Seminararbeit, 2011
25 Seiten, Note: 1,0
1 Introduction
1.1 What is White -collar Crime?
1.2 The next steps
2 General view over the Theories of Crime
3 Traditional Theories of Crime
3.1 Sutherland
3.1.1 Theory of Differential Association
3.1.2 Criticism
3.2 Merton
3.2.1 Anomie Theory
3.2.2 Criticism
4 Rational Choice Paradigm
4.1 Basics
4.1.1 Becker
4.1.2 Cornish and Clark
4.1.3 Esser
4.1.4 Cohen and Felson
4.2 Criticism
5 Pragmatic approaches
5.1 Fraud Triangle
5.1.1 Concept
5.1.2 Criticism
5.2 „Leipziger Verlaufsmodell“
5.2.1 Concept
5.2.2 Criticism
6 Conclusion
Die Arbeit untersucht die theoretischen Erklärungsmodelle für Wirtschaftskriminalität, mit dem Ziel, die Motivationen und Entscheidungsprozesse von Tätern zu entschlüsseln, die trotz hohen sozialen Status straffällig werden.
1.1 What is White-collar Crime?
The concept of White-collar Crime was first conceived by Edward Alsworth (1907). But it was Edwin Sutherland, who first popularized the term „White-collar Crime” in 1939, defining such a crime as one „committed by a person of respectability and high social status in the course of his occupation.”
Sutherland wanted to remove the wide spread prejudice about the assumption that criminal behavior occurs only in lower classes.
Today his definition is somewhat outdated. There is rather a distinction between the terms „occupational crime” and „corporate crime”. What they have in common is their reference to the company. The former term, as a further development of Sutherland, refers to criminal behavior in business, to gain an individual benefit. The latter one assumes that corporations per se commit a crime to pursue economic intentions.
The above mentioned three terms are not congruent. Rather, they have to be seen in connection with the respective theory to explain crime, which means that the definition of White-collar Crime is dependent on the associated theory.
1 Introduction: Einführung in die Problematik der Wirtschaftskriminalität, Darstellung der ökonomischen Schäden und Definitionsproblematik des Begriffs.
2 General view over the Theories of Crime: Überblick über verschiedene kriminologische Klassifizierungen und eine erste Einordnung der Relevanz für Wirtschaftskriminalität.
3 Traditional Theories of Crime: Analyse der klassischen Ansätze von Sutherland (Differential Association) und Merton (Anomie-Theorie) sowie deren Kritik.
4 Rational Choice Paradigm: Erläuterung des rationalen Wahlmodells, inklusive spezifischer Beiträge von Becker, Cornish/Clark, Esser sowie Cohen/Felson.
5 Pragmatic approaches: Vorstellung praxisorientierter Modelle wie das Fraud Triangle und das Leipziger Verlaufsmodell zur direkten Anwendung bei Managerkriminalität.
6 Conclusion: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur Notwendigkeit integrierter Erklärungsansätze für Wirtschaftskriminalität.
Wirtschaftskriminalität, White-collar Crime, Differential Association, Anomie-Theorie, Rational Choice, Fraud Triangle, Leipziger Verlaufsmodell, Kriminologie, Prävention, Managerkriminalität, kriminelle Motivation, Kosten-Nutzen-Analyse, soziale Faktoren, Corporate Crime, Occupational Crime.
Die Arbeit analysiert verschiedene wissenschaftliche Theorien, die erklären sollen, warum Führungskräfte Wirtschaftsstraftaten begehen und welche Faktoren sie bei dieser Entscheidung beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf traditionellen kriminologischen Erklärungen, dem Rational-Choice-Paradigma und modernen, pragmatischen Modellen zur Erkennung von Wirtschaftsdelikten.
Das Ziel ist es zu ergründen, welche Theorien existieren, um das Phänomen der White-collar Crime zu "entschlüsseln" und warum Manager trotz ihres gesellschaftlichen Status Straftaten begehen.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die verschiedene kriminologische Theoriegebäude systematisch gegenüberstellt und kritisch auf ihre Eignung zur Erklärung von Wirtschaftskriminalität prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer Theorien, ökonomische Erklärungsansätze der Rationalen Wahl sowie moderne, prozessorientierte Modelle für die Unternehmenspraxis.
Zentrale Begriffe sind das Fraud Triangle, Rational Choice, Anomie-Theorie, Differential Association und das Leipziger Verlaufsmodell.
Occupational crime bezieht sich auf kriminelles Verhalten im Geschäftskontext zur Erzielung individueller Vorteile, während corporate crime davon ausgeht, dass Unternehmen per se handeln, um wirtschaftliche Ziele durch illegale Mittel zu verfolgen.
Kritisiert wird, dass das Modell zwar gute Ansätze für eine erste Strukturierung bietet, aber die prozessualen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Faktoren sowie individuelle psychologische Aspekte nur unzureichend berücksichtigt.
Es ist innovativ, weil es verschiedene existierende Theorien in ein integratives Modell zusammenführt, um den Entstehungsprozess von Wirtschaftskriminalität prozesshaft abzubilden.
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