Diplomarbeit, 2007
193 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Soziale Arbeit
2.1 Was ist Soziale Arbeit?
2.1.1 Historische Herausbildung
2.1.2 Definition Brockhaus Enzyklopädie
2.1.3 Definition der International Federation Of Social Workers (IFSW)
2.2 Menschenrechte
2.2.1 Welche Rechte sind Menschenrechte
2.2.2 Menschenrechte und Soziale Arbeit
3. Bewusstseinsbildung
3.1 Hypothesen zur Entwicklung von Bewusstsein
3.2 Definition von Bewusstsein
3.3 Bewusstseinsbildung im Sinne Paulo Freire’s
3.4 Kritik
4. Systemtheorie und Soziale Arbeit
4.1 Das systemische Paradigma
4.2 Das systemisch-konstruktivistische Paradigma oder die subjektive Wirklichkeitskonstruktion
4.3 Kritik
5. Handlungstheoretische Ansätze
5.1 Der systemisch-prozessuale Ansatz nach Staub-Bernasconi
5.1.1 Gegenstand Sozialer Arbeit
5.1.2 Entstehung Sozialer Probleme
5.1.3 Behinderungsmacht versus Begrenzungsmacht
5.1.4 Kritik
5.2 Der Empowerment-Ansatz
5.2.1 Definition
5.2.2 Die politische Dimension von Empowerment
5.2.3 Die lebensweltliche Dimension von Empowerment
5.2.4 Kritik
6. Globalisierung
6.1 Begriffsklärung und Annäherung
6.2 Dimensionen der Globalisierung
6.2.1 Kulturelle Globalisierung
6.2.2 Ökologische Globalisierung
6.2.3 Technologische Globalisierung
6.2.4 Politische Dimension
6.2.5 Zivilgesellschaftliche Globalisierung oder „Globalisierung von unten“
6.2.5.1 Die Protestbewegung
6.2.5.2 Die internationalen Nichtregierungsorganisationen und ihre Vernetzung
6.2.6 Ökonomische Globalisierung
7. Globalisierung im Zeichen der Ökonomisierung oder „Globalisierung von oben“
7.1 Der klassische Liberalismus
7.2 Der Neoliberalismus
7.2.1 Kritische Betrachtung des Neoliberalismus
7.2.2 Auswirkung auf Demokratie und Politik (Makro-Ebene)
7.2.3 Auswirkungen auf die Gesellschaft
7.2.4 Auswirkungen auf die psycho-soziale bzw. individuelle Ebene (Mikro-Ebene)
8. Konsequenzen für die Soziale Arbeit
8.1 Konsequenzen auf drei Ebenen
8.1.1 Die Persönliche Ebene
8.1.2 Die Ebene der Profession
8.1.3 Die Ebene der Disziplin und Ausbildung
8.2 Zusammenfassung
9. Eine-Welt-Arbeit
9.1 Was ist Eine-Welt-Arbeit?
9.1.1 Ebenen der Eine-Welt-Arbeit
9.1.2 Konkrete Aktionen der Eine-Welt-Arbeit
9.1.3 Akteure der Eine-Welt-Arbeit
9.2 Eine-Welt-Arbeit in München
9.2.1 Konkrete Aktivitäten der Landeshauptstadt München
9.2.2 Agenda-21
9.2.3 Lokale Agenda-21 München
9.2.4 Das Eine-Welt-Haus München e.V. (EWH)
9.3 Das Nord-Süd-Forum München e.V. (NOSFO)
9.3.1 Die Arbeit des Nord Süd Forum München e.V.
9.3.2 Projekte und Kampagnen des Nord Süd Forum München e.V.
9.3.3 Die Kampagne „made by kinderhand“
Schluss
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der neoliberalen Globalisierung auf die Soziale Arbeit und leitet daraus notwendige Konsequenzen für die professionelle Praxis und Ausbildung ab. Im Zentrum steht die kritische Analyse, wie globale wirtschaftliche Prozesse soziale Ungleichheiten verschärfen und welche Rolle die Soziale Arbeit bei der Bewältigung dieser Herausforderungen spielen kann, konkretisiert am Beispiel der Eine-Welt-Arbeit in München.
1. Einleitung
Der Begriff „Globalisierung“ ist in aller Munde und kann mittlerweile als das am meisten gebrauchte und missbrauchte Schlagwort der Gegenwart bezeichnet werden. (vgl. Nuscheler 2004: S. 51) Die Globalisierung durchdringt unser gesamtes Leben, und macht auch nicht vor der Sozialen Arbeit halt.
In dieser Diplomarbeit wird deutlich, dass die vielschichtigen und komplexen Prozesse, welche durch die neoliberale Globalisierung in Gang gesetzt werden, auch die Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit zusehends verändern. Die Ökonomisierung bzw. Monetarisierung des Sozialen, die zunehmende Privatisierung sozialer Dienstleistungen aber auch umfassende gesellschaftspolitische Veränderungen sind nur einige Beispiele entsprechender Entwicklungen, mit denen sich Profession und Disziplin Sozialer Arbeit heute und in den kommenden Jahren auseinandersetzen muss.
