Masterarbeit, 2012
66 Seiten
1 Einleitung
2 Der Rundholzmarkt
2.1 Akteure am Holzmarkt
2.1.1 Holzproduzenten
2.1.2 Holzkäufer
2.1.3 Cluster Holz
2.2 Produktionskapazitäten
2.3 Der Handel mit Rundholz
2.4 Charakteristika der Forstwirtschaft
2.4.1 Urproduktion mit externen Effekten
2.4.2 Nachhaltigkeit als Generationenvertrag
2.4.3 Produktionsentscheidungen im Forstbetrieb
2.4.4 Zielsetzung Forstbetriebe
3 Relevante Märkte
3.1 Methoden der Marktabgrenzung
3.2 Relevante Märkte in der Forstwirtschaft
3.3 Analysemodell /-kriterien für den Holzmarkt
3.4 Prüfung an Daten der Niedersächsische Landesforsten
3.4.1 Datengrundlage
3.4.2 Nadelstammholzmarkt
3.4.3 Laubstammholzmarkt
3.4.4 Industrie- und Energieholzmarkt
3.5 Regionale Grenzen der Submärkte
3.6 Ex- und Import
4 Preisbildung und Wettbewerb
4.1 Theorie von Marktpreisen und Wettbewerb
4.1.1 Funktionen des Marktpreises
4.1.2 Leitbild der vollkommenen Konkurrenz
4.1.3 Unvollkommene Märkte
4.2 Wettbewerb am Rundholzmarkt
4.2.1 Gemeinsame Prüfkriterien der drei Submärkte
4.2.2 Wettbewerb am Nadelstammholzmarkt
4.2.3 Wettbewerb am Laubstammholzmarkt
4.2.4 Wettbewerb am Industrie- und Energieholzmarkt
4.3 Preisbildung am Rundholzmarkt
4.3.1 Untersuchungen zur Preisbildung am Rundholzmarkt
4.3.2 Determinanten der Preisentwicklung 2001 bis 2010
4.3.3 Preisbildung am Nadelstammholzmarkt
4.3.4 Preisbildung am Laubstammholzmarkt
4.3.5 Preisbildung am Industrie- und Energieholzmarkt
4.3.6 Bedeutung der Region für die Preisbildung
5 Schlussbemerkung
Die Arbeit analysiert den Handel mit Rundholz der ersten Verarbeitungsstufe im Hinblick darauf, ob Funktionen des Wettbewerbs gegeben sind und welche spezifischen Faktoren die Preisbildung auf diesem Markt bestimmen.
3.4.2 Nadelstammholzmarkt
Die erste Kundenauswertung wurde mit dem Sortiment Fichtenstammholz Güte-B-Abschnitte-Mittendurchmesser->29cm(stark) begonnen, welches das umsatzstärkste Sortiment in der Dekade gewesen ist. Es wurde ausgewertet, welche relevanten Kunden dieses Sortiment erwerben. Von diesen Kunden wurden diejenigen elf extrahiert, die 88 % des Umsatzes des Sortiments erworben haben. Es wurde daraufhin geprüft, welche Sortimente diese Kunden neben dem Ausgangssortiment kaufen und welchen Anteil daran sie erwarben. Da der Holzhandel nicht nur für einen Markt einkauft, sondern seinerseits wiederum in die zu identifizierenden Märkte liefert, wurden nur die Sortimente einbezogen, die von verarbeitenden Kunden erworben wurden. In einem weiteren Schritt wurde geprüft, welche anderen relevanten Kunden diese Sortimente kaufen.
Das Ergebnis war, dass es 23 Sortimente Nadelstammholz gibt, mit denen ein Umsatz von 56 % des Gesamtumsatzes der NLF bewirkt wird. Dieser Umsatz wurde zu 86 % mit relevanten Kunden erzielt. 36 der relevanten Kunden erwerben 90 % der Verkaufsmenge.
Die Sortimente wurden nach Stark- und Schwachholz getrennt ausgewertet. Die 36 Kunden, die 90 % des gesamten Nadelstammholzes erwerben, kaufen 92 % des schwachen Nadelstammholzes und 87 % des starken (siehe Tabelle 3.1). Damit ist eine Trennung der Märkte durch die Stärke in diesem Markt nicht zu belegen, auch wenn die Schwerpunkte unternehmensspezifisch unterschiedlich stark ausgeprägt sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Forschungsvorhaben vor, den Handel mit Rundholz auf Wettbewerbsfunktionen und preisbestimmende Faktoren hin zu untersuchen.
2 Der Rundholzmarkt: Dieses Kapitel beschreibt die Akteure, Produktionskapazitäten, den Handel sowie die forstwirtschaftlichen Besonderheiten und Zielsetzungen im Rundholzmarkt.
3 Relevante Märkte: Hier werden Methoden zur Marktabgrenzung diskutiert und empirisch auf die Daten der Niedersächsischen Landesforsten angewandt, um drei spezifische Submärkte zu identifizieren.
4 Preisbildung und Wettbewerb: Dieses Kapitel analysiert theoretisch und empirisch die Preisbildungsprozesse und das Wettbewerbsverhalten auf den identifizierten Teilmärkten für Rundholz.
5 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die Gliederung des Rundholzmarktes in drei Submärkte.
Rundholzmarkt, Forstwirtschaft, Preisbildung, Wettbewerb, Marktabgrenzung, Submärkte, Nadelstammholz, Laubstammholz, Industrieholz, Energieholz, Marktstruktur, Marktverhalten, Korrelation, Nachfrageüberhang, Holzproduktion
Die Arbeit befasst sich mit einer ökonomischen Analyse des Rundholzmarktes, insbesondere im Hinblick auf Preisbildungsmechanismen und Wettbewerbsverhältnisse.
Die zentralen Themen sind die Marktabgrenzung in Submärkte, die Untersuchung von Marktstrukturen, das Analysemodell für den Holzmarkt sowie die Identifikation von Faktoren, die die Preisentwicklung beeinflussen.
Ziel ist es zu untersuchen, ob die Funktionen des Wettbewerbs auf dem primären Holzmarkt gegeben sind und welche Faktoren maßgeblich die Preisbildung bestimmen.
Es wird ein marktstruktur- und verhaltensorientierter Ansatz (MMMP-Paradigma) gewählt, unterstützt durch eine empirische Teilerhebung und Konzentrationsanalyse von Verkaufsdaten der Niedersächsischen Landesforsten.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Beschreibung des Marktes, eine Marktabgrenzung in Nadel-, Laub- und Industrieholzsubmärkte sowie eine empirische Prüfung der Preisbildung und des Wettbewerbs auf diesen Teilmärkten.
Die wesentlichen Begriffe umfassen Rundholzmarkt, Forstwirtschaft, Preisbildung, Wettbewerb, Marktstruktur, Korrelationen sowie spezifische Holzsortimente wie Nadel- und Laubstammholz.
Während Nadelholzpreise stark konjunktur- und produktpreisabhängig sind, zeigt Buchenstammholz eine abgekoppelte Preisentwicklung, die eher durch Industrieholzpreise oder sonstige Substitutionsfaktoren beeinflusst wird.
Regionale Märkte sind durch lokale Handelsvorteile und geringere Transportkosten geprägt, was zu Win-Win-Situationen in langjährigen Geschäftsbeziehungen führt, aber auch den freien Marktzutritt behindern kann.
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