Bachelorarbeit, 2011
83 Seiten, Note: 1
1. Vorwort
2. Einleitung
2.1. Krebs bei Kleintieren
2.2. Sekundäre Pflanzenstoffe
2.3. Erwünschte/Geeignete Charakteristika von chemopräventiven Wirkstoffen
3. Quercetin
3.1. Absorption und Bioverfügbarkeit
3.2. Anti-Krebs-Wirkung
4. Resveratrol
4.1. Absorption, Bioverfügbarkeit und Toxizität
4.2. Anti-Krebs-Wirkung
5. Curcumin
5.1. Absorption, Bioverfügbarkeit und Toxizität
5.2. Anti-Krebs-Wirkung
6. Kreuzblütengewächse
6.1. Anti-Krebs-Wirkung bei Non-Hodgkin-Lymphom
6.2. Anti-Krebs-Wirkung bei Brustkrebs
7. Indol-3-Carbinol (I3C)
7.1. Anti-Krebs-Wirkung
8. Äpfel/Apfelextrakt
8.1. Anti-Krebs-Wirkung
9. Beeren/Beerenextrakt
10. Bambusextrakt/Bambusgrasextrakt
11. Graviola (GFE-Graviola Fruit Extract)
12. Trauben-Kern-Extrakt (GSE-Grape Seed Extract)/Traubenpulver
12.1. Absorption, Bioverfügbarkeit und Toxizität
12.2. Anti-Krebs-Wirkung bei Hautkrebs
12.3. Anti-Krebs-Wirkung bei Brustkrebs
13. Grüntee/Grünteepolyphenole/Epigallocatechingallat/Polyphenon E
13.1. Absorption, Bioverfügbarkeit und Toxizität
13.2. Anti-Krebs-Wirkung bei Non-Hodgkin-Lymphom
13.3. Anti-Krebs-Wirkung bei Hautkrebs
13.4. Anti-Krebs-Wirkung bei Brustkrebs
14. Sojabohnen (Isoflavone)
14.1. Absorption, Bioverfügbarkeit und Toxizität
14.2. Anti-Krebs-Wirkung
15. Genistein/Genistein Combined Polysacharride (GCP)
15.1. Absorption, Bioverfügbarkeit und Toxizität
15.2. Anti-Krebs-Wirkung
15.3. Anti-Krebs-Wirkung bei Hundestudien
16. Leinsamen (Lignane)
16.1. Absorption, Bioverfügbarkeit und Ausscheidung
16.2. Anti-Krebs-Wirkung
17. Carotinoide
17.1. Absorption
17.2. Anti-Krebs-Wirkung bei Non-Hodgkin-Lymphom
17.3. Anti-Krebs-Wirkung bei Brustkrebs
18. Phytosterine (Phytosterole)
18.1. Absorption und Bioverfügbarkeit
18.2. Anti-Krebs-Wirkung
19. Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht das therapeutische und präventive Potenzial verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe bei der Krebsbehandlung von Kleintieren, insbesondere Hunden und Katzen. Es wird analysiert, inwieweit eine orale Applikation dieser Wirkstoffe in Kombination mit oder als Alternative zu konventionellen chemotherapeutischen Ansätzen zur Krebsbekämpfung beitragen kann.
3.1. Absorption und Bioverfügbarkeit
Die Bioverfügbarkeit von Flavonoiden beträgt nur einen Bruchteil der aufgenommenen und anschließend absorbierten Menge, und liegt im Falle von Quercetin bei 20 %. Die Absorption von Quercetin aus Zwiebeln stellte sich als 4-fach höher heraus als bei Äpfeln oder Tee [Marchand, 2002]. Die Absorption von oral verabreichtem Quercetin-Aglykon lag bei 24 %, wohingegen die Absorption von Quercetin-Glykosiden aus Zwiebeln bei 52 % lag, was darauf schließen lässt, dass der Glykosidrest die Absorption verbesserte [Hollman et al., 1995]. Bei einer anderen Studie wurden Schwarztee (49 mg Quercetin) oder gebratene Zwiebel (13 mg Quercetin) an 15 gesunde Menschen verabreicht [De Vries et al., 1998]. Die Absorption von Quercetin aus Tee war nur halb so groß wie bei Zwiebeln. Quercetin, gewonnen aus Äpfeln und purem Quercetin-Rutinosid hatte eine Bioverfügbarkeit von nur 30 % im Vergleich zu Zwiebeln. Im Plasma wurde 0,7 Stunden nach Zwiebelkonsum ein Peak erreicht, 2,5 Stunden nach Apfelkonsum und nach 9 Stunden bei Rutinosid. Die Halbwertszeit der Ausscheidung lag für Apfel bei 23 Stunden und für Zwiebel bei 28 Stunden. Es gibt einige Studien, die davon berichten, dass der wiederholte Konsum von Mahlzeiten mit Quercetinanteil zu einer Akkumulation von Quercetin im Blut führen könnte [Hollman et al., 1997]. Außerdem scheint die Lebensmittelquelle für die Bioverfügbarkeit von Quercetin eine Rolle zu spielen. In einer randomisierten cross-over Studie wurde die Bioverfügbarkeit aus Rotwein, gebratenen Zwiebeln und Schwarztee festgestellt. Obwohl einige der verfügbaren Rotwein-Flavonole absorbiert wurden und im Plasma vorhanden waren, waren ihre Gehalte geringer als bei Zwiebeln. Die Urin-Ausscheidung von Quercetin war bei Rotwein höher, als bei Tee. Nachdem ein Glas Rotwein weniger Flavonole enthält, als eine Tasse Tee oder eine Portion gebratene Zwiebel, entschieden die Autoren Rotwein als ärmere Flavonolquelle anzusehen [De Vries et al., 2001; Ross und Kasum, 2002].
