Diplomarbeit, 2011
128 Seiten, Note: Sehr Gut
Vorwort
I. Einleitung
II. Frankfurt am Main als rechtlich-wirtschaftlicher Standort und die jüdische Religion als sinnstiftender Moment
III. Rothschilds Anfänge im Münzhandel und sein Erfolg als Kommissionär und Spediteur
a. Die Rolle des Münzhandels in Rothschilds Unternehmen und die Anbahnung erster Geschäfte mit Wilhelm von Hessen-Kassel
b. Rothschilds Warenhandel mit englischen Stoffen
IV. Das Große Vermögen Hessen-Kassels, seine Rolle für den Frankfurter Anleihenmarkt und Rothschilds erste Bankgeschäfte
a. Der Soldatenhandel und die Rolle der englischen Subsidien für den Landesfürsten von Hessen-Kassel
b. Banktechnische Entwicklung zur Zeit Mayer Amschel Rothschilds
c. Rothschilds bankmäßige Geschäfte bis 1806
V. Kurfürst Wilhelms Exil und Rothschilds folgenreiche Nachlassordnung
a. Rothschilds Dienste für den Kurfürsten nach 1806 und die Geschäftsstruktur des Familienunternehmens Rothschild
b. Rothschilds Erbe und die Auswirkungen seiner Nachlassregelung
VI. Konklusion
Diese Arbeit analysiert die exogenen Faktoren, die zur wirtschaftlichen Entwicklung von Mayer Amschel Rothschild vom Münzhändler zum Privatbankier führten. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Rothschild durch eigenes unternehmerisches Genie maßgeblich Geschichte gestaltete oder ob er primär ein Produkt der historischen Rahmenbedingungen seiner Zeit war.
Die Rolle des Münzhandels in Rothschilds Unternehmen und die Anbahnung erster Geschäfte mit Wilhelm von Hessen-Kassel
Wie aber kam es dazu, dass Rothschild den Kontakt mit dem damaligen Prinzen von Hessen-Kassel herstellen konnte? Bei der Beantwortung dieser Frage gibt es zwei Meinungen; die erste stammt von Corti. Rothschild habe eines Tages eine Auswahl der schönsten Medaillen und seltensten Münzen ausgestellt und sich nach Hanau begeben, um diese dem Prinzen anzubieten. Auch wenn er nicht zu ihm persönlich vorgestoßen sein soll, sei sein Kaufangebot dem Fürsten zur Vorlage gebracht worden. Dieses Kaufangebot soll dann der Ausgangspunkt für eine lose und unpersönliche Geschäftsverbindung gewesen sein. Wilhelm von Hanau besuchte in Folge die Frankfurter Messen mehrmals. Darüber wurde Rothschild - so Corti - über Vertraute in dessen Dienerschaft rechtzeitig informiert. Er nutzte diese Gelegenheit um seine Waren dem Prinzen anbieten zu können. Dies geschah nur selten persönlich, meistens aber nur über Mittelsmänner aus des Prinzen Umgebung. Neben seltenen Münzen fanden sich auch Antiquitäten und schöne Steine im Sortiment. Dadurch gelangte er in regelmäßige Geschäftsverbindungen mit ihm.
Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation zur Themenwahl und dankt Unterstützern bei der Erstellung der Arbeit.
I. Einleitung: Definition des Forschungsgegenstands und der exogenen Faktoren, die das Wirken von Mayer Amschel Rothschild beeinflussten.
II. Frankfurt am Main als rechtlich-wirtschaftlicher Standort und die jüdische Religion als sinnstiftender Moment: Analyse der sozio-ökonomischen Situation der Frankfurter Juden und deren Einfluss auf die Lebensphilosophie Rothschilds.
III. Rothschilds Anfänge im Münzhandel und sein Erfolg als Kommissionär und Spediteur: Untersuchung der frühen Geschäftsjahre und der Etablierung erster Kontakte zum hessischen Fürstenhaus.
IV. Das Große Vermögen Hessen-Kassels, seine Rolle für den Frankfurter Anleihenmarkt und Rothschilds erste Bankgeschäfte: Detaillierte Betrachtung des Soldatenhandels als Kapitalbasis und der Entwicklung neuer Banktechniken.
V. Kurfürst Wilhelms Exil und Rothschilds folgenreiche Nachlassordnung: Analyse der Geschäftsbeziehungen während des Exils und der strategischen Bedeutung der testamentarischen Verfügungen für das Familienunternehmen.
VI. Konklusion: Zusammenfassende Bewertung der unternehmerischen Leistung Rothschilds im Kontext seiner Zeit.
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Die Diplomarbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung des von Mayer Amschel Rothschild gegründeten Bankhauses unter besonderer Berücksichtigung externer, exogener Faktoren.
Die Arbeit fokussiert auf den frühen Münz- und Warenhandel, die finanzpolitischen Rahmenbedingungen in Frankfurt am Main, das jüdische Leben in der Judengasse und die Verbindung zum hessischen Fürstenhaus.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Rothschilds Erfolg durch seine eigene unternehmerische Genialität oder durch glückliche historische Umstände (exogene Faktoren) begründet war.
Die Arbeit nutzt die Methode der Unternehmensbiographie, eingebettet in einen wirtschaftshistorischen Kontext, um die Einflüsse von Umwelt und Struktur auf die Handlungsweise des Unternehmers zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der frühen Geschäftsfelder, die Bedeutung des Soldatenhandels der Landgrafen von Hessen-Kassel für die Kapitalbildung und die Entwicklung banktechnischer Standards.
Die jüdische Religion wird als sinnstiftender Moment und prägendes Element der Sozialisierung Rothschilds sowie als Faktor für die spezifische Familien- und Geschäftsstruktur betrachtet.
Der Soldatenhandel generierte enorme Kapitalmengen für Hessen-Kassel, deren Verwaltung und Veranlagung durch Rothschild eine essenzielle Grundlage für den Wandel zum modernen Bankgeschäft bildete.
Rothschilds Nachlassregelung und seine Gesellschaftsverträge waren entscheidend dafür, das Familienvermögen gebunden zu halten und eine langfristige, auf Einheit basierende Geschäftsführung zu sichern.
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