Magisterarbeit, 2000
282 Seiten, Note: 2,2
1 Einleitung und Problemstellung
2 Fernsehsportjournalismus
2.1 Sportjournalist im Fernsehen – Der Versuch einer begrifflichen Klärung
2.2 Der Beruf des TV-Sportjournalisten
2.3 Der Sport im Fernsehen
3 Aktueller Forschungsstand
3.1 Zum aktuellen Stand der Theorieentwicklung im Sportjournalismus
3.2 Zum aktuellen Stand der Theorieentwicklung zur Ausbildung von Sportjournalisten
4 Ausbildungsstätten für Journalisten
4.1 Journalistenschulen
4.1.1 Die Deutsche Journalistenschule München
4.1.2 Die Henri-Nannen-Schule Hamburg
4.1.3 Die Berliner Journalistenschule
4.2 Journalistik - Vorstellung universitärer Ausbildungwege zum Journalismus
4.2.1 Diplom-Journalismus in München
4.2.2 Diplom-Journalismus in Dortmund
4.2.3 Diplom-Journalismus in Eichstätt
4.2.4 Diplom-Journalismus in Leipzig
4.3 Das Studium der Sportwissenschaft
4.3.1 Diplom-Sportwissenschaften mit Studienschwerpunkt Journalistik
4.3.2 Diplom-Sportpublizistik
4.4 Publizistik
4.5 Aufbaustudiengänge
4.6 Überbetriebliche Ausbildung an Akademien und Instituten
4.7 Zusammenfassende Bewertung
5 Der Einstieg in den Beruf des Sportjournalisten
5.1 Praktikum und Hospitanz
5.2 Freie Mitarbeit
5.3 Das Volontariat
6 Annahmen der Journalismusforschung
6.1 Der theoretische Idealweg der Journalismusausbildung
6.2 Die journalistische Kompetenz
7 Einschätzungen und Wünsche zur Ausbildung im Journalismus und Sportjournalismus
7.1 Standpunkte der Wissenschaft
7.2 Standpunkte der journalistischen Praxis
7.3 Fazit
8 Die qualitative Befragung zu Ausbildungswegen zum Sportjournalismus
8.1 Zentrale Forschungsfragestellungen
8.2 Die Grundlagen qualitativen Denkens
8.3 Zum Erhebungsverfahren der qualitativen Befragung
8.3.1 Das Leitfaden-Interview
8.3.2 Die Auswahl der zu Befragenden
8.4 Begründung der Methode:
8.5 Die Datenerhebung
8.6 Die Datenauswertung
8.7 Zeitliche Abfolge des Forschungsablaufs
9 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
9.1 Kritische Überlegungen zur Untersuchungsmethodik
9.2 Methodisches Fazit
9.3 Kurzportraits
9.3.1 Die Absolventen
9.3.2 Die leitenden Redakteure
9.3.3 Die Experten
9.4 Themenorientierte Analyse der Untersuchungsergebnisse
9.5 Abschließende Bewertung
10 Zusammenfassung
11 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ausbildungsbedingungen für eine Laufbahn im Fernsehsportjournalismus. Das primäre Ziel besteht darin, den individuellen Nutzen verschiedener Ausbildungswege (wie Journalistenstudium, Sportwissenschaft, Journalistenschulen und Volontariat) hinsichtlich der Chancen auf einen Berufseinstieg und eine erfolgreiche Beschäftigung im TV-Sportjournalismus zu bewerten und hierbei bestehende Forschungslücken zu schließen.
2.2 Der Beruf des TV-Sportjournalisten
Für diese Ausarbeitung erscheint eine aktuelle Beschreibung des Berufs des Sportjournalisten im Fernsehen sinnvoller als eine Darlegung der historischen Entwicklung des Berufsbildes Fernsehsportjournalismus. Die geschichtliche Entwicklung des Sportjournalismus im Fernsehen wurde bereits in diversen Veröffentlichungen ausführlich geschildert (vgl. u.a. HACKFORTH 1975). In der wissenschaftlichen Literatur wird der Sportjournalist überdies als Sportkommunikator dargestellt. Er vermittelt Informationen in Presse, Rundfunk und Fernsehen, die immer an Rezipienten oder Konsumenten gerichtet sind und von diesen aufgenommen werden. Erkenntnisse über das Berufsfeld des Sportkommunikators in den Massenmedien sind in unterschiedlichen Veröffentlichungen dargelegt (vgl. u.a. WEISCHENBERG 1978; DIGEL 1983; GÖRNER 1995). Die Erfassung der journalistischen Rollenselbstdefinition und damit die Einstellung zur eigenen beruflichen Tätigkeit bildete dabei einen Schwerpunkt in der Kommunikatorforschung (vgl. Weiß u.a. 1977; WEAVER/ WILHOILT 1991). Deshalb folgt in diesem Abschnitt eine aktuelle Bestandsaufnahme des Berufsbildes Fernsehsportjournalismus. Dabei wird der TV-Sportjournalismus gegenüber den verwandten Formen des Sportjournalismus abgegrenzt, seine Anforderungen und Eigenheiten beschrieben.
