Hausarbeit (Hauptseminar), 2010
14 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Soziale Einzelfallhilfe
1.1 Historische Aspekte
1.2 Grundsätze der sozialen Einzelfallhilfe
1.3 Phasen der sozialen Einzelfallhilfe
2. Case Management
2.1 Historische Aspekte
2.2 Grundsätze des Case-Management
2.3 Phasen des Case-Management
3. Was ist neu am Case Management im Vergleich zur sozialen Einzelhilfe?
Diese Arbeit untersucht die methodischen Unterschiede zwischen der klassischen sozialen Einzelfallhilfe und dem modernen Case Management, um insbesondere die spezifischen Innovationen und neuen Ansätze des Case Managements in der sozialen Altenhilfe zu identifizieren.
1.1 Historische Aspekte
Die Soziale Einzelhilfe nimmt ihren Anfang aus den USA. Seit dem das Buch „Social Diagnosis“ von Mary Richmond im Jahr 1917 veröffentlich wurde, wird „Einzelfallhilfe“ wissenschaftlich berücksichtigt. Im Mittelpunkt dieses Buchs steht die Ermittlung von tatsächlichen Informationen zur Persönlichkeit und zur Situation eines Hilfebedürftigen. Mit diesem Buch wurde zum ersten Mal eine systematische Arbeitsmethode dargestellt, die die Vorgehensweise der ehrenamtlich Tätigen in den USA vorstellte. Richmond sammelte Fälle aus der Praxis der FürsorgerInnen, danach systematisierte und analysierte sie diese im Bezug auf Vorgehensweise und erfolgreiche Handlungsschritte. So versuchte sie in ihrem Werk „Social Diagnosis“ „das methodische Handeln von FürsorgerInnen empirisch fundiert lehr- und lernbar zu machen“ (Galuske 2003, S.74), außerdem sah sie die SozialarbeiterIn als „soziale Ärztin“, die mit nacheinander folgender und professioneller Anwendung von Anamnese, Diagnose und Therapie „soziale Erkrankungen“ von Individuen „heilen“ kann (vgl. Meinhold 2007, S. 361; Galuske 2003, S.73 f.).
In Deutschland wurde, aus den USA stammende Methode der Sozialen Einzellfallhilfe bzw. Case Work, in 20er Jahren bekannt gemacht und weiterentwickelt. Dies geschah durch Alice Salomon, die im Jahr 1926 ihr Konzept „Soziale Diagnose“ veröffentlich hatte. Sie hat diese Methode auf deutsche Verhältnisse angepasst und erste wissenschaftliche Begründungen für diese erarbeitet (vgl. Neuffer 2002, S. 39). „Soziale Diagnose“ war der Anhaltspunkt der Hilfeleistung. Zuerst wurden die Bezugsrahmen der sozialen Diagnose von dem medizinischen Denkmodell beeinflusst. Dabei wurde Massenarmut als „Krankheit“ und der Sozialarbeiter als „Sozialarzt“ verstanden. Danach nahm die Psychoanalyse immer mehr Einfluss auf die Einzelfallhilfe. Als Folge deren war die zunehmende aktive Rolle der KlientInnen und Definierung der Einzelfallarbeit nicht mehr durch „Dienst am Kranken“, sondern durch „Hilfe zur Selbsthilfe“ (vgl. Meinhold/Guski 1984, zit. in Meinhold 2007, S. 361).
Einleitung: Die Einleitung skizziert die Notwendigkeit sozialer Unterstützung und stellt die beiden zu untersuchenden Methoden, soziale Einzelfallhilfe und Case Management, vor.
1. Soziale Einzelfallhilfe: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Genese der Einzelfallhilfe, ihre zentralen Grundsätze sowie das klassische Phasenmodell des Hilfeprozesses.
2. Case Management: Hier werden die Entstehungsbedingungen, die fachlichen Prinzipien und das strukturierte Vorgehensmodell des Case Managements detailliert beschrieben.
3. Was ist neu am Case Management im Vergleich zur sozialen Einzelhilfe?: Das abschließende Kapitel führt die Erkenntnisse zusammen und arbeitet die methodischen, strukturellen und ökonomischen Unterschiede sowie die Rolle des Case Managers heraus.
Soziale Arbeit, Einzelfallhilfe, Social Case Work, Case Management, Hilfeprozess, Soziale Diagnose, Hilfe zur Selbsthilfe, Netzwerk, Koordination, Effizienz, Effektivität, Vermittlertätigkeit, Gesundheitswesen, Altenhilfe, Methodenkompetenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich zwischen der klassischen sozialen Einzelfallhilfe und dem neueren Case Management im Kontext der sozialen Altenhilfe.
Zu den zentralen Themen gehören die historischen Wurzeln beider Methoden, ihre theoretischen Grundlagen, die Phasen des jeweiligen Hilfeprozesses sowie die ökonomischen Aspekte professioneller Sozialarbeit.
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu ermitteln, worin sich Case Management von der sozialen Einzelfallhilfe unterscheidet und was am Case Management im direkten Vergleich als methodisch "neu" zu bewerten ist.
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, um die historischen Aspekte, Grundsätze und Phasenbeschreibungen der Methoden gegenüberzustellen und systematisch zu strukturieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der sozialen Einzelfallhilfe und des Case Managements, inklusive ihrer jeweiligen historischen Entstehung, Grundsätze und Prozessphasen.
Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Einzelfallhilfe, Case Management, Hilfeprozess, Soziale Diagnose, Koordination, Effizienz und Vermittlertätigkeit.
Das Case Management orientiert sich am Mini-Max-Prinzip, um bei geringem Personaleinsatz einen maximalen Nutzen für alle Beteiligten im sozialen Hilfesystem zu erzielen.
Diese abschließenden Phasen machen den Hilfeprozess laut Autor logisch und vollständig, da sie eine kontinuierliche Kontrolle und eine Optimierung der geleisteten Hilfe ermöglichen.
Der Case Manager konzentriert sich stärker auf Koordinations-, Planungs- und Vermittlertätigkeiten zwischen verschiedenen Systemen, anstatt primär die Verhaltensänderung des Klienten durch psychosoziale Beziehungsarbeit anzustreben.
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