Examensarbeit, 2008
55 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Theoretische Grundlagen zum Lernen an Stationen
1.1 Versuch einer Begriffsbestimmung – Terminologie und Einordnung
1.2 Historischer Ursprung und Entwicklung der Methode Lernen an Stationen
1.3 Die konzeptionelle Ausgestaltung der Methode (Beschreibung der Methode)
1.4 Merkmale der Methode des Lernens an Stationen
2 Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Bezug zur Lernmethode
2.1 Versuch einer Begriffsbestimmung unter pädagogischem Aspekt
2.2 Lernen an Stationen bei Schülern mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“
2.3 Schlussfolgerungen für den Unterricht
3 Darstellung der Lerngruppe mit den individuellen Lernvoraussetzungen und Förderschwerpunkten
3.1 Allgemeine Angaben zur Klasse/Lerngruppe
3.2 Das Kursangebot im Lernbereich UMZG
3.3 Die Schülerbeschreibungen des Mathekurses
3.4 Lernvoraussetzungen in Bezug auf die Methode des Lernens an Stationen
4 Planung, Darstellung und Analyse der Unterrichtsarbeit
4.1 Angaben zur Unterrichtseinheit
4.1.1 Thema der Unterrichtseinheit
4.1.2 Bezug zum Rahmenplan
4.1.3 Angaben zum Aufbau und Inhalt der Unterrichtseinheit
4.1.4 Ziele der Unterrichtseinheit
4.2 Lernvoraussetzungen der Schüler bezüglich des Lerngegenstandes
4.3 Vorüberlegungen zur Modifikation der Methode
4.4 Darstellung und Analyse der 11. Unterrichtsstunde
4.4.1 Ziele der Unterrichtsstunde
4.4.2 Didaktisch-methodische Überlegungen
4.4.3 Analyse der 11. Unterrichtsstunde
4.5 Darstellung und Analyse der 14. Unterrichtsstunde
4.5.1 Ziele der Unterrichtsstunde
4.5.2 Didaktisch-methodische Überlegungen
4.5.3 Analyse der 14. Unterrichtsstunde
5 Gesamtreflexion und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit die offene Unterrichtsmethode „Lernen an Stationen“ dazu beitragen kann, effektives, aktives und selbstgesteuertes Lernen bei Schülern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ im Lernbereich „Umgang mit Mengen, Zahlen und Größen“ (UMZG) zu fördern.
1.1 Versuch einer Begriffsbestimmung – Terminologie und Einordnung
Neben dem Begriff „Lernen an Stationen“ gibt es viele synonyme Bezeichnungen – in der Literatur findet man auch die Begriffe Lern- und Übungszirkel, Lernstrasse, Lernparcours, Stationenlernen, Stationentraining und Stationenbetrieb – für diese Unterrichtsform; alle verfolgen das Prinzip eines schülerorientierten, selbstständigen, individuellen Lernens an verschiedenen Stationen zu einem übergeordneten gemeinsamen Thema. Da sich in jüngerer Zeit die Begriffe „Lernen an Stationen“ und „Stationenlernen“ in der pädagogischen Literatur durchge-setzt haben, und weil sie die Offenheit und Selbstständigkeit dieser Unterrichtsform wider-spiegeln, sollen im Folgenden diese Begriffe vornehmlich verwendet werden.
Das Lernen an Stationen ist eine neue Form des Offenen Unterrichts. Es gilt als geeignete Einstiegsmethode für weiterführenden Offenen Unterricht und fand wohl gerade deshalb auch in den letzten Jahren verstärkt Einzug im Unterricht der Grundschule (vgl. Hegele 2002, 59). Beim Stationenlernen werden selbstständige Arbeitsweisen angebahnt, die dann als Vorbereitung für Übungs- und Wochenplanarbeit unterstützend genutzt werden können.
