Bachelorarbeit, 2011
59 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Methode / Überblick
3. Begriffsbestimmungen
3.1.Soziale Gerechtigkeit / Ungleichheit
3.2. Integration
3.3. Inklusion
3.4. Exklusion / Segregation
3.5. Curriculum
4. Rechtliche Grundlagen
4.1. Behindertenrechtskonvention
4.2. UN- Kinderrechtskonvention
4.2.1. Artikel 2 [Achtung der Kinderrechte]; Diskriminierungsverbot
4.2.2. Artikel 23 [Förderung behinderter Kinder]
4.3. Grundgesetz
4.3.1. Artikel 1 [Schutz der Menschenwürde]
4.3.2. Artikel 3 [Gleichheit vor dem Gesetz]
4.4. Sozialgesetzbuch
4.4.1. SGB 1 § 10 [Teilhabe behinderter Menschen]
4.5.Rechtslage in Bayern
4.5.1. Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen
5. Entwicklung von Inklusion
5.1. Globalisierung
5.2. Demographische Entwicklung
5.3. Entwicklung in der Europäischen Union
6. Empirische Zugänge
6.1. PISA
6.2. „Gemeinsam lernen, Inklusion leben“ Bertelsmann Stiftung
6.3. Bildungsbericht 2010
7. Das Bildungswesen im Freistaat Bayern - Deutschland
7.1. Sozio-kultureller Hintergrund des Bildungs- und Sozialwesens
7.2. Entwicklung des bayerischen Schulsystems
7.3. Strukturen des bayerischen Bildungswesens im Überblick
7.4. Lehrerbildung
7.5. Sozial – und familienpolitische Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen
7.6. Pädagogisch, Didaktischer Umgang mit Minderheiten
8. Das Bildungswesen in Finnland
8.1. Sozio-kultureller Hintergrund des Bildungs- und Sozialwesens
8.2. Entwicklung des finnischen Schulsystems
8.3. Strukturen des finnischen Bildungswesens im Überblick
8.4. Lehrerbildung
8.5. Sozial – und familienpolitische Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen
8.6. Pädagogisch, Didaktischer Umgang mit Minderheiten
9. Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Systeme
9.1. Organisation von Unterstützungssystemen
9.2. Lehrerprofessionalisierung
9.3. Schulische Gestaltung pädagogischer Prozesse
10. Pädagogische Folgerungen zur Inklusiven Pädagogik
10.1. Die Gemeinschaftsschule
10.2. Individuelle Förderung
10.3. Chancengleichheit
10.4. Partizipation
10.5. Index for inclusion
11. Schlussbetrachtung
11.1. Kritische Betrachtung Inklusiver Pädagogik
11.2. Neue Forschungsfragen
11.3. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forderung nach sozialer Inklusion und Chancengleichheit innerhalb des Bildungssystems in Deutschland, speziell in Bayern, und Finnland. Ziel ist es, durch eine kritische Auseinandersetzung mit rechtlichen Grundlagen, Bildungsplänen und der tatsächlichen praktischen Umsetzung in Schulen Defizite aufzudecken und mögliche didaktische Folgerungen für eine inklusive Pädagogik abzuleiten.
1. Einleitung
„Alle Menschen sind verschieden“. Eine Selbstverständlichkeit, welche offensichtlich immer noch nicht in allen Bereichen der Gesellschaft und Politik verankert ist. Empirische Zugänge wie Bildungsberichte oder Leistungserhebungsstudien im internationalen Vergleich zeigen offenbar, dass Schüler-/innen aufgrund ihrer sozialen Herkunft, Religion oder auch Behinderung aus dem Bildungssystem separiert werden und dadurch das Prinzip der Chancengleichheit nicht gewährleistet ist.
Grundstein der aktuellen öffentlichen Fachdiskussion, ist die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung, welche 2008 in Deutschland in Kraft getreten ist. Dadurch haben der Begriff und die Herausforderung der Inklusion enorm an Bedeutung gewonnen. Das Augenmerk wird mehr und mehr auf Menschen mit Behinderung oder mit besonderen Bedürfnissen gelegt. Bezeichnend für den Begriff ist die konsequente Gemeinsamkeit des Lebens, Lernens und Spielens von Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung. Das Prinzip erklärt sich sozusagen von selbst und scheint fast so selbsterklärend, dass die Frage offen bleibt, weshalb eine derart große Fachdiskussion stattfindet. Dennoch soll der Begriff nicht als „Modewort“ betitelt werden, sondern als eine Welle der kritischen Denkanstöße dienen, das Bildungswesen, sozio-politische Rahmenbedingungen, Organisationsstrukturen sowie viele weitere Bedingungsfelder einer positiven Entwicklungsstruktur für die Kinder unserer Zukunft kritisch zu reflektieren und bei Bedarf neu zu gestalten.
