Hausarbeit, 2011
12 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Was bedeutet der Begriff „Armut“?
2.1 Absolute Armut
2.2 Relative Armut
3. Risikofaktoren für Armut
3.1 Arbeitslosigkeit
3.2 Migrationshintergrund
3.3 Alleinerziehende
3.4 Kinderreichtum
4. Auswirkungen der Kinderarmut
4.1 Auswirkungen auf die kognitive und intellektuelle Entwicklung
4.2 Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit
4.2.1 Physische Gesundheit
4.2.2 Psychische Gesundheit
4.3 Ökonomische Folgen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das gesellschaftlich relevante Problem der Kinderarmut in Deutschland. Ziel ist es, die strukturellen Ursachen sowie die gravierenden physischen, psychischen und kognitiven Folgen für die betroffenen Kinder zu analysieren und deren langfristige ökonomische Auswirkungen auf die Gesellschaft aufzuzeigen.
4.1 Auswirkungen auf die kognitive und intellektuelle Entwicklung
Bereits im Kindergartenalter kann man bei Kindern, die aus armen Familien stammen, eine kognitive Schwäche oder eine Verzögerung der kognitiven Entwicklung feststellen. Häufig weisen sie immense Defizite in ihrer Sprach‐ und Ausdrucksfähigkeit auf. Desweiteren kann man in ihrem Spiel‐ und Arbeitsverhalten negative Auffälligkeiten beobachten. Arme Kinder zeigen weniger Motivation und Ausdauer, da die Förderung und Anregung in ihrem Elternhaus, aber auch in ihrer Umgebung außerhalb ihres Wohnbereiches fehlen. Den Eltern fehlen die materiellen Mittel und einigen ebenso das Wissen, wie sie ihr Kind richtig fördern können. Oft ist in diesen Familien der Fernsehkonsum stark erhöht und es wird kaum miteinander geredet oder mit den Kindern gespielt. Mehrfach besitzen Kinder aus armen Familien keine Bücher. Auch den Übergang auf weiterführende Schulen schaffen Kinder mit Armutserfahrung sehr viel seltener als Kinder aus mittelständischen oder reichen Familien. Allerdings ist dies nicht nur auf die schlechteren schulischen Qualifikationen zurückzuführen. Es werden von Lehrern auch negative Gymnasiumempfehlungen ausgesprochen. Armen Kindern wird es demnach ‐ gleichgültig von welcher Seite schwer gemacht ‐ und deren positive berufliche Zukunftschance sinkt. (Holz/Koluda, 2003) In dem thematischen Bericht der OECD zu Pisa 2000 wird dies wie folgt bestätigt: „Schüler aus sozial begünstigten Schichten lernen auch besser. Sie glauben insbesondere eher daran, dass sie Erfolg haben werden, verwenden häufiger effektive Lernstrategien und sind interessierter am Lesen. Der in PISA gezeigte Leistungsvorteil von Schülern aus sozial bessergestellten Familien lässt sich dabei zu einem erheblichen Anteil darauf zurückführen, dass diese Schüler über bessere Lernvoraussetzungen im Sinne von Motivation, Lernstrategien und Selbstvertrauen verfügen.“ (Artelt, 2004)
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung von Armut in Entwicklungsländern und der realen Situation von 1,5 Millionen Kindern in Deutschland.
2. Was bedeutet der Begriff „Armut“?: Dieses Kapitel differenziert zwischen absoluter Armut, die das physische Überleben betrifft, und relativer Armut, die sich am gesellschaftlichen Durchschnitt orientiert.
3. Risikofaktoren für Armut: Es werden spezifische sozioökonomische Faktoren analysiert, die das Armutsrisiko erhöhen, darunter Arbeitslosigkeit, Migrationshintergrund, Alleinerziehung und Kinderreichtum.
4. Auswirkungen der Kinderarmut: Hier werden die negativen Konsequenzen für die kognitive Entwicklung, die physische und psychische Gesundheit sowie die langfristigen ökonomischen Folgen detailliert beschrieben.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Dringlichkeit des Problems zusammen und schlägt politische Ansätze vor, um die Bildungschancen und die Lebenssituation armer Kinder nachhaltig zu verbessern.
Kinderarmut, Armutsrisiko, relative Armut, absolute Armut, Alleinerziehende, kognitive Entwicklung, Gesundheit, Bildungsarmut, soziale Schicht, Sozialhilfe, Arbeitslosigkeit, Migration, Armutsfolgen, Bildungsbenachteiligung, Rentensystem.
Die Arbeit befasst sich mit dem Ausmaß und den Auswirkungen von Kinderarmut im wirtschaftlich wohlhabenden Deutschland.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Armut, die Identifikation von Risikogruppen und die Analyse der Folgen für die betroffenen Kinder sowie die Gesellschaft.
Das Ziel ist es, die komplexen Ursachen für Kinderarmut aufzuzeigen und die weitreichenden negativen Folgen für die individuelle Entwicklung und das Wirtschaftssystem zu verdeutlichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene Studien und Berichte, wie die UNICEF-Vergleichsstudie und Daten der OECD, einbezieht.
Im Hauptteil werden zunächst die Begrifflichkeiten geklärt, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der Risikofaktoren und der Auswirkungen auf die kognitive, physische und psychische Gesundheit.
Die wichtigsten Begriffe sind Kinderarmut, Armutsrisikofaktoren, kognitive Entwicklung, Bildungsbenachteiligung und sozioökonomischer Status.
Der sozioökonomische Status der Eltern bestimmt laut Preuß & Stümpfig maßgeblich die intellektuelle Entwicklung des Kindes und sorgt für eine soziale Ausdifferenzierung.
Durch schlechtere Bildungschancen droht ein Mangel an qualifizierten Fachkräften, was das Wirtschaftswachstum gefährdet und die Finanzierung der Sozialsysteme unter Druck setzt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