Nun gilt es sich dem Arbeitsbereich bzw. der Tätigkeit des TV-Sportjournalisten zu nähern. Die Frage ist, welche speziellen Arbeitsabläufe der Fernsehsportjournalist beherrschen muss und wie das Berufsbild charakterisiert werden kann. Wie wurde bereits angedeutet, daß das Medium Fernsehen, allgemein gesehen, die komplexesten Anforderungen an den Sportjournalisten stellt: "Die Umsetzung von Inhalten in Bilder mit Hilfe von Kameraleuten und Cuttern, das knappe Formulieren von Texten für eine meist sehr eng bemessene Sendezeit aus" macht die Arbeit des typischen Fernsehsportjournalisten aus (BREUNIG/ ROSENBERGER/BARTEL 1993, 11). Die Arbeitsweise im TV-Bereich ist also keineswegs vergleichbar mit der eines Sportredakteurs bei einer Tageszeitung und nur zum Teil vergleichbar mit der eines Radiojournalisten.
1 Einleitung und Problemstellung: Das Kapitel führt in das Berufsfeld des Fernsehsportjournalismus ein, benennt die ungeklärten Fragen zu den Zugangsregelungen und formuliert die Forschungsfrage zum individuellen Nutzen der verschiedenen Ausbildungswege.
2 Fernsehsportjournalismus: Hier erfolgt eine begriffliche Klärung des Fernsehsportjournalisten, die Abgrenzung zu anderen Journalistenformen sowie eine Darstellung der Arbeitsrealität im TV-Bereich.
3 Aktueller Forschungsstand: Das Kapitel gibt einen Überblick über die bisherige wissenschaftliche Literatur zur Journalismusausbildung und bewertet den Stand der Forschung, insbesondere im Hinblick auf den Sportjournalismus.
4 Ausbildungsstätten für Journalisten: Es erfolgt eine detaillierte Auflistung und Beschreibung journalistischer Ausbildungsmöglichkeiten, unterteilt in Journalistenschulen, universitäre Studiengänge (Journalistik, Publizistik, Sportwissenschaft), Aufbaustudiengänge und überbetriebliche Institute.
5 Der Einstieg in den Beruf des Sportjournalisten: Dieses Kapitel erläutert die praktische Ebene des Berufseinstiegs durch Praktika, Hospitanzen, freie Mitarbeit und Volontariate.
6 Annahmen der Journalismusforschung: Es werden der theoretische "Idealweg" einer Journalismuskarriere skizziert und die Anforderungen an die journalistische Kompetenz definiert.
7 Einschätzungen und Wünsche zur Ausbildung im Journalismus und Sportjournalismus: Das Kapitel kontrastiert die Standpunkte der Wissenschaft mit denen der journalistischen Praxis hinsichtlich der Ausbildungserfordernisse.
8 Die qualitative Befragung zu Ausbildungswegen zum Sportjournalismus: Die methodische Vorgehensweise der qualitativen Studie wird begründet, inklusive der Auswahl der Interviewpartner und der Interview-Leitfäden.
9 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Die Ergebnisse der Interviews werden thematisch ausgewertet, interpretiert und die verschiedenen Ausbildungswege kritisch reflektiert.
10 Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit zu den Ausbildungsbedingungen und den Anforderungen an Fernsehsportjournalisten werden kompakt zusammengeführt.
11 Fazit und Ausblick: Das Kapitel zieht ein finales Resümee zur Rolle der universitären Ausbildung im Vergleich zur Praxis und gibt Ausblicke auf notwendige Entwicklungen in der Ausbildungsplanung.
Fernsehsportjournalismus, Journalismusausbildung, Volontariat, Journalistenschule, Sportpublizistik, Kommunikatorforschung, Qualifikationsprofil, Praxisbezug, qualitative Befragung, Leitfaden-Interview, Berufseinstieg, Medienpraxis, Sportwissenschaft, journalistische Kompetenz, Medienlandschaft.
Die Arbeit befasst sich mit den Ausbildungsvoraussetzungen für eine Karriere im Fernsehsportjournalismus und analysiert, welche Ausbildungswege den größten Nutzen für den Berufseinstieg bieten.
Zentrale Themen sind die Anforderungen an den TV-Sportjournalisten, der Vergleich von universitären Studiengängen mit praktischen Ausbildungswegen wie dem Volontariat sowie die Einstellung von Experten und Redakteuren zu diesem Berufsfeld.
Die zentrale Frage lautet: Welche Ausbildungsform erzielt den höchsten individuellen Nutzen für den angehenden Fernsehsportjournalisten im Hinblick auf Berufseinstieg und Beschäftigung?
Der Autor verwendet eine qualitative Befragung in Form von problemzentrierten Leitfaden-Interviews, um fundierte Einblicke von Experten, leitenden Redakteuren und Absolventen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes, eine Bestandsaufnahme aktueller Ausbildungsstätten und die Auswertung der qualitativen Interviews, die sowohl das Berufsbild als auch die Bewertung der Ausbildungsformen thematisieren.
Neben dem Sportjournalismus sind Begriffe wie journalistische Kompetenz, Praxisrelevanz, Volontariat und die Abgrenzung zwischen theoretischer Hochschulausbildung und praktischer Redaktionsarbeit maßgeblich.
In der Arbeit wird das Volontariat aufgrund der engen Verzahnung von Theorie und Praxis in einer Redaktion häufig als besonders effektiver Weg zur Berufsetablierung beschrieben, wenngleich dessen Qualität je nach Sender stark variiert.
Experten bewerten ein Sportstudium meist als nützliche inhaltliche Grundlage für das Fachwissen, betonen jedoch, dass es für sich genommen keine ausreichende journalistische Qualifikation darstellt und durch handwerkliche Ausbildung ergänzt werden muss.
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