Seminararbeit, 2012
51 Seiten
1 EINLEITUNG
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2 WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT IN UNTERNEHMEN
2.1 Begriffsdefinition (verschiedene Ansätze)
2.1.1 Allgemeiner Teil
2.1.2 White-Collar-Criminality
2.1.3 Unternehmensbezogene Definition
2.1.4 Gesetzliche Regelungen (keine allgemeine Definition)
2.2 Entstehung von Wirtschaftskriminalität - Das Modell von Cressey (Fraud-Triangle)
2.3 Verursachte Schäden durch Wirtschaftskriminalität
2.4 Die schwerwiegendsten Arten/Erscheinungsformen der Wirtschaftskriminalität in Unternehmen
2.4.1 Allgemeines
2.4.2 Kartellrechtsverstöße
2.4.3 Geldwäsche
2.4.4 Korruption
2.4.5 Fälschung von Jahresabschlüssen und Finanzinformationen
2.4.6 Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen
3 INSTRUMENTE ZUR AUFDECKUNG UND PRÄVENTION
3.1 Allgemein
3.2 Das 10-Punkte-Programm
3.3 Interne Kontrollsystem (IKS)
3.4 Compliance-Programm
3.4.1 Überblicke
3.4.2 Definition Compliance
3.4.3 Das Compliance Programm
3.5 Interne Revision
3.6 Forensische Untersuchungstechniken
3.7 Audit Committees
3.8 Whistleblowing
3.8.1 Der Begriff
3.8.2 Beschreibung des Systems
3.8.3 Whistleblowing - Vorgehensweise
3.8.4 Auswirkungen
3.8.5 Whistleblowing im internationalen Vergleich
3.9 Personalpolitik
3.10 Unternehmenskulturelle Maßnahmen
3.11 Reaktion auf dolose Handlungen
4 ZUSAMMENFASSUNG MIT SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht Instrumente zur Aufdeckung und Prävention von Wirtschaftskriminalität (dolose Handlungen) in Unternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, die komplexe Problematik der Wirtschaftskriminalität darzustellen und wirksame Mechanismen aufzuzeigen, mit denen Unternehmen sich vor den finanziellen und immateriellen Folgen dieser Handlungen schützen können.
3.6 Forensische Untersuchungstechniken
Die einfachste Möglichkeit zur Aufklärung von dolosen Handlungen findet sich in den Frühwarnindikatoren, sog. „Red Flags“. Die Identifikation solcher Indikatoren, die sich in den Datenbeständen des Unternehmens befinden, geben Hinweise darauf, dass ein Mitarbeiter eine Straftat begangen hat oder begehen wird. Dem frühzeitigen Erkennen von Fehlverhalten kommt eine sehr hohe Bedeutung zu, da tendenziell eine verzögerte Aufdeckung von Delikten zu größeren Imageverlusten des Unternehmens in der Öffentlichkeit und zu höheren Risiken für die Stakeholder führt. Grundsätzlich lassen sich Red Flags als Anomalien bezeichnen, die sowohl statistischer, organisatorischer oder verhaltensbedingter/persönlicher Natur sein können.
Statistische Red Flags sind Auffälligkeiten in den Datenbeständen des Unternehmens. Hierbei kann es sich um willkürliche Erhöhung oder Herabsetzung einzelner Bilanzposten im Sinne von falschen Wertansätzen handeln. Weitere Beispiele können sein:
- Manipulation der Ertragslage ohne entsprechende Bewegungen in der Liquiditätsrechnung,
- ein außergewöhnlich hohes Verhältnis von Verlust zu Umsatz oder eine hohe Anzahl an Stornierungen und
- Sonntagsbuchungen.
Mit Hilfe der sog. Kennzahlenanalysen können im Hinblick auf wirtschaftskriminelles Handeln relevante Kennzahlen gebildet und mit vergangenen Ist- oder Benchmark-Sollwerten verglichen werden. Beispiele hierfür sind Feiertags- und Wochenendbuchungen, die Stornoquote, Mehrfachbelegungsfaktoren nahe von Genehmigungsgrenzen etc.
Zur Analyse von internen Datenbeständen kommt in den meisten Unternehmen spezielle Prüfsoftware zum Einsatz. Für folgende Aufgabenfelder wird die Software eingesetzt:
- Vergleich großer Datenbestände mit unterschlagungsrelevanten Mustern z. B. nach Entnahmen von Geldmitteln ohne betriebliche Veranlassung oder nach gezahlten Honoraren die nicht marktüblich sind.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Wirtschaftskriminalität ein, beleuchtet deren Relevanz in Krisenzeiten und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT IN UNTERNEHMEN: Hier werden Definitionsansätze diskutiert, das Fraud-Triangle-Modell zur Entstehung doloser Handlungen vorgestellt sowie verschiedene Deliktsformen wie Korruption und Geldwäsche analysiert.
3 INSTRUMENTE ZUR AUFDECKUNG UND PRÄVENTION: Dieses Hauptkapitel präsentiert konkrete Maßnahmen wie Compliance-Programme, IKS, Interne Revision, Whistleblowing und forensische Techniken zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität.
4 ZUSAMMENFASSUNG MIT SCHLUSSBETRACHTUNG: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer unternehmensindividuellen Mischung aus Präventions- und Aufdeckungsmaßnahmen.
Wirtschaftskriminalität, dolose Handlungen, Compliance-Programm, Fraud-Triangle, Internes Kontrollsystem, IKS, Whistleblowing, Interne Revision, forensische Untersuchung, Korruption, Geldwäsche, Bilanzfälschung, Prävention, Aufdeckung, Risikomanagement
Die Arbeit behandelt das Phänomen der Wirtschaftskriminalität in Unternehmen und untersucht, mit welchen Mitteln Unternehmen dolose Handlungen aufdecken und präventiv verhindern können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Wirtschaftskriminalität, das Modell von Cressey zur Entstehung solcher Straftaten, die Schadensanalyse sowie eine detaillierte Vorstellung technischer und organisatorischer Instrumente.
Ziel ist es, ein Verständnis für das Risiko wirtschaftskrimineller Handlungen zu schaffen und die Notwendigkeit sowie Ausgestaltung effizienter Präventions- und Aufdeckungsinstrumente zu verdeutlichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken (z.B. BKA, KPMG) sowie der Anwendung theoretischer Modelle (Fraud-Triangle) zur Strukturierung der Instrumente.
Im Hauptteil werden Instrumente wie IKS, Compliance-Programme, die Interne Revision, Audit Committees, Whistleblowing-Systeme sowie forensische Untersuchungstechniken detailliert erläutert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Wirtschaftskriminalität, dolose Handlungen, Compliance, Fraud-Triangle, Interne Revision, IKS und Whistleblowing.
Das Fraud-Triangle dient als theoretisches Fundament, um zu erklären, unter welchen Bedingungen (Gelegenheit, Motivation, Rechtfertigung) Straftaten entstehen, was wiederum als Grundlage für die Auswahl der Gegenmaßnahmen dient.
In Deutschland wird Whistleblowing oft mit Denunziantentum assoziiert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein solches System das Betriebsklima belastet oder durch externe Meldungen zu Reputationsschäden führt.
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