Seminararbeit, 2012
22 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffsklärungen
2.1 Was sind Schulleistungen?
2.2 Was ist Motivation?
2.3 Was ist Leistungsmotivation?
3 Theorien der Leistungsmotivation
3.1 Das Risiko-Wahl-Modell von ATKINSON
3.2 Die Attributionstheorie nach WEINER
3.3 Das Selbstbewertungsmodell von HECKHAUSEN
4 Extrinsische Einflussfaktoren des Lehrers auf die Leistungsmotivation der Schüler
4.1 Der Einfluss von Lehrererwartungen
4.2 Die Auswirkungen von Lehrersanktionen
4.3 Die Bedeutung der Bezugsnormorientierung
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand empirischer Erkenntnisse, welchen Einfluss Lehrkräfte als extrinsische Motivatoren auf die Leistungsmotivation von Schülern ausüben können. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Lehrerverhalten und motivationalen Prozessen zu beleuchten, um pädagogische Handlungsoptionen zur Förderung des Schulerfolgs abzuleiten.
3.2 Die Attributionstheorie nach WEINER
Das Risiko-Wahl-Modell war gegenüber jenen Theorien, die ein Verhalten nur aus der Person und deren Triebzuständen bzw. nur aus situativ bestimmten Reizen erklären wollten, deshalb so forschungsfruchtbar und fortschrittlich, weil es Verhalten als Wechselwirkung von Person und Situation vorhersagte. Jedoch konnte das Modell keinerlei Antwort darauf geben, warum eine Person in einer bestimmten Situation so und nicht anders handelt.
Des Weiteren sind auch die Ursachen nicht geklärt, die eine Person für ihr Resultat verantwortlich macht. Gerade aber diese sind entscheidend dafür verantwortlich, wie Erfolg und Misserfolg letztendlich auf den Akteur wirken (vgl. RHEINBERG 2002, S. 83).
Wird Misserfolg der eigenen mangelnden Fähigkeit als Ursache zugeschrieben, so wird dies völlig andere Konsequenzen zur Folge haben, als wenn man sog. äußere Faktoren wie z.B. Pech oder eine hohe Aufgabenschwierigkeit als Ursache ausmacht. Als erster analysierte HEIDER die Ursachenerklärungen (Kausalattributionen) und trennte zwischen konstanten und variablen Ursachenfaktoren wie „Können“ und „Bemühen“. WEINER, FRIEZE, KUKLA, REED, REST & ROSENBAUM haben diesen Ansatz dann für die Leistungsmotivationsforschung fruchtbar gemacht. Demnach werden herangezogene Kausalfaktoren zum einen nach der Zeit eingestuft, und zum anderen zwischen Faktoren der Person (internal) oder der Umwelt (external) getrennt (vgl. im Folgenden RHEINBERG 2002, S. 83). WEINER verband die für Erfolg und Misserfolg grundlegenden Kausalelemente zu einem Klassifikationsschema.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Schulleistungen ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss des Lehrers als extrinsischen Motivator zu untersuchen.
2 Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Schulleistung, Motivation und Leistungsmotivation als theoretische Basis für die weitere Analyse.
3 Theorien der Leistungsmotivation: Hier werden das Risiko-Wahl-Modell, die Attributionstheorie und das Selbstbewertungsmodell vorgestellt, um das Zustandekommen leistungsorientierten Verhaltens zu erklären.
4 Extrinsische Einflussfaktoren des Lehrers auf die Leistungsmotivation der Schüler: Dieses Hauptkapitel untersucht, wie Lehrererwartungen, Sanktionen und Bezugsnormen direkt oder indirekt die Motivation von Schülern beeinflussen.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Bezugsnormorientierung sowie eines förderlichen Lehrerverhaltens.
Leistungsmotivation, Schulleistung, Motivation, Lehrererwartungen, Pygmalion-Effekt, Attributionstheorie, Bezugsnormorientierung, Selbstbewertungsmodell, extrinsische Motivation, pädagogische Psychologie, Lernprozess, Lehrer-Schüler-Interaktion, Lob und Tadel.
Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen Voraussetzungen für Schulleistungserfolge und der Rolle, die Lehrkräfte dabei durch extrinsische Motivation spielen.
Die zentralen Themen sind Motivationspsychologie, die Analyse verschiedener Leistungstheorien sowie die Interaktion zwischen Lehrerverhalten und Schülermotivation.
Das Ziel ist es, auf Basis empirischer Erkenntnisse zu klären, inwieweit Lehrer durch ihr Handeln und ihre Rückmeldungen die Leistungsmotivation ihrer Schüler positiv beeinflussen können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Analyse bestehender leistungsmotivationspsychologischer Theorien und empirischer Forschungsbefunde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung klassischer Motivationsmodelle sowie eine Untersuchung spezifischer Einflussfaktoren wie Erwartungen, Sanktionen und Bezugsnormen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Leistungsmotivation, Attribution, Bezugsnormorientierung und pädagogisches Lehrerhandeln charakterisiert.
Der Pygmalion-Effekt beschreibt den Prozess einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, bei dem die Erwartungen eines Lehrers an einen Schüler dessen tatsächliche Leistung beeinflussen.
Die individuelle Bezugsnorm wird empfohlen, da sie den Fokus auf den persönlichen Lernzuwachs des Schülers legt und so die Motivation auch bei schwächeren Schülern besser aufrechterhalten kann als ein ständiger Vergleich mit dem Klassendurchschnitt.
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