Ein Grund hierfür liegt in der Aufgabe der Prävention, welche die Soziale Arbeit innehat. Diese Aufgabe ergibt sich aus dem gesellschaftlichen Auftrag, einerseits benachteiligten Menschen zu Teilnahmechancen zu verhelfen, andererseits gesellschaftliche Strukturen und Prozesse zu erkennen und so zu gestalten, dass gesellschaftliche Grundwerte umgesetzt werden können. In diesem Zusammenhang ist Soziale Arbeit Teil eines gesellschaftlichen Gesamtprozesses, der auf Optimierung hin angelegt ist. (vgl. Schumacher 2006: keine Angabe)
Vor diesem Hintergrund erscheint die Auseinandersetzung mit Globalisierungsprozessen für die Soziale Arbeit notwendig, da Tendenzen und Zusammenhänge, welche sich aktuell und in Zukunft abzeichnen, erkannt und reflektiert werden müssen, um handlungsfähig zu bleiben. Ansonsten läuft die Soziale Arbeit Gefahr, von den Entwicklungen überrascht bzw. „überrollt“ zu werden und den Anschluss zu verlieren.
1. Einleitung: Stellt das Thema Globalisierung als zentrale Herausforderung für die Soziale Arbeit vor und begründet die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung.
2. Soziale Arbeit: Erläutert den Begriff der Sozialen Arbeit, ihre historische Entwicklung sowie die fundamentale Bedeutung der Menschenrechte als Basis der Profession.
3. Bewusstseinsbildung: Analysiert den Ansatz der Befreiungspädagogik nach Paulo Freire und dessen Anwendungsmöglichkeiten zur Entwicklung eines kritischen Bewusstseins.
4. Systemtheorie und Soziale Arbeit: Diskutiert das systemische Paradigma und den konstruktivistischen Denkansatz als hilfreiche theoretische Werkzeuge für die Soziale Arbeit.
5. Handlungstheoretische Ansätze: Stellt den systemisch-prozessualen Ansatz nach Staub-Bernasconi und das Empowerment-Konzept als handlungsrelevante Theorien vor.
6. Globalisierung: Differenziert das Phänomen Globalisierung in sechs Dimensionen und beleuchtet die kulturellen, politischen und technologischen Aspekte.
7. Globalisierung im Zeichen der Ökonomisierung oder „Globalisierung von oben“: Untersucht kritisch den Neoliberalismus als treibende Kraft hinter sozialen Problemen wie Armut und Arbeitslosigkeit.
8. Konsequenzen für die Soziale Arbeit: Leitet aus der kritischen Analyse konkrete Handlungsfelder auf der persönlichen Ebene, der Ebene der Profession sowie der Ebene der Disziplin ab.
9. Eine-Welt-Arbeit: Verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit praktischen Beispielen der Eine-Welt-Arbeit, insbesondere durch das Engagement in München.
Globalisierung, Neoliberalismus, Soziale Arbeit, Menschenrechte, Bewusstseinsbildung, Befreiungspädagogik, Empowerment, Armut, Arbeitslosigkeit, Systemtheorie, Eine-Welt-Arbeit, Sozialpolitik, Soziale Ungleichheit, Partizipation, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit analysiert die komplexen Auswirkungen der neoliberalen Globalisierung auf die Soziale Arbeit und untersucht, wie die Profession auf diese strukturellen Veränderungen reagieren kann.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen des neoliberalen Wirtschaftsmodells, die Bedeutung der Menschenrechte, systemtheoretische Grundlagen, Bewusstseinsbildung nach Paulo Freire sowie Empowerment-Ansätze in der Praxis.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für Globalisierungsprozesse als Kontextbedingung der Sozialen Arbeit zu schaffen und Handlungsmöglichkeiten für Sozialarbeiter aufzuzeigen, um trotz globaler Krisen professionell handlungsfähig zu bleiben.
Die Arbeit nutzt eine kritische Analyse theoretischer Ansätze (Systemtheorie, Befreiungspädagogik) sowie die Untersuchung von Fallbeispielen der lokalen Eine-Welt-Arbeit in München, um theoretische Konzepte mit der Praxis zu verknüpfen.
Der Hauptteil differenziert Globalisierung in sechs Dimensionen, fokussiert auf die neoliberale Ökonomisierung („Globalisierung von oben“) und beleuchtet deren Auswirkungen auf Individuen, Politik und Gesellschaft.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Globalisierung, Neoliberalismus, Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession, Empowerment und Partizipation beschreiben.
Die Eine-Welt-Arbeit dient als konkretes Praxisbeispiel, wie eine globalisierungskritische Perspektive vor Ort umgesetzt werden kann, insbesondere durch die Aktivitäten des Nord-Süd-Forums in München.
Der Autor kritisiert den Rückzug des Staates durch Privatisierung und Deregulierung („Schlankheitswahn“), was die Soziale Arbeit vor neue Herausforderungen stellt und soziale Ungleichheiten massiv verschärft.
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