Bachelorarbeit, 2008
44 Seiten, Note: Befriedigend
Teil A: Einführung
1. Untersuchungsgegenstand
2. Aufbau der Arbeit
3. Forschungsleitende Fragestellung
4. Forschungsfragen
5. Hypothesen
6. Kommunikationswissenschaftliche Einordnung und Relevanz
Teil B: Relevante Literaturbereiche
1. Journalismus
1.1. Definition und Erläuterungen zum Journalismusbegriff
1.2. Exkurs: Journalismus als mediale Kommunikationsgattung
1.3. Das journalistische Handwerk
1.4. Die Situation von Frauen im Journalismus
1.5. Frauen im Journalismus in Deutschland
2. Fernsehjournalismus
2.1. Die Submedien des Fernsehens
2.2. Film, Live & Sprechfernsehen
2.3. Frauen im Fernsehjournalismus
2.4. Ausblick: Veränderung des Journalismus durch das Fernsehen
3. Unterhaltung
3.1. Definition von Unterhaltung
3.2. Unterhaltungsfunktion der Medien
3.3. Unterhaltung im Fernsehen
4. Exkurs: Infotainment
Teil C: Empirie
1. Methodik und geplante Durchführung
2. Interviewleitfaden
3. Verifikation/ Falsifikation der Hypothesen
4. Beantwortung der Forschungsfragen
Teil D: Abschluss
1. Offene Fragen, Ausblick
2. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation von Frauen im Fernsehjournalismus, mit besonderem Fokus auf den Unterhaltungssektor, um die dortige Geschlechterverteilung zu analysieren und die Rolle von Frauen in diesem Berufsfeld kritisch zu beleuchten.
2.3. Frauen im Fernsehjournalismus
Es ist eine schwierige Aufgabe aktuelle Zahlen zur heutigen Situation von Frauen im Fernsehjournalismus zu skizzieren. Aufgrund von fehlenden Studien und Nachweisen in verschiedenen Publikationen ist ein großes Loch in der Journalismusforschung entstanden. Es fehlt einfach an aktuellen Befunden. Dennoch möchte ich versuchen eine momentane Bestandsaufnahme der literarischen Daten festzuhalten.
Früher war es Brauch, dass Frauen sich um die Familie und den Haushalt kümmern. In der heutigen Zeit spielt die Erwerbstätigkeit genauso eine große und wichtige Rolle. Bekannt ist, dass Journalismus nicht nur ein Beruf ist, der Öffentlichkeit herstellt, sondern er spielt sich auch großenteils in der Öffentlichkeit ab. Das traditionelle Öffentlichkeitsbewusstsein wird wie auch der Journalismus selbst eher den Männern zugewiesen. Das Berufsfeld um den Journalismus wurde Jahrzehnte lang von Männern geprägt. In einem solchen Umfeld ist es natürlich für Frauen schwer, sich gleichberechtigt neben den Männern zu etablieren. Dies haben auch schon einige Journalistenstudien belegt (vgl. Schwenk 2006: 154).
Dennoch lässt sich eines bestätigen: Frauen sind gebildeter und jünger als Männer, wenn sie in dieses Berufsfeld einsteigen. Generell ist der Frauenanteil beim Rundfunk höher als beim Pressewesen. Beim Fernsehen ist es ähnlich. Frauen haben höhere Berufschancen beim privaten Fernsehen als beim öffentlich-rechtlichen. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass bei der Einführung des dualen Rundfunksystems ein Arbeitskräftemangel entstand, dieser wurde aber als Beschäftigungschance für Frauen gesehen. Dieser Umstand hat sich aber im Laufe der Zeit zurückentwickelt, denn wie bereits bestehende Studien darlegen, hat sich der Frauenanteil beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen deutlich erhöht (vgl. Schwenk 2006: 176).
Teil A: Einführung: Dieses Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand, erläutert den Aufbau der Arbeit, stellt die forschungsleitende Fragestellung sowie Hypothesen auf und bettet das Thema in die Kommunikationswissenschaft ein.
Teil B: Relevante Literaturbereiche: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten Überblick über die Theorie des Journalismus, die Besonderheiten des Fernsehjournalismus, das komplexe Feld der Unterhaltung sowie einen Exkurs zum Thema Infotainment.
Teil C: Empirie: Hier wird die geplante methodische Vorgehensweise dargelegt, die auf Leitfadeninterviews basieren sollte, sowie die abschließende Überprüfung der Hypothesen und Beantwortung der Forschungsfragen anhand der Literatur vorgenommen.
Teil D: Abschluss: Dieser Teil beinhaltet einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf sowie ein persönliches Resümee der Autorin zu den Erfahrungen beim Verfassen der Arbeit.
Fernsehjournalismus, Frauenanteil, Unterhaltungssektor, Geschlechterverteilung, Journalismusforschung, Infotainment, Medienkommunikation, Berufsfeld Journalismus, Führungspositionen, Frauen in den Medien, Medienwissenschaft, ORF, Unterhaltungsfunktion, Kommunikatorforschung, Ressortverteilung.
Die Arbeit befasst sich mit der beruflichen Situation von Frauen im Fernsehjournalismus, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf deren Tätigkeit in der Unterhaltungsbranche gelegt wird.
Die Arbeit behandelt die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in Medienressorts, theoretische Grundlagen des Unterhaltungsbegriffs im Fernsehen sowie die strukturellen Rahmenbedingungen für Frauen in journalistischen Berufsfeldern.
Das Ziel besteht darin, die Geschlechterverteilung in verschiedenen Fernsehressorts zu analysieren und zu klären, warum Frauen in bestimmten Sparten wie der Unterhaltung stärker vertreten sind als in anderen.
Aufgrund von Komplikationen bei der geplanten empirischen Erhebung durch Leitfadeninterviews wurde die Arbeit als Literaturstudie durchgeführt, welche die theoretischen Hypothesen anhand existierender Fachpublikationen verifiziert oder falsifiziert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Journalismus- und Unterhaltungsbegriffs, eine spezifische Betrachtung des Fernsehjournalismus und eine empirische Einordnung der Ergebnisse mittels Literaturrecherche.
Zu den prägenden Begriffen gehören Fernsehjournalismus, Frauenanteil, Unterhaltungssektor, Geschlechterverteilung und Mediensozialisation.
Die geplante Befragung von zwei Chefredakteurinnen einer ORF-Unterhaltungssendung scheiterte kurzfristig aufgrund abgesagter Interviewzusagen und fehlender Rückmeldungen.
Die Hypothese, dass im Unterhaltungsressort aufgrund der Männerdominanz im Journalismus deutlich mehr Männer als Frauen arbeiten, wurde falsifiziert, da Studien einen Frauenanteil von 56% in diesem Bereich belegen.
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