Examensarbeit, 2010
69 Seiten
1. Vorwort
2. Der Bürger im Wandel
3. Zur zeitlichen Einordnung
4. Der Konsum
5. Der Bürger wird zum Konsumenten
6. Beispiele anhand verschiedener Konsumbereiche
6.1. Literatur, Zeitschriften und Lektüre
6.2. Annäherung und Abgrenzung der Klassen am Beispiel des Kulturkonsums
6.3. Kleidung, Schmuck, Genussmittel und Repräsentation nach Außen
7. Die Luxus- und Konsumdebatte der damaligen Zeit
8. Nachwort
Die Arbeit untersucht die Entstehung der europäischen Konsumgesellschaft im 18. Jahrhundert und analysiert, wie sich der Bürger in diesem Prozess zum Konsumenten entwickelte. Dabei wird erforscht, wie gesellschaftliche Strukturen, neue Konsumgewohnheiten und das Streben nach sozialer Identität und Status in einem engen wechselseitigen Verhältnis zueinanderstanden.
3. Zur zeitlichen Einordnung
An dieser Stelle soll geklärt werden, weshalb die Entstehung einer differenzierten europäischen Konsumgesellschaft und Konsumkultur auf das 18. Jahrhundert datiert werden kann, worin sich die Forscher heute weitgehend einig sind.
Häufig wird diese neue Form der Konsumgesellschaft des Zeitalters der Aufklärung als eine Art „Protoindustrialisierung“ periodisiert, insofern, als dass Luxus- und Konsumgüter nicht mehr, wie zuvor, alleine für die wohlhabenden Stände des Adels und des gehobenen Bürgertums, sondern nun auch breiten Bevölkerungsanteilen zur Verfügung standen. Voraussetzung hierfür war eine neue Form gewerblicher Warenproduktion von „Massenartikeln“ (- wie u.a. Kleidung, Knöpfe, Schnallen, Borten, Haken oder Tücher -) auf dem Land für den Massenabsatz auf interregionalen und zunehmend internationalen Märkten. Manche sprechen in diesem Zusammenhang auch von einer „Demokratisierung“ des (Luxus-) Konsums.
Eine „Demokratisierung“ des Konsums konnte aber nur dadurch erfolgen, da nun auch – veranlasst durch die oben bereits erläuterte Kapitalverschiebung vom Adel auf breite bürgerliche Schichten – mehr Kaufkraft unter allen gesellschaftlichen Klassen vorherrschte.
1. Vorwort: Dieses Kapitel führt in die Thematik der europäischen Konsumgesellschaft im 18. Jahrhundert ein und erläutert die Absicht, nicht bloß Güter aufzuzählen, sondern die Ursachen und gesellschaftlichen Bedingungen des Konsums zu ergründen.
2. Der Bürger im Wandel: Hier werden der Begriff des Bürgers und der Wandel des Bürgertums innerhalb der ständischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts beschrieben, wobei insbesondere die soziale Mobilität beleuchtet wird.
3. Zur zeitlichen Einordnung: Dieses Kapitel begründet die Datierung der Konsumgesellschaft auf das 18. Jahrhundert und diskutiert Begriffe wie „Protoindustrialisierung“ und „Konsumrevolution“.
4. Der Konsum: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Ausbreitung von Konsumgütern, wie Textilien und Genussmitteln, in breite Bevölkerungsschichten und die Bedeutung des städtischen Konsums.
5. Der Bürger wird zum Konsumenten: Hier wird untersucht, wie Bürger durch Konsum versuchten, Anerkennung in einer adeligen Gesellschaft zu erlangen und ihre soziale Stellung zu verbessern.
6. Beispiele anhand verschiedener Konsumbereiche: Anhand der Bereiche Literatur, Kultur und Kleidung wird aufgezeigt, wie Konsum als Instrument der Klassenzugehörigkeit und sozialen Identitätsbildung fungierte.
7. Die Luxus- und Konsumdebatte der damaligen Zeit: Dieses Kapitel arbeitet die zeitgenössische Kontroverse um den Luxusbegriff auf, von der christlichen Kritik bis zur merkantilistischen und ökonomischen Debatte über das Gemeinwohl.
8. Nachwort: Das Fazit fasst zusammen, wie Konsumgewohnheiten die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts prägten und wie diese als Urform unserer modernen, markenorientierten Konsumgesellschaft betrachtet werden kann.
Konsumgesellschaft, 18. Jahrhundert, Aufklärung, Bürgertum, Luxus, Konsumkultur, soziale Mobilität, Warenproduktion, Identität, Geschmacksbildung, Kapitalverschiebung, Kulturkonsum, Mode, Ökonomisierung, Konsumkritik.
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung der Konsumgesellschaft im 18. Jahrhundert in Europa und der Rolle des Bürgertums in diesem Prozess.
Die zentralen Themen sind der Wandel des Bürgertums, die Bedeutung von Luxus und Mode, die Rolle der Literatur und der Wandel der Konsumgewohnheiten.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, warum im 18. Jahrhundert verstärkt konsumiert wurde und wie sich der Konsum in nahezu alle Lebensbereiche ausdehnte, um Identität und sozialen Status zu bilden.
Es wird ein sozial- und mentalitätsgeschichtlicher Ansatz gewählt, der Literatur, Zeitschriften, Anstandsbücher und philosophische Abhandlungen der Zeit analysiert.
Der Hauptteil analysiert konkrete Konsumbereiche wie Literatur, Mode und Luxus sowie die intellektuelle Debatte der damaligen Zeit, etwa durch Positionen von Kant und Knigge.
Wichtige Begriffe sind Konsumgesellschaft, Aufklärung, bürgerliche Identität, Statusstreben und die Luxusdebatte.
Knigge dient als zentraler Beobachter und Kritiker der Gesellschaft, dessen Anstandsbücher Aufschluss über die Erwartungen an das bürgerliche Verhalten und den kritischen Umgang mit Konsum geben.
Denker wie Kant standen dem Konsum kritisch gegenüber, während Wirtschaftsdenker oder Unternehmer wie Bertuch ihn als notwendige Triebfeder für Wohlstand und Fortschritt legitimierten.
Bertuch war Herausgeber des einflussreichen "Journals des Luxus und der Moden" und fungierte als Pionier, der Konsum kommerziell förderte und theoretisch durch die Differenzierung von Luxusbegriffen verteidigte.
Die Arbeit diskutiert, dass Luxusgüter durch veränderte Produktionsbedingungen einer breiteren Bevölkerungsschicht zugänglich wurden und somit nicht mehr exklusiv dem Adel vorbehalten waren.
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