Bachelorarbeit, 2011
83 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Reisen als mediale Struktur
2.2 Ein Umriss des Mobilitätsbegriffs
2.3 Die Nomadenmetapher in der Literatur
3 Das Nomadische und das Sesshafte
3.1 Offener Raum – Fester Standpunkt
3.1.1 Raum
3.1.2 Zeit
3.1.3 Bewegung
3.2 Mobiler Jobber – Berufener Produzent
3.3 Horizontales Rhizom – Vertikale Hierarchie
3.4 Erfahren - Besitzen
3.5 Offene Behausung – Abtrennende Wände
3.6 Heimatlosigkeit – Verwurzelung
3.7 Zwischenfazit: Nicht-Identität - Identität
4 Das Physische und das Virtuelle
4.1 „Die Mobilität ist tot, es lebe die Telekommunikation!“
4.1.1 Die Substitutionsthese
4.1.1.1 Virilios Rasender Stillstand
4.1.1.2 Rötzers Telepolis
4.1.2 Die Komplementaritätsthese
4.2 Physischer Raum – Virtueller Raum
4.2.1 Einfacher Raum – Spaltung in mehrere Räume
4.2.2 Körper – Körperlos
4.2.3 Aura des Originals – Reproduktion
4.3 Nomadischer Mobilitätsrausch – Rasender Stillstand
5 Fazit
Die Arbeit untersucht das moderne Nomadentum als urbane Arbeits- und Lebensform, um die Beziehung zwischen physischer und virtueller Mobilität zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, warum physische Mobilität trotz technischer Möglichkeiten der Telekommunikation nicht substituiert wird und worin das ausbleibende Moment der virtuellen Welt besteht.
4.2.3 Aura des Originals – Reproduktion
Der virtuellen Annäherung an die Fremde fehlt etwas, das Béla Balázs schon in den 1920er Jahren erkannte und als Gefühl des Weit-Seins bezeichnet. Das Weit-Sein stellt einen Grund der Nicht-Ersetzbarkeit der physischen Mobilität dar, es beschreibt das Gefühl der eigenen Ferne. Denn setzt man voraus, dass das Fremde erst in der Nähe fern wirkt, kann dieser Moment der Fremde oder des eigenen Fremdseins bei virtueller Annäherung nicht erreicht werden. Hier wird deutlich, dass sich wie bereits in Kapitel 3.6 vermutet wurde diese sogenannten Nicht-Orte doch nicht nur auf ihre Funktion reduzieren lassen, sonst könnte der Wocheneinkauf einfach online bestellt und nach Hause geliefert werden.
Warum fährt man dann noch in den Supermarkt, wenn man doch eigentlich nur seine durchaus auch virtualisierbare Funktion benötigt? Warum gehen die Menschen zu einem Konzert, statt es sich auf einer DVD anzuschauen, warum ins Fußballstadion statt das Spiel im Fernsehen zu erleben? Der Mensch schätzt die Atmosphäre, die Haptik des physischen Erlebens, bei dem alle menschlichen Sinne zum Einsatz kommen. Die Lebensmittel im Supermarkt betasten und an ihnen riechen zu können, kann durch einen Datensatz nicht ersetzt werden.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Metapher der "Modernen Nomaden" ein und stellt die zentrale Fragestellung zur Unersetzbarkeit physischer Mobilität vor.
2 Grundlagen: Es werden die theoretischen Voraussetzungen durch Begriffe wie Mobilität, Reisen als mediale Struktur und die historische Verortung der Nomadenmetapher geschaffen.
3 Das Nomadische und das Sesshafte: Anhand von Gegensatzpaaren wie Raum, Zeit, Arbeit und Behausung wird das Nomadische vom Sesshaften abgegrenzt.
4 Das Physische und das Virtuelle: Dieses Kapitel analysiert das innere Verhältnis von Verkehr und Telekommunikation und widerlegt die Substitutionsthese zugunsten der Komplementarität.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die These, dass dem Menschen ein unstillbares Bedürfnis nach einer nicht-medialen, physischen Realität innewohnt.
Moderne Nomaden, Mobilität, Telearbeit, Virtueller Raum, Physische Präsenz, Raum-Zeit-Spaltung, Nomadenmetapher, Sesshaftigkeit, Telekommunikation, Aura, Haptik, Medienlosigkeit, Identität, Nomadismus, Transiträume
Die Arbeit untersucht das Phänomen der "modernen Nomaden" in der heutigen Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft und deren spezifische Arbeits- und Lebensweise.
Die Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung nomadischer vs. sesshafter Lebensweisen sowie der Analyse der Beziehung zwischen physischer Reise und virtueller Kommunikation.
Die Arbeit fragt, warum moderne Nomaden weiterhin physisch mobil bleiben und sich nicht rein ins Virtuelle zurückziehen, obwohl dies technisch möglich wäre.
Die Autorin nutzt vorwiegend die Methode der Abgrenzung durch Gegensatzpaare, um die schwer greifbare Metapher des Nomadischen zu strukturieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Abgrenzung des Nomadischen vom Sesshaften (Raum, Zeit, Arbeit, Heimat) und eine Untersuchung des Verhältnisses von physischem und virtuellem Raum.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Mobilität, Medienlosigkeit, Aura, Rhizom und die Unterscheidung von physischer und virtueller Existenz.
Der Begriff zielt auf das scheinbar unauslöschliche Bedürfnis nach physischer Mobilität ab, das virtuell nicht simuliert werden kann.
Das "ausbleibende Moment" (wie Haptik oder Aura) ist der entscheidende Grund, warum die physische Realität durch Medien nicht vollständig ersetzt werden kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

