Seminararbeit, 2006
13 Seiten, Note: 1,0
1. Französische Musikgeschichte
1.1. Musik-Kultur im Mittelalter
1.2. Tanz-Kultur
1.3. Entwicklung der Oper
2. Jean Baptiste Lully
2.1. Jugend im Ballett und Orchester
2.2. Der Aufstieg zu Ruhm und Ehre beginnt
2.3. Die neue Kunstrichtung „Oper“
2.4. Zusammenarbeit mit Quinault
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung der französischen Nationaloper im 17. Jahrhundert, mit einem besonderen Fokus auf die prägende Rolle von Jean Baptiste Lully. Sie analysiert, wie sich unter dem Einfluss des französischen Hofes und durch die innovative Zusammenarbeit von Lully mit dem Librettisten Quinault eine eigenständige, vom italienischen Vorbild abweichende Opernform etablieren konnte.
2.4. Zusammenarbeit mit Quinault
In den darauffolgenden Jahren, von 1673 bis 1687 arbeitete der Komponist mit dem Dichter Quinault zusammen. Vielen großen Meistern der Tonkunst fehlte nämlich der dichtende, Dramen-gestaltende „Librettist“, der ihren Werken die Vollkommenheit einbrachte. Quinault schrieb seinem Tonsetzer elf Tragödien, vorschriftsmäßige, theaterechte Libretti, die Lully in diesen Jahren herausbrachte und durch die er zum Schöpfer der französischen nationalen Oper geworden ist.
Das Fehlen eines echten Dramas, im textlichen Sinne, war der Grund weshalb die Franzosen die seelenvolle und melodienschöne Oper der Italiener abgelehnt hatten. Sie hatten es sich nicht bieten lassen Arienbündel als Oper, als Theaterstück präsentiert zu bekommen, da sie die großen Tragödien und Komödien ihrer bedeutenden Dichter gewohnt waren. Deshalb traf Lully auf ihre Zustimmung, da sein Librettist diese Texte verwirklichen konnte.
Nachdem die Privilegien-Angelegenheit geregelt war, begann die Arbeit für Lully. Neben der kompositorischen Arbeit, wartete auch viel Organisatorisches auf den Künstler, beginnend beim Einstellen tüchtiger Theaterleute bis hin zum Kauf eines geeigneten Aufführungssaales. Dieser zusätzliche Stress war die Ursache, dass Lullys Gesundheit zu leiden begann. Nach schwerem, aber nur kurzem Krankenlager raffte sich der Meister wieder auf uns ließ im Jahr 1673 seine erste Oper, die Tragödie „Cadmus et Hermione“ aufführen. Die Handlung dieser Oper ruhte auf dem Rezitativ, somit hatte Lully das Rezitativ für die französische Oper erfunden, da sämtliche vorhergehenden Aufführungen aus aneinandergereihten Arien- und Tanzfolgen bestanden.
1. Französische Musikgeschichte: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Entwicklungen der französischen Musikkultur, beginnend im Mittelalter, und beleuchtet die frühen Einflüsse auf die Entwicklung der Oper.
1.1. Musik-Kultur im Mittelalter: Es werden die Lockerung der kirchlichen Strenge in der Mehrstimmigkeit sowie frühe weltliche Dramen als Vorstufen der späteren Oper beschrieben.
1.2. Tanz-Kultur: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung der französischen Tanzformen und Suiten als nationales Gegenmittel zur italienischen Opernform.
1.3. Entwicklung der Oper: Hier wird der Prozess der Entstehung der Oper in Frankreich dargestellt, wobei der Einfluss der Hofballette und die Suche nach einer eigenen nationalen Identität im Vordergrund stehen.
2. Jean Baptiste Lully: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie Lullys und seinem Werdegang vom florentinischen Einwanderer zum bedeutendsten Komponisten am Hofe des Sonnenkönigs.
2.1. Jugend im Ballett und Orchester: Die Anfänge Lullys in Paris und sein schneller Aufstieg als Musiker und Tänzer in den Hofensembles werden nachgezeichnet.
2.2. Der Aufstieg zu Ruhm und Ehre beginnt: Die Festigung von Lullys Position durch die Gründung eigener Ensembles und seine Rolle bei den Festlichkeiten zur Hochzeit Ludwigs XIV. werden detailliert.
2.3. Die neue Kunstrichtung „Oper“: Dieser Teil befasst sich mit der Gründung der „Académie royale de musique“ und den harten juristischen Kämpfen Lullys um das exklusive Opernprivileg.
2.4. Zusammenarbeit mit Quinault: Hier wird die fruchtbare Kooperation mit dem Librettisten Quinault thematisiert, die zur Entwicklung des französischen Rezitativs und zur Etablierung der Nationaloper führte.
Jean Baptiste Lully, französische Oper, Nationaloper, Musikgeschichte, Philippe Quinault, Ludwig XIV., Académie royale de musique, Barockmusik, Rezitativ, Hofballett, Tanzkultur, Musiktheater, 17. Jahrhundert, italienische Oper, Musikdramatik.
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung der französischen Oper im 17. Jahrhundert und analysiert den maßgeblichen Einfluss des Komponisten Jean Baptiste Lully auf diese Kunstform.
Die zentralen Themen umfassen die französische Musikgeschichte, die Entwicklung des Tanzes als nationales Ausdrucksmittel, die Biografie von Lully und die Institutionalisierung der französischen Oper durch das Opernprivileg.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine bewusste Abgrenzung zur italienischen Operntradition und durch die Arbeit Lullys und seines Librettisten Quinault eine spezifisch französische, musikalisch-dramatische Identität geschaffen wurde.
Die Arbeit stützt sich auf eine musikwissenschaftliche und historische Analyse, die dokumentarische Quellen und historische Entwicklungen des 17. Jahrhunderts in den Kontext des französischen Musiklebens setzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einleitung über die Musik- und Tanzkultur in Frankreich sowie eine ausführliche biographische und künstlerische Analyse von Lullys Schaffen bis hin zur Etablierung seiner Opern.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Jean Baptiste Lully, französische Oper, Nationaloper, Musikgeschichte, Rezitativ, Philippe Quinault und der Einfluss des Hofes Ludwigs XIV.
Lully und Molière arbeiteten eng zusammen, um das Genre des „Comédie-Balletts“ zu prägen, doch ihre professionelle Beziehung endete in einem Zerwürfnis aufgrund privater Absprachen Lullys mit dem König.
Lully führte das Rezitativ in der französischen Oper ein, um einen dramatischen Textfluss zu ermöglichen, der sich von den bisher üblichen, bloßen Aneinanderreihungen von Arien und Tänzen abhob.
Lully sicherte sich das Privileg durch staatliche Patente und einen entsprechenden Parlamentsbeschluss im Jahr 1672, was ihm die exklusive Leitung der „Académie royale de musique“ und die Unterdrückung konkurrierender Opernaufführungen ermöglichte.
Lully verstarb an den Folgen einer Fußinfektion, die er sich zuzog, als er sich während einer Dirigier-Begeisterung bei einer Genesungsfeier des Königs versehentlich mit seinem schweren Taktstock selbst in den Fuß stieß.
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