Hausarbeit, 2011
17 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Der Autor
3. Allgemeine Analyse
4. Intertextualität
5. Besonderheiten
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verserzählung "Helmbrecht" von Wernher dem Gärtner, wobei der Fokus primär auf den zentralen Dialogen zwischen Vater und Sohn sowie der ersten Heimkehr des Protagonisten liegt, um die familiären Beziehungen und die didaktische Absicht des Werkes zu beleuchten.
3. Allgemeine Analyse
Direkt zu Anfang des Gespräches zwischen Vater und Sohn zeigt der junge Helmbrecht wie materiell denkend er ist.
lieber vater min, nu bedarf ich wol der stiure din: mir hät min muoter gegeben und ouch min swester, sol ich leben, daz ich in alle mine tage immer holdez herze trage
Hier zeigt der Sohn seinem Vater, dass er seine Liebe nur an jene verschenkt, die ihn materiell unterstützen und fordert eben diese Hilfe von seinem Vater ein. Der Vater hingegen liebt seinen Sohn und will ihn mit seinem Rat, das Streben nach dem Leben am Hofe abzulegen, nur schützen und ersucht ihn sogar vor seinem Verderben zu bewahren.
Zunächst reagiert der Vater spöttisch auf den Wunsch seines Knaben am Hofe zu leben und die Forderung nach der stiure, dennoch bietet er ihm an gemeinsam mit ihm das Feld zu bestellen.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt den "Helmbrecht" als Warnung vor sozialem Aufstiegswunsch dar und definiert den Fokus auf die zentralen Dialoge zwischen Vater und Sohn.
2. Der Autor: Dieses Kapitel erörtert die wenigen verfügbaren Informationen über Wernher den Gärtner und dessen Rolle als Urheber des Werkes.
3. Allgemeine Analyse: Es werden die Konflikte zwischen dem materiell denkenden Sohn und dem tugendhaften Vater sowie die Entwicklung Helmbrechts und sein Scheitern bei der ersten Heimkehr analysiert.
4. Intertextualität: Hier werden vergleichende Parallelen zu Hartmann von Aues "Gregorius" und anderen Werken sowie biblischen Bezügen aufgezeigt.
5. Besonderheiten: Das abschließende Kapitel reflektiert über die didaktische Natur der Charaktere und die Bedeutung des Titels im Kontext des Gesamtwerks.
Helmbrecht, Wernher der Gärtner, Mittelhochdeutsch, Vater-Sohn-Konflikt, Bauerntum, Adel, Standesbewusstsein, Didaxe, Intertextualität, Gregorius, Heimkehr, Identitätsverlust, Mittelalter, Morallehre, Verserzählung
Die Arbeit analysiert die mittelhochdeutsche Verserzählung "Helmbrecht" von Wernher dem Gärtner unter Berücksichtigung der familiären Spannungsverhältnisse.
Im Zentrum stehen die Standeskonflikte, der Generationenkonflikt, moralische Didaktik und die Suche nach Identität.
Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Dialoge und der ersten Heimkehr das didaktische Potenzial und die moralische Warnfunktion des Werkes aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die philologische Textauslegung mit intertextuellen Vergleichen verbindet.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Dialoge zwischen Vater und Sohn, der Intertextualität zu anderen Werken sowie den Besonderheiten in der Figurenzeichnung.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie "Helmbrecht", "Standesbewusstsein", "Didaxe" und "Intertextualität" definieren.
Sie verdeutlicht durch den Vergleich mit dem "Gregorius" oder dem Gleichnis vom verlorenen Sohn, in welcher literarischen Tradition der Helmbrecht steht.
Die Heimkehr dient als Spiegel der moralischen Verwahrlosung des Sohnes und als gescheiterter Versuch der Rückkehr in die ordnende familiäre Struktur.
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