Bachelorarbeit, 2012
93 Seiten
1. Einleitung
2. Demografischer Wandel
3. Cantous und Hausgemeinschaften
3.1. Der Entwicklungsprozess von Versorgungseinrichtungen
3.2. Begriffe: Cantou und Hausgemeinschaft
3.3. Prinzipien
3.4. Struktur
3.5. Zielgruppen
3.6. Personal
3.6.1. Präsenzkräfte: Die Alltagsmanager
3.6.2. Pflegekräfte
3.6.3. Angehörige
3.7. Abgrenzung der Hausgemeinschaften zu anderen Wohnformen
3.8. Chancen und Risiken von Hausgemeinschaften
3.9. Fazit: Hausgemeinschaften und Cantous
4. Umgang mit Demenz und Ernährung
4.1. Demenz und Alzheimer
4.1.1. Symptome und psychosoziale Auswirkung auf die Ernährung
4.1.2. Behandlung von Demenz
4.2. Ernährung älterer Menschen mit Demenz
4.2.1. Veränderte Bedürfnisse und Empfehlungen für die Ernährung Demenzkranker
4.2.2. Unterschiedliche kulturelle Essgewohnheiten und ihre Auswirkung auf die Ernährung im Alter
4.3. Fazit: Demenz und Ernährung
5. Biografiearbeit bei der Ernährung von Menschen mit Demenz
5.1. Erinnerungsarbeit als Aufarbeitung
5.2. Inhalt und Formen der Biografiearbeit
5.3. Herausforderung Biografiearbeit
5.4. Essbiografie
5.5. Fazit: Biografiearbeit bei der Ernährung von Menschen mit Demenz
6. Ein kultureller Vergleich der biografieorientierten Speisenversorgung von Menschen mit Demenz in Cantous und Hausgemeinschaften
6.1. Praxiserfahrungen: Biografiearbeit in der Pflege
6.2. Theoretische Unterschiede bei der biografieorientierten Speisenversorgung in Hausgemeinschaften und Cantous
7. Methodisches Vorgehen
7.1. Festlegung der Stichprobe
7.2. Leitfaden
7.3. Durchführung
7.4. Gültigkeit der Befragung
8. Ergebnisse der Untersuchung
8.1. Struktur der untersuchten Einrichtungen
8.2. Ernährung und Speisenversorgung in der Hausgemeinschaft / im Cantou
8.2.1. Essen
8.2.2. Kultur, Religion, Regionalität...
8.2.3. Dauer des Essens
8.3. Fortbildungen
8.3.1. Qualitätsstandards
8.4. Mitarbeit der Angehörigen
8.5. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
8.6. Diskussion der Ergebnisse
9. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung und Analyse von kulturellen Unterschieden in der biografieorientierten Speisenversorgung für demenzkranke Bewohner in Hausgemeinschaften zwischen Deutschland und Frankreich. Die Forschungsfrage widmet sich dabei der Frage, wie diese Konzepte in der Praxis umgesetzt werden und ob eine biografieorientierte Ernährungsstrategie die Nahrungsaufnahme verbessern und Mangelernährung reduzieren kann.
3.2. Begriffe: Cantou und Hausgemeinschaft
Der Begriff Cantou stammt aus dem Provenzalischen und bedeutet Feuerstelle. Damit ist die Ess-Ecke bzw. der Kamin gemeint, an welchem die Familienmitglieder im Südwesten Frankreichs in ihren Häusern zusammenkamen. Der Großteil des Familienlebens spielte sich vor dieser Feuerstelle ab und war damit ein Ort der Kommunikation und Begegnung.
Neben diesem Wortursprung existiert auch die vor allem durch die Association Belge des Cantous weit verbreitete Definition „Centre d’Activités Naturelles Tirées d’Occupation Utiles“ („Wohnbereich mit Animationen, die sich am natürlichen, Biographie gestützten Tagesablauf des Bewohners orientieren“). Diese Definition kommt dem noch häufiger verwendeten Ausdruck Unité de vie oder Unité Alzheimer etwas näher. Bei diesen Begriffsverwendungen für die französischen Hausgemeinschaften stehen vor allem die ‚Einheit‘ und der Zusammenhalt im Vordergrund und sind, im Gegensatz zu ‚Cantou‘, für jeden sofort verständlich und daher weiter verbreitet.
