nicht nur „eine neue Ära der Wissenschaft“ eingeläutet werden. Das Thema Weltall und Weltraumfahrt konnte sich schlagartig einer, in den Maßen noch nie da gewesenen, Faszination bei den Menschen erfreuen, da die technische Errungenschaft - ein Flugkörper in der Erdumlaufbahn - den Kosmos plötzlich in greifbare Nähe brachte. Das politisch und gesellschaftswissenschaftlich unter der Bezeichnung „Sputnik-Schock“ bekannte Ereignis stelle u.a. einen Höhepunkt des „Kalten Krieges“ zwischen den USA und den Staaten des Ostblocks dar, denn „[a]ngesichts solch schwerer Satelliten mussten die Sowjets im Besitz riesiger Raketen und neuartiger Treibstoffe sein“, die sie somit in die Lage versetzten, den USA, wenn sie wollten, durch den Abschuss einer Atombombe erheblichen Schaden zufügen zu können. Der Start von „Sputnik 1“ führte bis Mitte der 60er Jahre zu einer Art „Wettrennen“ zwischen der SU und den USA, das mit der Landung auf dem Mond vorerst ein Ende fand.
Was nun für die Wissenschaftler Technik, Physik und Astronomie war, bedeutete für Intellektuelle die geisteswissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Weltraum. Weltweit sahen sich Autoren berufen ihre futuristischen Romane, begründet auf der eigenen Faszination das All und die Sterne betreffend, auf typografischem Weg einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Roman „Solaris“ Stanislaw Lems sei nur als ein Beispiel für den ausländischen Diskurs mit der Weltraumfahrt genannt. Aber auch in der DDR fesselte die Unendlichkeit des Raums über ihnen etliche Autoren. Sie sahen jedoch nicht nur die ästhetische Wirkung des Kosmos, sondern warfen auch die Frage auf, inwieweit der Politik jetzt die Möglichkeiten gegeben waren die nationalen Interessen transnational dem Weltraum zuzuwenden, sozusagen die Faszination des Weltraums also auch in friedensstiftender Weise zu nutzen.
1. Bildung und Erziehung in der DDR von 1945 bis 1960: Das Kapitel beleuchtet die bildungspolitischen Umbrüche in der frühen DDR, von der Schulreform bis zur Einführung der Jugendweihe als sozialistisches Ritual.
2. Mosaik von 1955 bis 1990: Hier werden Entstehungsgeschichte, Autorenkonstellationen und die Bedeutung der Comicserie innerhalb der DDR-Kulturlandschaft analysiert.
3. die Weltraumserie / Neosserie: Dieses zentrale Kapitel untersucht die didaktische Komponente der Weltraum-Abenteuer der Digedags vor dem Hintergrund des zeitgenössischen wissenschaftlichen Fortschritts.
Mosaik-Comics, DDR, Bildungspolitik, Weltraumserie, Erziehung, Digedags, Sputnik-Schock, Didaktik, Hannes Hegen, Lothar Dräger, sozialistische Lebensweise, Comicforschung, Jugendweihe, Weltall-Erde-Mensch, Polytechnik
Die Arbeit untersucht, inwiefern die DDR-Comicreihe „Mosaik“ neben ihrem Unterhaltungswert auch einen bildenden und erzieherischen Auftrag erfüllte.
Neben der Comic-Analyse stehen die Bildungs- und Erziehungspolitik der DDR sowie die Einflüsse von Science-Fiction-Literatur auf die Gestaltung der Comics im Mittelpunkt.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit die Vorwürfe gegen das „Mosaik“ als Trivialliteratur berechtigt waren und ob die Hefte tatsächlich einen bildenden Charakter besaßen.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte und zeitgenössische Quellen zur Bildungsgeschichte in der DDR einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der DDR-Bildungspolitik, die Autorenbiografien von Hegen und Dräger sowie eine detaillierte Untersuchung der „Weltraumserie“.
Wichtige Begriffe sind Mosaik-Comics, DDR-Bildungssystem, didaktische Funktion, Sputnik-Schock und das Wirken von Hannes Hegen und Lothar Dräger.
Das Buch dient als Vergleichsobjekt, da die Illustrationen im „Mosaik“ Ähnlichkeiten mit den didaktischen Darstellungen in diesem Jugendweihe-Standardwerk aufweisen.
Die Serie dient als Fallbeispiel, um zu zeigen, wie technische und gesellschaftliche Themen der DDR-Zeit direkt in die Handlung der Comics integriert wurden.
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