Bachelorarbeit, 2012
37 Seiten, Note: Sehr gut
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Forschungsfragen
1.3 Relevanz und Forschungsstand
1.4 Methodisches Vorgehen
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Der „arabische Frühling“
2.1.1 Mögliche Gründe und Auslöser
2.1.2 Zeitlicher Ablauf
2.1.3 Die Besonderheiten der Revolutionsbewegung
2.1.4 Wichtige Oppositionsbewegungen
2.2 Das Internet
2.2.1 Internetnutzung weltweit und in Ägypten
2.2.2 Facebook
2.2.3 Twitter
2.2.4 YouTube
2.3 Demokratiebegriff
3. Die Bedeutung des Internets für die Revolutionsbewegungen
3.1 Die Internetnutzung während der Revolutionsbewegungen
3.2 Auswirkung der Blockade des Internets
3.3 Öffentliche Berichterstattung während der Revolutionsbewegungen
3.4 Journalismus während der Revolutionsbewegungen
3.5 Kultur und Internet während der Revolutionsbewegungen
4. Zusammenfassung und Kritische Reflexion
4.1 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftlich die Rolle des Internets und insbesondere der sozialen Netzwerke für den Demokratisierungsprozess in Ägypten während der Revolutionsbewegungen 2011, wobei der Fokus darauf liegt, wie Journalisten und Kulturschaffende diese digitalen Medien für ihre Arbeit nutzten und inwiefern staatliche Zensur dadurch umgangen werden konnte.
3.1 Die Internetnutzung während der Revolutionsbewegungen
Ein positiver Effekt des Internets ist, dass die staatliche Zensur nur schwerlich durchgeführt werden kann, wie Ghonim mit dem Beispiel des Falles Khaled Said beschreibt:
„Mit Facebook und Twitter fand ein Fall wie der von Khaled Said zehntausendfache Verbreitung, wurde kommentiert, mit anderen geteilt und ständig mit aktuellen Neuigkeiten weitergesponnen. Dadurch waren die offiziellen Zeitungen gezwungen, ebenfalls davon zu berichten, da die Zensur den Fall Khaled Said nicht mehr auf den Index setzen konnte. Schließlich waren selbst die Gerichte gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen.“
Dieser Tatbestand hat sicher zu den Erfolgen der Oppositionsbewegungen beigetragen. So erreichte zum Beispiel die von Ghonim gegründete Veranstaltungsseite ‚Jan 25‘ (siehe Kapitel 2.1.4) in nur zwei Tagen online eine halbe Million Ägypter, wovon 27.000 ihre Teilnahme an den Demonstrationen zusagten. Auch die Administratoren der Facebook-Seite des 6. April konnten binnen kurzem viele Nutzer von den Demonstrationen überzeugen: Auf die Frage. 'Geht ihr am 25. Januar demonstrieren?‘ erhielten sie binnen kurzem ca. 90.0000 positive Antworten.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der Rolle des Internets im arabischen Frühling und präzisiert die Forschungsfragen mit einem Fokus auf Ägypten.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel liefert die notwendigen Definitionen zu den Revolutionsbewegungen, der Internetinfrastruktur sowie dem Demokratieverständnis.
3. Die Bedeutung des Internets für die Revolutionsbewegungen: Hier wird detailliert analysiert, wie soziale Medien als Kommunikations- und Mobilisierungsinstrumente sowie zur Umgehung von Zensur eingesetzt wurden.
4. Zusammenfassung und Kritische Reflexion: Dieses Kapitel führt die Erkenntnisse zusammen und reflektiert kritisch über die demokratisierende Wirkung sowie die Manipulierbarkeit digitaler Medien.
Arabischer Frühling, Ägypten, Internet, soziale Netzwerke, Facebook, Twitter, YouTube, Revolution, Demokratisierungsprozess, Zensur, Bürgerjournalismus, Mobilisierung, Digitalisierung, Online-Kommunikation, Politische Partizipation
Die Arbeit analysiert die Rolle des Internets und sozialer Netzwerke während der politischen Revolutionsbewegungen in Ägypten im Jahr 2011.
Die Themen umfassen die Mobilisierung durch soziale Medien, die Bedeutung des Internets für Journalisten und Kulturschaffende sowie die Mechanismen der Zensurumgehung.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich aufzuarbeiten, inwieweit das Internet den Demokratisierungsprozess in Ägypten unterstützt und die Arbeit von Akteuren wie Journalisten erleichtert hat.
Die Autorin nutzt die hermeneutische Forschungsmethode, basierend auf einer intensiven Auseinandersetzung mit Literatur, Erfahrungsberichten und Statistiken.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen, eine Analyse der Internetnutzung und eine detaillierte Untersuchung der Rolle des Internets für Journalisten, Kulturschaffende und die Protestbewegung selbst.
Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie 'Arabischer Frühling', 'Ägypten', 'soziale Netzwerke' und 'Demokratisierung' beschreiben.
Sie fungierte als eine der treibenden Kräfte des Umsturzes, indem sie eine Plattform bot, um den Fall Khaled Said zu verbreiten, Zensur zu umgehen und massiv für Demonstrationen zu mobilisieren.
Das Regime versuchte, das Internet durch eine vollständige Abschaltung des Netzes zu blockieren und setzte zudem Propaganda und falsche Konten ein, um die Protestbewegung zu diskreditieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

