Bachelorarbeit, 2012
53 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Kurze Hinführung
2.1 Philosophisch
2.2 Pädagogisch
2.3 Lexikalisch
3. Historische Hintergründe
3.1 Drei historische Beispiele
3.1.1 Blick in die Benediktusregeln
3.1.2 Gedanken Hildegard von Bingens
3.1.3 Otto Buchinger und das Heilfasten
4. Abgrenzung durch Vergleich
4.1 Evangelische Kirche – ‚7 Wochen ohne‘
4.2 Fastenpraxis in der römisch-katholischen Kirche
4.3 Die Fastenfrage im Judentum
4.3.1 Parallelen und Unterschiede zum Christentum
4.4 Islamische Fastenzeit – der Ramadan
4.4.1 Parallelen und Unterschiede zum Christentum
4.5 Fasten in den Orthodoxen Kirchen
4.5.1 Parallelen und Unterschiede zwischen ‚Ost und West‘
5. Römisch-katholische Fastenliturgie
5.1 Aschermittwoch
5.2 Erster Fastensonntag
5.3 Zweiter Fastensonntag
5.4 Dritter Fastensonntag
5.5 Vierter Fastensonntag
5.6 Fünfter Fastensonntag
5.7 Allgemeines und Zusammenfassung
6. Schlaglicht - Theologische Gegenwart
7. Von St. Martin bis Karneval – Ein Ausflug ins (christliche) Brauchtum
8. Fazit
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Fastens in seiner theologischen, liturgischen und gesellschaftlichen Dimension, um zu ergründen, ob freiwilliger Verzicht eine Antwort auf die menschliche Sehnsucht nach Sinn und Veränderung im heutigen Alltag sein kann.
3.1.3 Otto Buchinger und das Heilfasten
„Den Grundgedanken des Fastens formulierte Heinz Fahrner, ein Schüler Buchingers, so: ‚Das Fasten ist der stärkste Appell an die eigenen Regenerationskräfte, sowohl leiblich als auch seelisch.‘ “
Otto Buchinger, Marinearzt und Begründer des Buchinger Heilfastens machte die Erfahrung der Heilkraft des Fastens selbst, als er schwer erkrankt war, und ihm das Fasten als letzter Therapieversuch das Leben gerettet haben soll. 1935, nach Zeiten des Ausprobierens und Erfahrungensammelns, erschien dann sein bis heute viel gelesenes Standardwerk „Das Heilfasten“, in dem er seine ‚Philosophie‘ erläutert. Wie bereits aus obigem Zitat erkenntlich, geht es ihm vor allem um die Aktivierung der körpereigegen Regenerationskräfte. Heilfasten nach Buchinger meint im Regelfall eine Phase von 10 - 40 Tagen, an denen dem Körper durch Obstsäfte, Gemüse und Gemüsebrühe, also hauptsächlich Kohlenhydrate, lediglich ca. 250kcal/Tag zugeführt werden. Zusätzlich sollen die Fastenden eine große Menge Wasser zu sich nehmen. Während der Fastenperiode wird gesteigerter Wert gelegt auf das Verhältnis Bewegung – Entspannung sowie das seelisch–psychische Gleichgewicht. Durch den entstehenden Mangel baut der Körper seinen Stoffwechsel so um, dass er schlussendlich aus sich selbst zehrt. Dieser Eingriff in den Organismus wirkt sich jedoch als tief umgestaltende Maßnahme aus, die schließlich, so Buchinger, die Selbstheilungskräfte aktiviert und physische Prozesse in Gange bringt, die sich sonst nicht ergeben würden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Fastens ein, reflektiert die persönliche Motivation der Autorin und benennt die Zielsetzung der Arbeit, das Phänomen Fasten aus historischer, religiöser und alltagspraktischer Sicht zu beleuchten.
2. Kurze Hinführung: Das Kapitel bietet drei unterschiedliche Perspektiven – eine philosophische, eine pädagogische und eine lexikalische – um die Komplexität und die verschiedenen Zugänge zum Thema Fasten zu erschließen.
3. Historische Hintergründe: Hier werden die Ursprünge des Fastens, unter anderem durch biblische Beispiele und durch das Wirken prägender Gestalten wie Benedikt von Nursia und Hildegard von Bingen, historisch eingeordnet.
4. Abgrenzung durch Vergleich: Dieses Kapitel vergleicht die Fastenpraktiken verschiedener Religionen, insbesondere der evangelischen und römisch-katholischen Kirche, des Judentums, des Islams und der orthodoxen Kirchen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.
5. Römisch-katholische Fastenliturgie: Die detaillierte Analyse der liturgischen Texte für die Zeit von Aschermittwoch bis zum fünften Fastensonntag zeigt auf, wie der christliche Gläubige durch die Liturgie zur Buße und inneren Einkehr geführt wird.
6. Schlaglicht - Theologische Gegenwart: Das Kapitel beleuchtet aktuelle theologische und gesellschaftliche Herausforderungen sowie die Bedeutung von Spiritualität und Sehnsucht in der heutigen Zeit.
7. Von St. Martin bis Karneval – Ein Ausflug ins (christliche) Brauchtum: Es wird untersucht, wie christliche Bräuche und Festzeiten als Schnittstellen zwischen gesellschaftlichem Alltag und religiösem Fastenverständnis fungieren.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, wie Fasten als bewusste Form des Innehaltens und als Antwort auf die Sehnsucht des Menschen in einer modernen Wohlstandsgesellschaft dienen kann.
Fasten, Verzicht, Religion, Liturgie, Buße, Sehnsucht, Christentum, Judentum, Islam, Heilfasten, Spiritualität, Lebensgestaltung, Brauchtum, Ethik, Glaube
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Fastens in seiner theologischen, liturgischen und gesellschaftlichen Bedeutung und geht der Frage nach, welche Rolle bewusster Verzicht in der modernen Welt spielen kann.
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des Fastens, den interreligiösen Vergleich der Praktiken, die liturgische Gestaltung der römisch-katholischen Fastenzeit sowie die Verknüpfung von Fasten, Brauchtum und menschlicher Sehnsucht.
Das Ziel ist es, das Fasten nicht nur als religiöse Pflichtübung zu begreifen, sondern als eine lebensbejahende Praxis zu verstehen, die Antworten auf die moderne Sinnsuche und Sehnsucht nach innerer Freiheit bieten kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, theologische und religionsgeschichtliche Exegese sowie auf eine hermeneutische Betrachtung des Brauchtums und des aktuellen gesellschaftlichen Kontextes.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine vergleichende Analyse der Weltreligionen, eine detaillierte Untersuchung der römisch-katholischen Fastenliturgie und ein "Schlaglicht" auf die gegenwärtige theologische Situation.
Zu den prägenden Begriffen gehören Fasten, Verzicht, Sehnsucht, Liturgie, Buße, Spiritualität und religiöse Identität.
Während im Islam das Fasten während des Ramadan ein fester, ritueller Bestandteil des Glaubenslebens ist, der stark das soziale Handeln betont, weist das christliche Fasten, besonders im römisch-katholischen Kontext, eine stärkere bußtheologische Prägung und Vorbereitung auf spezifische Festzeiten wie Ostern auf.
Die Autorin sieht Bräuche wie das Martinsgansessen oder den Karneval als wichtige Schnittstellen, die durch ihre vorangehende Festzeit den bewussten Verzicht in der Fastenzeit erst profilieren und die theologische Botschaft in den außerkirchlichen Alltag transportieren.
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