Seminararbeit, 2011
28 Seiten, Note: 1,3
1. Zielsetzung der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Begriffserklärung in der Konversationsanalyse
2.1.1 Das Konzept des Gesichts
2.1.2 Höflichkeitsstrategien nach Brown und Levinson
2.2 Vorstellungen von Respekt vor dem Anderen in China und Deutschland.
2.3. Fragestellungen für die Arbeit
3. Vorgehen vom Gespräch-Experiment
3.1. Probanden
3.2. Design vom Experiment
4. Analyse der Gesprächssequenzen
4.1. Analyse der Gespräche mit Chinesen
4.1.1 Bei der Anrede:
4.1.2 Bei der Einladung
4.1.3 Bei dem Absagen
4.2. Experiment 2: 2 Gespräche mit Deutschen
4.3. Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Diskussion der Ergebnisse: Höflichkeit im interkulturellen Vergleich
6. Zusammenfassung
Anhang: Experiment-Gespräche
Gespräch 1:
Gespräch 2:
Gespräch 3:
Gespräch 4:
Gespräch 5
Gespräch 6
Gespräch 7
Gespäch 8
Die Arbeit untersucht interkulturelle Unterschiede in Höflichkeitsstrategien bei Einladungen und Absagen zwischen Deutschland und China, um Missverständnisse in der globalisierten Kommunikation zu minimieren.
4.2. Experiment 2: 2 Gespräche mit Deutschen
Sehr ähnlich wie die Gespräche mit Chinesen hat die Absage im Deutschen, insbesondere wenn die Sprecher nicht so familiär miteinander sind, eine komplexe Struktur.
Wie zu Beispiel im folgenden Gespräch:
4)
A: Ich hab überlegt, am Mittwoch paar Leute zum Sushi essen einzuladen.
B: Oh, cool. (Übertreibung)
A: Ja! Wir könnten dann selbst Sushi machen und das danach dann essen
B: Wow! Das wär wirklich toll. (Übertreibung )
A: Magst du auch kommen?
B: Hmm(Unterbrechung) Ich würd total gerne kommen, aber ich hab jetz dummerweise schon meinem Bruder versprochen, ihm bei seiner Abschlussarbeit zu helfen. (Begründung)
A: Ach so. Schade. Und wenn du einfach später nachkommst?
B: Ich glaub nicht, dass ich das schaffen werde. Aber ich schick dir am Mittwoch auf jeden Fall eine SMS, sobald ich mehr weiß.
Die Antwort von B ist relativ strukturell komplex, z.B. durch die Verzögerung zu Beginn (Unterbrechung), dann eigene Wunsch zu zeigen „Ich würd total gerne kommen“ und danach durch die Begründung „ich hab jetz dummerweise schon meinem Bruder versprochen, ihm bei seiner Abschlussarbeit zu helfen.“
Auch im vorgenannten Gespräch gibt es Strategien der positiven Höflichkeiten, wie zum Beispiel „Oh, cool“ „Wow! Das wär wirklich toll.“, um die Gemeinsamkeiten miteinander herzustellen.
1. Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Relevanz interkultureller Höflichkeitsforschung zwischen Deutschland und China angesichts zunehmender Globalisierung.
2. Theoretischer Hintergrund: Erläuterung des Gesichts-Konzepts (inklusive Mianzi) und der Höflichkeitsstrategien nach Brown und Levinson sowie kultureller Respektvorstellungen.
3. Vorgehen vom Gespräch-Experiment: Beschreibung der Methodik und Auswahl der 16 Probanden sowie des experimentellen Designs für die Gesprächsanalyse.
4. Analyse der Gesprächssequenzen: Detaillierte Untersuchung von Einladungs- und Absage-Interaktionen in chinesischen und deutschen Kontexten unter Berücksichtigung von Alter und sozialer Distanz.
5. Diskussion der Ergebnisse: Höflichkeit im interkulturellen Vergleich: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der kulturellen Unterschiede bei Einladungen und Ablehnungen sowie der Einordnung in Hall's High- und Low-Context-Modelle.
6. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Forschungsergebnisse und Fazit zur Notwendigkeit des kulturellen Verständnisses für eine erfolgreiche Kommunikation.
Höflichkeit, Interkulturelle Kommunikation, Konversationsanalyse, Gesicht, Mianzi, Einladung, Absage, Brown und Levinson, Soziale Distanz, High-Context, Low-Context, Kulturvergleich, Respekt, Gesprächsexperiment, Sprachhandlung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Konventionen der Höflichkeit beim Aussprechen und Ablehnen von Einladungen in der deutschen und chinesischen Kultur.
Die zentralen Themen sind das Konzept des „Gesichts“, kulturelle Höflichkeitsstrategien, interkulturelle Missverständnisse sowie die Einflüsse von sozialem Status und Bekanntheitsgrad auf die Kommunikation.
Das Ziel ist es, die präferierten Sequenzen und Strategien bei Einladungen und Absagen in beiden Kulturen zu vergleichen, um interkulturelle Begegnungen zu erleichtern.
Die Autorin führt ein Gesprächs-Experiment mit 16 Probanden durch, deren Dialoge transkribiert und anschließend auf Basis der Höflichkeitstheorie von Brown und Levinson analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Beschreibung des Versuchsaufbaus sowie eine detaillierte Analyse der Gesprächssequenzen inklusive Anrede, Einladung und Ablehnung.
Neben Höflichkeit und interkultureller Kommunikation sind Begriffe wie Gesicht (Mianzi), Gesprächsanalyse, Einladung, Absage sowie High-Context und Low-Context prägend.
In der chinesischen Kultur ist das Gesicht (Mianzi) eng mit Respekt und sozialem Status verknüpft; eine Ablehnung wird daher oft rituell und indirekt formuliert, um das Gesicht des Gegenübers zu wahren.
Diese Dimension erklärt, warum Chinesen oft impliziter kommunizieren (High-Context), während Deutsche in der Kommunikation direkter und expliziter sind (Low-Context), was zu interkulturellen Missverständnissen führen kann.
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