Durch verschiedene historische Hintergründe sowie gesellschaftliche Denkmuster entstehen unterschiedliche Emotionen und Meinungsbilder, welche die Grundlage für eine spannende und interessante Fachdiskussion bieten.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen der gesellschaftlichen Anerkennung von Vielfalt und der tatsächlichen Separierung im Bildungssystem, angestoßen durch die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
2. Methode / Überblick: Dieses Kapitel definiert den Fokus der Untersuchung auf Inklusion und Exklusion sowie den Vergleich zwischen dem bayerischen und dem finnischen Bildungssystem.
3. Begriffsbestimmungen: Hier werden zentrale Begriffe wie soziale Gerechtigkeit, Integration, Inklusion, Exklusion sowie Curriculum definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
4. Rechtliche Grundlagen: Das Kapitel analysiert relevante rechtliche Dokumente auf internationaler und nationaler Ebene, darunter die UN-Behindertenrechtskonvention, die UN-Kinderrechtskonvention, das Grundgesetz sowie das bayerische Schulrecht.
5. Entwicklung von Inklusion: Hier werden historische Hintergründe und Einflussfaktoren wie Globalisierung und demographischer Wandel diskutiert, die die Entwicklung einer Inklusionspädagogik maßgeblich beeinflussen.
6. Empirische Zugänge: Anhand von Studien wie PISA, der Bertelsmann-Studie und dem Bildungsbericht 2010 wird der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg kritisch betrachtet.
7. Das Bildungswesen im Freistaat Bayern - Deutschland: Dieses Kapitel bietet einen systematischen Überblick über die Strukturen, Historie, Lehrerausbildung und Rahmenbedingungen des bayerischen Schulsystems sowie den Umgang mit Minderheiten.
8. Das Bildungswesen in Finnland: Ein umfassender Überblick über das finnische Bildungssystem, seine sozio-kulturellen Hintergründe, Entwicklungsgeschichte, Lehrerbildung und den pädagogischen Umgang mit Minderheiten.
9. Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Systeme: Eine vergleichende Analyse der politischen Organisation, Lehrerprofessionalisierung und pädagogischer Gestaltung in beiden Bildungssystemen.
10. Pädagogische Folgerungen zur Inklusiven Pädagogik: Dieses Kapitel zeigt beispielhafte Möglichkeiten der praktischen Umsetzung einer inklusiven Pädagogik auf, wie etwa die Gemeinschaftsschule, individuelle Förderung und den Index for Inclusion.
11. Schlussbetrachtung: Das Kapitel bietet eine kritische Zusammenfassung, wirft neue Forschungsfragen auf und zieht in einem Fazit Bilanz über den aktuellen Stand und die zukünftigen Herausforderungen der inklusiven Pädagogik.
Inklusion, Integration, Exklusion, Chancengleichheit, Bildungssystem, Finnland, Bayern, Behinderung, Sonderpädagogik, Lehrerausbildung, Gemeinschaftsschule, Bildungsbericht, Soziale Ungleichheit, Partizipation, Behindertenrechtskonvention.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Inklusion im Bildungswesen und untersucht kritisch, wie dieses in Deutschland (mit Fokus auf Bayern) und Finnland umgesetzt wird.
Die zentralen Themen sind Inklusion und Exklusion im pädagogischen Alltag, die Rolle der Chancengleichheit, rechtliche Rahmenbedingungen sowie ein Vergleich der Strukturen und Ansätze in Bayern und Finnland.
Das Ziel ist es, Defizite im aktuellen System aufzuzeigen und durch den Vergleich beider Länder Anregungen für eine verbesserte, inklusive Bildungspraxis zu gewinnen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte, vergleichende Analyse von rechtlichen Dokumenten, empirischen Bildungsstudien und bildungstheoretischen Ansätzen.
Der Hauptteil analysiert rechtliche Grundlagen, historische Entwicklungen, empirische Daten zu Bildungsergebnissen sowie die konkrete Struktur und Lehrerbildung in Bayern und Finnland.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Inklusion, Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit, schulisches System, Vergleichsstudien und sonderpädagogische Förderung.
In Finnland findet Förderung weitestgehend integrativ an Regelschulen statt, während in Bayern ein stark ausgeprägtes, separates Förderschulsystem existiert.
Die Arbeit betont, dass eine professionelle Haltung von Lehrkräften, die über reine Fachvermittlung hinausgeht und interdisziplinäre Kooperation sowie Reflexionsfähigkeit umfasst, entscheidend für den Erfolg von Inklusion ist.
Es handelt sich um ein Instrument (Materialsammlung), das Schulen dabei unterstützen soll, schrittweise eine inklusive Schulentwicklung zu planen und umzusetzen.
Die Gemeinschaftsschule wird als ein konkretes Modell diskutiert, das durch veränderte Strukturen längeres gemeinsames Lernen ermöglicht und alle Schüler unabhängig von Förderbedarf integriert.
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