Unter diesen Begriffen ist demzufolge eine Wohngemeinschaft zu verstehen, welche vor allem für demente Bewohner und Bewohnerinnen geschaffen wurde, um für diese Personengruppe eine familienähnliche Lebenssituation und sichere Umgebung zu schaffen. Als ‚Feuerstelle‘ ist hierbei die „[...] an der Biografie der Bewohner orientierte, [....], für die Bewältigung des gesamten Haushaltsführung voll funktionsfähige Wohnküche“ zu verstehen, welche als zentraler Aufenthalts- und Kommunikationsort für jeden Bewohner fungiert.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Pflegesituation von Demenzkranken und führt Hausgemeinschaften als alternative Wohnform ein, bei der Biografiearbeit eine zentrale Rolle spielt.
2. Demografischer Wandel: Das Kapitel beschreibt die sozioökonomischen Herausforderungen durch die alternde Bevölkerung in Deutschland und Frankreich und begründet die Notwendigkeit neuer Wohnmodelle.
3. Cantous und Hausgemeinschaften: Hier werden das Konzept, die Prinzipien, die Personalstruktur und die Zielgruppen von Hausgemeinschaften als „vierte Generation“ der Altenpflege definiert.
4. Umgang mit Demenz und Ernährung: Dieses Kapitel analysiert die physiologischen und kognitiven Veränderungen bei Demenzkranken und deren Auswirkungen auf das Essverhalten sowie notwendige therapeutische Interventionen.
5. Biografiearbeit bei der Ernährung von Menschen mit Demenz: Die Bedeutung der Erinnerungsarbeit und die Erstellung von Essbiografien als Methode zur Appetitförderung und Steigerung der Lebensqualität werden hier vertieft.
6. Ein kultureller Vergleich der biografieorientierten Speisenversorgung von Menschen mit Demenz in Cantous und Hausgemeinschaften: Das Kapitel führt die theoretischen Überlegungen in eine methodische Untersuchung über, um Praxiserfahrungen gegenüberzustellen.
7. Methodisches Vorgehen: Beschreibung des qualitativen Forschungsansatzes mittels leitfadenorientierter Experteninterviews in Deutschland und Frankreich.
8. Ergebnisse der Untersuchung: Darstellung und Diskussion der Daten hinsichtlich der strukturellen Unterschiede, der Ernährungsversorgung, Fortbildungen und der Mitarbeit von Angehörigen.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Hausgemeinschaftskonzepts und Empfehlungen für eine kultursensible und biografieorientierte Speisenversorgung.
Demenz, Hausgemeinschaften, Cantou, Biografiearbeit, Essbiografie, Speisenversorgung, Mangelernährung, Altenpflege, Ernährungsbiografie, Lebensqualität, Integrative Validation, stationäre Einrichtungen, kultureller Vergleich, Betreuung, Präsenzkräfte.
Die Arbeit untersucht alternative Wohnformen für demenzkranke Menschen, speziell Hausgemeinschaften (in Deutschland) und Cantous (in Frankreich), und analysiert, wie eine biografieorientierte Speisenversorgung deren Lebensqualität und Ernährungszustand verbessern kann.
Die zentralen Felder sind der demografische Wandel, das Konzept der Hausgemeinschaft im Vergleich zum klassischen Heim, die Herausforderungen der Ernährung bei Demenz sowie die praktische Anwendung der Biografiearbeit.
Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie die biografieorientierte Speisenversorgung in Hausgemeinschaften und Cantous umgesetzt wird und ob diese Umsetzung kulturell geprägte Unterschiede aufweist.
Die Autorin wendet einen qualitativen Forschungsansatz an, basierend auf leitfadenorientierten Experteninterviews mit Mitarbeitern von Einrichtungen in Deutschland und Frankreich.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu Demenz und Ernährung, die Definition der Hausgemeinschaft, die Methodik der Biografiearbeit und die detaillierte Auswertung der geführten Experteninterviews.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Demenz, Hausgemeinschaften, Biografiearbeit, Ernährung und Lebensqualität definieren.
In Hausgemeinschaften übernehmen Präsenzkräfte die Alltagsbegleitung und Mahlzeitenzubereitung gemeinsam mit den Bewohnern, während in klassischen Heimen oft eine strikte Trennung von Fachpflege und Hauswirtschaft existiert.
Die Kultur beeinflusst maßgeblich Essenszeiten, Gängefolgen und Vorlieben; daher ist eine individuelle, biografiebasierte Anpassung des Speiseplans essenziell, um die Nahrungsaufnahme zu fördern und Stress zu vermeiden.
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