Bachelorarbeit, 2011
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Migration
2.1 Wanderungsformen
2.2 Migrationsbewegungen in Deutschland
2.3 Migrationshintergrund
3. Integration
3.1 Drei Erklärungsansätze für Integration
3.2 Integration von Kindern und Jugendlichen
4. Migration und Integration in der Schule
5. Index für Inklusion
6. Die durchgeführte Studie
6.1 Die Theorie des qualitativen Denkens
6.2 Untersuchungsplan der Studie
6.3 Die qualitative Analyse
6.1.1 Das Erhebungsverfahren
6.1.2 Das Durchführungs- und Aufbereitungsverfahren
6.1.3 Das Auswertungsverfahren
7. Vergleich der Ergebnisse mit dem Index für Inklusion
8. Resümee
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den Integrationsgrad von Kindern mit Migrationshintergrund an Schulen zu untersuchen und zu ermitteln, inwieweit sich die betroffenen Schülerinnen und Schüler in ihr schulisches Umfeld integriert fühlen.
1. Einleitung
Das Thema Integration, vor allem auch in der Schule, stellt ein aktuelles Problem unserer Gesellschaft dar. Immer wieder berichten Medien vornehmlich über misslungene Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Besonders für Kinder ist dieser Vorgang schwer, wenn sie aus ihrem sozialen bekannten Umfeld herausgerissen werden und sich in einem neuen eingewöhnen sollen. „Kinder entwickeln sich in die Gesellschaft hinein, d.h. sie versuchen sich in irgendeiner Weise in die Gesellschaft, in der sie aufwachsen, zu integrieren“.
Wie diese Integration aussieht ist jedoch von Kind zu Kind unterschiedlich. „In Einwanderungsgesellschaften [wie Deutschland] steht der Integrationsprozess von Kindern aus Migrantenfamilien im Mittelpunkt, da sie in besonderer Weise von Ausgrenzung und Marginalisierung bedroht sind. Gerade in dem Übergangsalter zwischen 9 und 14 Jahren werden wichtige Grundlagen für das spätere Zusammenleben in multikulturellen Gesellschaften gelegt: Es kommt darauf an, ob und wie Kinder mit und ohne Migrationshintergrund lernen, miteinander umzugehen und wie sie auf das Leben in einer Einwanderungsgesellschaft vorbereitet werden“.
Deshalb hat die Institution Schule, mit der die Kinder am häufigsten in Berührung kommen, einen großen Beitrag zur Integration in die Aufnahmegesellschaft zu leisten. „Die Integration von Kindern und Jugendlichen stellt in heterogenen Gesellschaften einen komplizierten lebensgeschichtlichen Prozess dar, bei dem Institutionen wie Familie und Schule […] einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Der Integrationsprozess kann als Interaktion zwischen Eigenaktivität der Kinder und Jugendlichen auf der einen Seite und den auf sie bezogenen Institutionen auf der anderen Seite untersucht werden. Beide Seiten haben ihren Anteil am Gelingen (oder Misslingen) dieses Prozesses. Kinder und Jugendliche können erfolgreich in die Gesellschaft hineinwachsen trotz oder wegen der auf sie einwirkenden Institutionen.“
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in der Schule ein und stellt die zentrale Forschungsfrage der Arbeit vor.
2. Migration: Das Kapitel beleuchtet theoretische Definitionen von Migration, Wanderungsformen und historische Migrationsbewegungen in Deutschland nach 1945.
3. Integration: Hier erfolgt eine Begriffsklärung von Integration sowie die Vorstellung von drei zentralen Erklärungsansätzen, inklusive der spezifischen Perspektive auf Kinder und Jugendliche.
4. Migration und Integration in der Schule: Dieses Kapitel untersucht die Rolle der Schule als zentralen Integrationsraum und analysiert Herausforderungen wie Bildungschancen, Sprache und institutionelle Faktoren.
5. Index für Inklusion: Das Kapitel führt den "Index für Inklusion" als Analyseraster ein, mit dem Schulen ihren Inklusionsgrad selbst bewerten und Verbesserungspotenziale identifizieren können.
6. Die durchgeführte Studie: Beschreibung des qualitativen Forschungsansatzes, des Untersuchungsplans der Einzelfallanalyse sowie des methodischen Vorgehens bei der Erhebung und Auswertung der Interviews.
7. Vergleich der Ergebnisse mit dem Index für Inklusion: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der fünf durchgeführten Interviews anhand der Dimensionen des Index für Inklusion detailliert ausgewertet und diskutiert.
8. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über die Schulsituation der befragten Kinder und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der schulischen Integration.
Integration, Migration, Migrationshintergrund, Schule, Inklusion, Index für Inklusion, Einzelfallanalyse, qualitative Forschung, Bildungsungleichheit, Sozialraum, SchülerInnen, Diversität, Interkulturelle Erziehung, Bildungschancen, Migrationspädagogik
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich Kinder mit Migrationshintergrund in deutschen Schulen integriert fühlen und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen.
Die Arbeit behandelt die Bereiche Migration, schulische Integration, theoretische Erklärungsansätze für soziale Eingliederung sowie die Anwendung des "Index für Inklusion" in der Schulpraxis.
Das Ziel ist es, durch eine qualitative Studie die subjektive Sicht von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erfassen, um zu verstehen, wie sie ihren schulischen Alltag und ihre Akzeptanz innerhalb der Schulgemeinschaft erleben.
Die Autorin nutzt die qualitative Sozialforschung und folgt dabei dem Forschungsdesign der Einzelfallanalyse. Die Daten wurden durch problemzentrierte Interviews mit fünf Jugendlichen erhoben.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Definitionen und Integrationsansätze), die Rolle der Schule bei der Integration, die Vorstellung des "Index für Inklusion" sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Fallstudie.
Die wichtigsten Schlagworte sind Integration, Schule, Migrationshintergrund, Index für Inklusion und Einzelfallanalyse.
Der Index dient als hilfreiches Analyseraster, das es ermöglicht, das Schulleben systematisch zu durchleuchten und konkrete Bereiche wie Inklusive Kulturen, Strukturen und Praktiken auf ihre Wirkung für Schüler mit Migrationshintergrund hin zu prüfen.
Die Sprache wird als eminent wichtiges Kommunikationsmittel identifiziert, das sowohl ein Integrationsmerkmal als auch bei mangelnder Beherrschung eine Barriere für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe darstellt.
Die Befragten fühlten sich von den Lehrkräften größtenteils gleich behandelt. Allerdings wurden vereinzelt diskriminierende Praktiken, wie etwa das Vergeben deutscher Namen an Kinder mit fremdländischen Vornamen, als problematisch und stigmatisierend empfunden.
Der Freundeskreis stellt einen wesentlichen Integrationsraum dar. Die Autorin beobachtete, dass die befragten Kinder ihre Kontakte sowohl zu Kindern aus der eigenen Herkunftskultur als auch zur Aufnahmegesellschaft pflegen, was für ihre Sozialisation von hoher Bedeutung ist.
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