Examensarbeit, 2011
57 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Erläuterung der allgemeinen Problemstellung
1.1 Pädagogische Problemstellung und überfachliche Kompetenzen
1.2 Darlegung der Fachkompetenzen in Bezug auf die Förderschwerpunkte
2 Didaktische Erläuterung auf fachwissenschaftlicher Basis
2.1 Lesen und Rezipieren durch Handlung und Produktion
2.2 Schreiben und Überarbeiten
3 Darlegung der Fördermaßnahmen im Gk 11
3.1 Vorbereitung der Reihe
3.2 Verlauf der Reihe
3.2.1 Zielorientierung
3.2.2 Binnendifferenziertes Erarbeitung und Partizipation in der Planung
3.2.3 Die Phasen der Reihe
3.2.3.1 Erste Phase: Rezeption
3.2.3.2 Zäsur: Theaterpädagogischer Besuch / Lernort Theater
3.2.3.3 Zweite Phase: Schreiben, Proben und Gestalten
3.3 Begründung der Auswahl des Themas und des Materials
3.4 Didaktische Analyse und Legitimation der Unterrichtsreihe
3.5 Methodische Analyse
3.6 Lernziele und Kompetenzen
4 Analyse und Reflexion einzelner Unterrichtsstunden
4.1 „Welches ist der wahre Glaube?“ Doppelstunde vom 2. März 2011
4.2 „Vorbereitung der Aufführung“ Doppelstunde vom 30. März
4.3 „Nathan am Nachmittag“ Öffentliche Präsentation am 8. April
5 Differenzierte Evaluation
5.1 Darlegung und Begründung der Evaluationsmethoden
5.2 Evaluation
6 Konsequenzen für die Weiterarbeit
Die Arbeit untersucht, wie durch ein handlungs- und produktionsorientiertes Erschließen von Lessings Drama „Nathan der Weise“ in einer 11. Klasse die Bereitschaft zur Textanalyse gesteigert und die Schreibkompetenz der Schülerinnen und Schüler durch das Ziel einer öffentlichen Aufführung gezielt gefördert werden kann.
1 Erläuterung der allgemeinen Problemstellung
„Wozu Literatur lesen?“ „Wozu über Literatur schreiben?“ „Das hat nichts mit mir zu tun!“ Diese Fragen und Sätze höre ich von Schülerinnen und Schülern in der Oberstufe häufig. Obwohl Literaturdidaktik und Lehrpläne eine Vielzahl von Gründen für den Literaturunterricht in der gymnasialen Oberstufe liefern und insbesondere die Nähe zum Entwicklungsstand der SuS hervorheben, können diese den Bezug häufig nachvollziehen und erleben ihn als aufgesetzt und fadenscheinig. Gibt es nicht wichtigere Medien, mit denen man arbeiten könnte? Geht Aktualität vor Historizität? Und wäre das Triviale, Alltägliche nicht näher an den Interessen der Lernenden?
Gleichzeitig hat der Ruf nach Leseförderung nach PISA in den vergangenen Jahren ein Höchstmaß erreicht. SuS sollen auch schwierige Texte durchdringen können und daran Freude haben. Denn das Erschließen eines Dramas bietet unzählige Chancen: Den Erwerb historischer und philosophischer Kenntnisse, das Arbeiten mit Werken „unvermindert gültige[r] Kulturwertigkeit“, soziales und kooperatives Lernen, einen Spiegel der Wirklichkeit kennenzulernen, die Möglichkeit, Varianten dessen, was „wirklich“ ist, auszuprobieren, die Schöpfungskraft und Mündigkeit des Schreibenden zu erfahren, sowie die Perspektive, Selbsterkenntnis und Weltreflexion durch das Kennenlernen anderer Erfahrungs- und Erkenntnisdimensionen zu gewinnen. Andere (fiktive) Menschen können im Drama angelernt werden, andere Kulturen und Denkweisen. Immer bietet sich darin die Möglichkeit, das zu thematisieren, was auch in der eigenen Welt fraglich und verwirrend ist, mit der schützenden und erkenntnisbringenden Distanz, die das Heraustreten aus den eigenen Grenzen ermöglicht. Und ganz nebenbei bietet sich auch die Möglichkeit, die eigene Schreibfähigkeit zu verbessern, ebenfalls ein Bereich, den SuS häufig ablehnen.