1. Vorwort: Einleitende Darlegung der Motivation, den Fokus der Arbeit auf in vivo Studien mit oraler Verabreichung von Pflanzenstoffen bei Kleintieren zu legen.
2. Einleitung: Übersicht über häufige Krebsarten bei Hunden und Katzen sowie eine allgemeine Einführung in die Klasse der sekundären Pflanzenstoffe.
3. Quercetin: Analyse der Bioverfügbarkeit und der inhibitorischen Effekte von Quercetin auf verschiedene Karzinome.
4. Resveratrol: Untersuchung der Aufnahme und der anti-karzinogenen Wirkmechanismen von Resveratrol in Tiermodellen.
5. Curcumin: Diskussion der begrenzten Bioverfügbarkeit von Curcumin und dessen Potenzial bei der Reduktion von Tumorzellwachstum.
6. Kreuzblütengewächse: Erläuterung der Rolle von Glucosinolaten und Isothiocyanaten bei der Prävention von Lymphomen und Brustkrebs.
7. Indol-3-Carbinol (I3C): Zusammenfassung der Wirkungen von I3C und dessen Umwandlungsprodukten auf hormonabhängige Krebsarten.
8. Äpfel/Apfelextrakt: Analyse der chemopräventiven Eigenschaften von Apfelinhaltsstoffen anhand von Rattenmodellen.
9. Beeren/Beerenextrakt: Überblick über das Potenzial von Beereninhaltsstoffen bei der Hemmung der Tumorproliferation.
10. Bambusextrakt/Bambusgrasextrakt: Darstellung der präventiven Wirkung von Bambusextrakten bei der Entstehung von Brusttumoren.
11. Graviola (GFE-Graviola Fruit Extract): Kurze Zusammenfassung der begrenzten Studienlage zur tumorhemmenden Wirkung von Graviola.
12. Trauben-Kern-Extrakt (GSE-Grape Seed Extract)/Traubenpulver: Untersuchung der synergetischen Effekte von GSE mit Chemotherapeutika bei Haut- und Brustkrebs.
13. Grüntee/Grünteepolyphenole/Epigallocatechingallat/Polyphenon E: Detaillierte Betrachtung der chemopräventiven Rolle von EGCG bei verschiedenen Krebsformen.
14. Sojabohnen (Isoflavone): Diskussion der präventiven Rolle von Soja-Isoflavonen bei hormonabhängigen Brusttumoren.
15. Genistein/Genistein Combined Polysacharride (GCP): Untersuchung der biologischen Aktivität von Genistein und dessen pharmakokinetischen Profils bei Hunden.
16. Leinsamen (Lignane): Analyse der Wirkung von Lignanen und deren Metaboliten auf die Entwicklung von Brustdrüsengewebe.
17. Carotinoide: Auswertung epidemiologischer Daten zum Zusammenhang zwischen Carotinoid-Aufnahme und Brustkrebsrisiko.
18. Phytosterine (Phytosterole): Erläuterung der Mechanismen, durch welche Phytosterine die Tumorgenese beeinflussen können.
19. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf bei der Verwendung pflanzlicher Wirkstoffe als Adjuvans in der Onkologie.
Sekundäre Pflanzenstoffe, Chemoprävention, Krebsbehandlung, Kleintieronkologie, Bioverfügbarkeit, In vivo Studien, Brustkrebs, Quercetin, Resveratrol, Curcumin, Grüntee, EGCG, Soja-Isoflavone, Lignane, Tumorhemmung.
Die Arbeit analysiert das Potenzial sekundärer Pflanzenstoffe als ergänzende oder präventive Wirkstoffe in der Krebsmedizin für Kleintiere, gestützt auf die Auswertung wissenschaftlicher Studien.
Zentrale Themen sind die Bioverfügbarkeit, die Toxizität und die anti-karzinogenen Wirkmechanismen von Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, Polyphenolen und Lignanen bei verschiedenen Tumorarten.
Das Ziel ist es, auf Basis existierender Studien eine wissenschaftliche Grundlage für die orale Verabreichung dieser Wirkstoffe zur Unterstützung der Krebsbehandlung bei Hunden und Katzen zu schaffen.
Es handelt sich um eine systematische Literatur- und Inhaltsanalyse klinischer Studien und tierexperimenteller Forschungsarbeiten aus den Bereichen Pharmakologie und Onkologie.
Der Hauptteil gliedert sich nach Stoffgruppen (z.B. Quercetin, Resveratrol, Grüntee), für die jeweils Absorption, Toxizität und spezifische Anti-Krebs-Wirkungen bei unterschiedlichen Tumoren dargestellt werden.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sekundäre Pflanzenstoffe, Chemoprävention, Bioverfügbarkeit und Onkologie bei Kleintieren charakterisiert.
Ein wichtiger Aspekt ist die Untersuchung, wie Pflanzenstoffe die Wirksamkeit konventioneller Chemotherapeutika (wie Doxorubicin oder Tamoxifen) erhöhen und gleichzeitig deren toxische Nebenwirkungen reduzieren können.
Viele dieser Stoffe weisen eine sehr geringe Bioverfügbarkeit auf, was bedeutet, dass der Körper sie nur zu einem Bruchteil aufnimmt, bevor sie metabolisiert oder ausgeschieden werden, was die klinische Relevanz direkt beeinflusst.
Ja, die Arbeit weist darauf hin, dass Ergebnisse aus Studien an Nagern nicht direkt auf Hunde oder Katzen übertragbar sind und dass für eine klinische Anwendung bei Kleintieren spezifische pharmakokinetische Daten erforderlich sind.
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