Offener Unterricht ist eines der seit der Diskussion um offene Curricula und der Kritik an lernzielorientierte, lehrerzentrierte, angloamerikanische Lehrplanansätze Anfang der 70er Jahre in der Bundesrepublik entwickelten Konzepte, deren Anknüpfungspunkte der Humanisierungsbewegung der Reformpädagogik entstammen. In der damaligen Diskussion, die nur oberflächlich betrachtet didaktisch-methodischer Natur war, sondern vielmehr geistes- bzw. weltanschauliche Haltungen ausdrückte, wurde im Streit zwischen den so genannten Herbartianern und den Anhängern der Reformpädagogik der Begriff des Offenen Unterrichts zum Schlüsselbegriff jener Gegenbewegung, die vom Kind ausgehend eine Neuorientierung des Lernens und des Unterrichts postulierte.
Einleitung: Einführung in die Problematik des selbstbestimmten Lernens bei Schülern mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und Vorstellung der Methode Lernen an Stationen.
1 Theoretische Grundlagen zum Lernen an Stationen: Darstellung der Begrifflichkeiten, der historischen Entwicklung sowie der wesentlichen Merkmale und Phasen der Methode.
2 Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Bezug zur Lernmethode: Analyse der Lernvoraussetzungen geistig behinderter Schüler und Ableitung von Schlussfolgerungen für den Unterricht.
3 Darstellung der Lerngruppe mit den individuellen Lernvoraussetzungen und Förderschwerpunkten: Beschreibung der konkreten Lerngruppe, ihrer Zusammensetzung sowie ihrer Lernausgangslage für die geplante Unterrichtsmethode.
4 Planung, Darstellung und Analyse der Unterrichtsarbeit: Konkretisierung der Unterrichtseinheit und detaillierte Analyse der durchgeführten Unterrichtsstunden 11 und 14.
5 Gesamtreflexion und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Eignung der Methode für die Zielgruppe und Überlegungen zur weiteren pädagogischen Arbeit.
Lernen an Stationen, Geistige Entwicklung, Sonderpädagogik, Offener Unterricht, Selbstständiges Lernen, Selbstgesteuertes Lernen, UMZG, Handlungskompetenz, Förderschwerpunkt, Differenzierung, Lernvoraussetzungen, Mathematische Bildung, Unterrichtsanalyse, Stationenlernen, Lernzirkel.
Die Arbeit untersucht die Eignung der Unterrichtsmethode „Lernen an Stationen“ zur Förderung selbstgesteuerten Lernens bei Schülern mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung des offenen Unterrichts, die spezifischen Voraussetzungen geistig behinderter Schüler und die praktische Anwendung der Methode im Fachbereich Mathematik.
Das Ziel ist es zu zeigen, wie durch modifizierte offene Unterrichtsformen trotz kognitiver Einschränkungen mehr Selbstständigkeit und Handlungskompetenz bei den Schülern erreicht werden kann.
Es handelt sich um eine handlungsorientierte Fallstudie, die Theoriebildung mit der konkreten Planung, Durchführung und Reflexion von zwei Unterrichtsstunden an einer Sonderschule verbindet.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, der Analyse der Lerngruppe, der methodischen Modifikation sowie der detaillierten Auswertung der praktischen Unterrichtsbeispiele.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Stationenlernen, Geistige Entwicklung, Selbstständigkeit, Handlungskompetenz und der Lernbereich UMZG (Umgang mit Mengen, Zahlen und Größen).
Aufgrund der spezifischen Lernvoraussetzungen der Schüler (z.B. Ablenkbarkeit, Notwendigkeit konkreter Strukturen) ist ein kleinschrittigeres Vorgehen und eine stärkere Lenkung erforderlich als bei Regelschülern.
Der Laufzettel dient als essenzielles Orientierungs- und Strukturierungsmittel, das den Schülern hilft, den Überblick über ihre Aufgaben zu behalten und Fortschritte zu dokumentieren.
Die Arbeit zeigt, dass die Schüler durch einfache visuelle Kontrollmittel (z.B. Rückseiten von Arbeitsblättern) zunehmend lernen, ihre eigenen Arbeitsergebnisse zu überprüfen.
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