1 Erläuterung der allgemeinen Problemstellung: Das Kapitel thematisiert die Akzeptanzprobleme von Literatur im Oberstufenunterricht und begründet die Notwendigkeit, den Literaturunterricht handlungsorientiert zu gestalten.
2 Didaktische Erläuterung auf fachwissenschaftlicher Basis: Hier werden theoretische Grundlagen zum rezeptions- und produktionsorientierten Literaturunterricht sowie zum prozessorientierten Schreiben dargelegt.
3 Darlegung der Fördermaßnahmen im Gk 11: Dieses Kapitel erläutert den konkreten Ablauf und die methodische Planung der Unterrichtsreihe, inklusive der Binnendifferenzierung und der didaktischen Begründung.
4 Analyse und Reflexion einzelner Unterrichtsstunden: Das Kapitel bietet eine detaillierte Auswertung ausgewählter Sequenzen, insbesondere der Arbeit an der Ringparabel und der Vorbereitung auf die Präsentation.
5 Differenzierte Evaluation: Hier werden die Ergebnisse der Unterrichtsreihe anhand von Fragebögen und Schülerportfolios ausgewertet und kritisch reflektiert.
6 Konsequenzen für die Weiterarbeit: Abschließend werden Potenziale und Grenzen des gewählten Ansatzes für zukünftige Unterrichtsvorhaben diskutiert.
Nathan der Weise, Literaturunterricht, Schreibkompetenz, Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Oberstufe, Szenisches Spiel, Binnendifferenzierung, Textüberarbeitung, Rezeptionskompetenz, Schülermotivation, Dramendidaktik, Aufklärung, Lernarrangements, Präsentation.
Die Arbeit dokumentiert ein schulpraktisches Unterrichtsvorhaben in einem Grundkurs Deutsch der 11. Klasse, bei dem die Schülerinnen und Schüler sich Lessings Drama „Nathan der Weise“ handlungs- und produktionsorientiert erschließen.
Im Fokus stehen die Verknüpfung von Literaturrezeption mit eigenem produktiven Schreiben, die Förderung von Schreibkompetenz durch zielgerichtetes Überarbeiten sowie die Inszenierung der Ergebnisse in einer öffentlichen Präsentation.
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern kann durch einen handlungs- und produktionsorientierten Unterricht die Bereitschaft zur Textanalyse bei SuS der 11. Klasse erhöht und durch das Ziel einer öffentlichen Aufführung die Schreibkompetenz gefördert werden?
Die Arbeit basiert auf fachdidaktischen Konzepten (u.a. von Baurmann, Feilke, Paefgen) und kombiniert diese mit empirischen Diagnoseinstrumenten wie Selbstdiagnosebögen, Korrekturrastern und Evaluationsbefragungen der Schüler.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Planung der Unterrichtsreihe, die Analyse spezifischer Sequenzen (z.B. Arbeit an der Ringparabel, Vorbereitung der Aufführung) sowie die Evaluation des Lernzuwachses.
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Nathan der Weise, Handlungsorientierung, Schreibkompetenz, Binnendifferenzierung und Öffentliche Präsentation definieren.
Die Aussicht auf die Aufführung „Nathan am Nachmittag“ wirkte motivierend; sie förderte die Bereitschaft der SuS, ihre Texte mehrfach zu überarbeiten und Qualitätskriterien kritisch zu reflektieren, da die Texte für ein reales Publikum bestimmt waren.
Das szenische Spiel dient als Mittel zur Texterschließung und hilft den Schülern, komplexe dramatische Texte wie die Ringparabel kognitiv und emotional besser zu durchdringen, indem sie in verschiedene Rollen schlüpfen und Szenen interpretieren.
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