Seminararbeit, 2012
22 Seiten
1 Problemstellung
2 Bilanzielle Wertbegriffe
2.1 Fair Value
2.2 Geschätzte Werte
3 Informationsasymmetrien zwischen Management und Eigner und die Folgen für die Abschlussprüfung
3.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
3.2 Notwendigkeiten von Abschlussprüfungen
4 Prüfungen von (Zeit-)Werten nach PS 314 n. F.
4.1 Prüfungsstandard 314 n. F.
4.2 Prüfung von Marktwerten nach PS 314 n. F.
4.2.1 Prüfung von geschätzten Werten und Zeitwerten nach PS 314 n. F.
4.2.2 Prüfungshandlungen nach PS 314 n. F.
5 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Prüfung von geschätzten Werten und beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) im Kontext der Abschlussprüfung. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Abschlussprüfer trotz bestehender Informationsasymmetrien zwischen Management und Eigner sowie einer hohen Schätzunsicherheit eine verlässliche Beurteilung der Bilanzierungsangaben vornehmen können.
4.2.2 Prüfungshandlungen nach PS 314 n. F.
Bei der Prüfung von geschätzten Werten hat der Abschlussprüfer das Ziel, ausreichende Prüfungsnachweise zu erlangen, um die Angemessenheit der Bilanzierung in der Rechnungslegung zu gewährleisten. Dabei soll er im Rahmen seiner Prüfungshandlungen ein Verständnis der Unternehmung, des internen Kontrollsystems (IKS) und der Umwelt erlangen, um Risiken für wesentliche falsche Angaben erkennen zu können. Hierbei wird geprüft, wer für die Ermittlung der Zeitwerte verantwortlich ist und welche Fachkenntnisse der jeweilige Mitarbeiter besitzt. Außerdem muss der Abschlussprüfer ein Verständnis über die angewendeten Rechnungslegungsnormen wie z.B. den IFRS oder GAAP erlangen. Nach PS 314 n. F. Tz. 29 muss für die Berechnung von geschätzten Werten überprüft werden, ob die angewandten Bewertungsmethoden angemessen sind. Darüber hinaus ist weiterhin zu kontrollieren, ob Experten bzw. Sachverständige in die der Berechnung zugrundeliegenden Annahmen eingebunden worden sind und ob Änderungen der Schätzmethode gegenüber dem letzten Jahr stattgefunden haben. Die Schätzungen aus den Vorjahren müssen durch den Abschlussprüfer mit dem tatsächlichen Verlauf verglichen werden.
Bei der Beurteilung von Fehlerrisiken muss der Abschlussprüfer den „Grad der Schätzunsicherheit“ beurteilen. Insbesondere bei geschätzten zukünftigen Cashflows oder bei der Verwendung von selbstentwickelten Bewertungsmethoden, bei denen eben keine marktnahen Daten vorhanden sind, besteht eine hohe Schätzunsicherheit. Es muss sowohl bei wesentlichen als auch bei unwesentlichen Risiken geprüft werden, ob die Bewertungsmethoden in Übereinstimmung mit den einschlägigen Rechnungslegungsnormen richtig und stetig angewandt wurden. Außerdem muss kontrolliert werden, ob die angewandten Bewertungsmethoden in der jeweiligen Branche angemessen und sinnvoll sind.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in den Paradigmenwechsel der Rechnungslegung durch internationale Standards ein und erläutert die damit verbundene Herausforderung für Abschlussprüfer bei der Bewertung von Werten ohne Marktpreis.
2 Bilanzielle Wertbegriffe: Hier werden der Fair Value als zentraler Bewertungsmaßstab und die Notwendigkeit von Schätzungen bei fehlenden aktiven Märkten differenziert dargestellt.
3 Informationsasymmetrien zwischen Management und Eigner und die Folgen für die Abschlussprüfung: Das Kapitel beleuchtet die Prinzipal-Agenten-Theorie und begründet die Notwendigkeit einer externen Abschlussprüfung zur Minimierung von Interessenkonflikten.
4 Prüfungen von (Zeit-)Werten nach PS 314 n. F.: Der Kernabschnitt beschreibt die spezifischen Prüfungsstandards und Handlungsempfehlungen für Abschlussprüfer bei der Verifizierung von Marktwerten und geschätzten Werten.
5 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit resümiert die Bedeutung des IDW PS 314 n. F. und betont die große Verantwortung des Prüfers sowie die notwendige Sorgfalt des Managements bei der Wertfindung.
Abschlussprüfung, Fair Value, IDW PS 314 n. F., geschätzte Werte, Prinzipal-Agenten-Theorie, Schätzunsicherheit, Rechnungslegung, Informationsasymmetrie, Bewertungsmodelle, Prüfungshandlungen, Bilanzpolitik, IFRS, Marktwert, Fehlerrisiko, Wirtschaftsprüfer.
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und methodischen Anforderungen bei der Prüfung von geschätzten Werten und Zeitwerten im Jahresabschluss nach aktuellen Prüfungsstandards.
Die zentralen Themen sind die Bilanzierung zum Fair Value, die Agency-Problematik zwischen Management und Anteilseignern sowie die praktische Durchführung der Abschlussprüfung unter Berücksichtigung von Risiken.
Das Ziel ist die Darstellung des Prüfungsansatzes für geschätzte Werte, insbesondere wie Prüfer Manipulationsspielräume des Managements bei subjektiven Bewertungen identifizieren und validieren können.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Rechnungslegungsnormen (IFRS), Prüfungsstandards (IDW PS 314 n. F.) und einschlägiger wirtschaftswissenschaftlicher Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Prinzipal-Agenten-Beziehung und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Prüfung von Marktwerten und Schätzwerten sowie den dafür erforderlichen Prüfungshandlungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Abschlussprüfung, Fair Value, Schätzunsicherheit, IDW PS 314 n. F. und Agency-Problematik.
Der IDW PS 314 n. F. dient als maßgebliches deutsches Regelwerk zur Transformation des internationalen ISA 540 und definiert die spezifischen Anforderungen an die Prüfung von Schätzwerten.
Die Schätzunsicherheit ist ein Indikator für potenzielle Fehlerquellen; bei hoher Unsicherheit muss der Prüfer verstärkt alternative Annahmen prüfen und gegebenenfalls Hinweise im Bestätigungsvermerk aufnehmen.
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