Examensarbeit, 2012
62 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1. Neue Lernkultur
1.1. Herkömmliche versus neue Lernkultur
1.2. Merkmale und Prinzipien der neuen Lernkultur
1.3. Zusammenfassung
2. Leistungsverständnis und Umgang mit Leistungen
2.1. Zum Begriff der Leistung
2.2. Gesellschaftliches und schulisches Leistungsverständnis
2.3. Kritik an dem etablierten schulischen Leistungsverständnis
2.4. Pädagogisches erweitertes Leistungsverständnis
2.5. Dimensionen des Umgangs mit Schülerleistungen bei dem neu bestimmten Leistungsverständnis
2.5.1. Entstehungs- und Rahmenbedingungen der Leistung
2.5.2. Leistungsermittlung, Beschreibung und Bewertung
2.5.3. Leistungsreflexion, Ursachenerklärung und Diagnose
2.5.4. Präsentation und Wahrnehmung von Leistungen
2.5.5. Kommunikation, Rückmeldung und Entscheidungen im Anschluss an die Leistungsermittlung und Bewertung
2.5.6. Dokumentation von Leistungen
2.6. Zusammenfassung
3. Neue Methoden der Leistungsfeststellung und Bewertung
3.1. Das Portfoliokonzept
3.1.1. Arten von Portfolios
3.1.2. Vorteile der Portfolioarbeit und die Bedeutung der Portfoliomethode für die neue Lernkultur
3.1.3. Prinzipien und Bausteine der Portfolioarbeit
3.2. Methode der Prozessbeobachtung
3.3. Präsentationen
3.4. Lerntagebücher
3.5. Zusammenfassung
Schlussgedanken
Die Arbeit untersucht, wie eine zeitgemäße Leistungskultur in der Grundschule etabliert werden kann, um den Anforderungen einer neuen Lernkultur gerecht zu werden und die herkömmliche, oft als demotivierend empfundene Notenpraxis zu überwinden. Im Fokus steht dabei die Frage, wie motivierende und ermutigende Alternativen zur klassischen Zensur gefunden und implementiert werden können.
1.1. Herkömmliche versus neue Lernkultur
Eine ihrer Aufgaben sah die Gesellschaft schon immer darin, das vorhandene Wissen in Form eines Kanons den nächsten Generationen zu übergeben. Dies liegt, wahrscheinlich, auch im Grunde der traditionellen und seit langem in unserer Gesellschaft etablierten Lernkultur. Die Grundlagen dieser Lernkultur bilden außerdem die vorwiegend auf Theorien des Behaviorismus und Kognitivismus basierenden Vorstellungen vom Lernen und Verhalten.11 Laut dieser Theorien existiert Wissen unabhängig vom Lernenden, Lernen ist lediglich ein Informationsverarbeitungsprozess und das Lernverhalten kann durch äußere Reize gesteuert werden.12 Demzufolge wurde angenommen, dass Wissen vermittelt werden kann und muss. Diese Sichtweise ist zu einer Entscheidungsprämisse d.h. einer nicht mehr hinterfragbaren Entscheidung für das schulisches Lernen geworden.13 Die kanonisierten (in Lehrplänen festgeschriebenen) Wissensbestände werden allen Schülern einer Klasse gleichzeitig dargeboten. Lernende werden dabei als Rezipienten angesehen, die die vermittelten Kenntnisse später präzise reproduzieren sollen, Lehrende als Vermittler des Wissens.14
Die herkömmliche Lernkultur zielt auf den Erwerb von Qualifikationen.15 Dies stimmt mit der Vorstellung überein, dass die Schule qualifizierte Menschen für unterschiedliche gesellschaftliche oder berufliche Bereiche produzieren soll.16
1. Neue Lernkultur: Dieses Kapitel arbeitet die zentralen Unterschiede zwischen der traditionellen, lehrerzentrierten Lernkultur und einer neuen, konstruktivistisch geprägten Lernkultur heraus, die durch Selbstständigkeit und Demokratisierung gekennzeichnet ist.
2. Leistungsverständnis und Umgang mit Leistungen: Es wird kritisch analysiert, warum das auf Konkurrenz und Selektion ausgerichtete traditionelle Leistungsverständnis in der Grundschule nicht mehr zeitgemäß ist und durch ein pädagogisches, diagnostisch orientiertes Verständnis ersetzt werden sollte.
3. Neue Methoden der Leistungsfeststellung und Bewertung: Dieses Kapitel stellt konkrete, alternative Instrumente wie das Portfolio-Konzept, Prozessbeobachtungen, Präsentationen und Lerntagebücher vor, die eine lernförderliche und diagnostische Bewertung unterstützen.
Neue Lernkultur, Leistungsbeurteilung, Grundschule, Portfolioarbeit, Prozessbeobachtung, Leistungsbewertung, Lernmotivation, Pädagogische Diagnostik, Selbstständigkeit, Demokratisierung der Schule, Kompetenzerwerb, alternative Leistungsfeststellung, konstruktivistisches Lernen, Lerntagebücher, Schulentwicklung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Notwendigkeit, das Leistungsverständnis und die Leistungsbewertung an Grundschulen grundlegend zu reformieren, um sie in Einklang mit einer neuen, schülerzentrierten Lernkultur zu bringen.
Zu den Kernbereichen gehören die Kritik am klassischen Notensystem, die theoretische Fundierung einer neuen Lernkultur sowie die praktische Anwendung alternativer Methoden zur Leistungsdokumentation und -förderung.
Das Hauptziel ist es, Alternativen zur zensurbasierten Bewertung aufzuzeigen, die Kinder motivieren, ihre eigenen Fortschritte erkennen lassen und die Persönlichkeitsentwicklung sowie Mündigkeit fördern.
Es handelt sich um eine erziehungswissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und bestehende pädagogische Konzepte und aktuelle Bildungsdiskurse kritisch reflektiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Abgrenzung der Lernkulturen, die Definition eines erweiterten pädagogischen Leistungsbegriffs sowie die detaillierte Beschreibung innovativer Methoden wie Portfolioarbeit, Prozessbeobachtung, Präsentationen und Lerntagebücher.
Besonders prägend sind Begriffe wie "neue Lernkultur", "pädagogische Diagnostik", "Selbstbestimmung" und "Portfolio-Konzept", da sie den Kern der geforderten Reform in der Grundschulbildung abbilden.
Das Notensystem wird kritisiert, weil es meist selektiv und konkurrenzorientiert wirkt, Kinder beschämt oder demotiviert und den Lernprozess gegenüber dem Endprodukt vernachlässigt.
Selbstbestimmung ist entscheidend, da sie die Schüler aktiv an der Gestaltung und Reflexion ihres eigenen Lernprozesses beteiligt, was die Eigenverantwortung und Lernfreude massiv stärkt.
Portfolios dienen als Instrument der Leistungsdokumentation, die nicht auf Momentaufnahmen (wie Tests) basiert, sondern die kontinuierliche individuelle Lernentwicklung über einen längeren Zeitraum hinweg für Schüler, Lehrer und Eltern transparent macht.
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