Bachelorarbeit, 2012
42 Seiten, Note: 1
1. Problemstellung
1.1. Forschungsfrage I
1.2. Forschungsfrage II
1.3. Narratologie
1.4. Narratologie im Film
1.5. Filmische Erzähltheorie der russischen Formalisten
1.6. Der Erzähler im Film
2. Der Trickfilm
2.1. Die Geschichte des Trickfilms
2.2. Trickfilm als fiktionales Erzählen
2.3. „The Alice Comedies“
2.3.1. Die Welten
2.3.2. Die Charaktere
2.3.3. Die Handlung
2.4. Die Disney-Formel
3. Comic + Film = Trickfilm?
3.1. Trickfilm und Filmsprache
3.1.1. Die Filmbilder
3.1.2. Filmspezifische Codes
3.1.3. Filmische Codes bei den „Alice Comedies“
3.2. Trickfilm und Comic
3.2.1. Wie entsteht Bewegung?
3.2.2. Wie entsteht Sprache?
3.2.3. Die Lautmalerei und Ikonographie
3.3. Und wie erzählt der Trickfilm?
3.3.1. Die drei Fallbeispiele
3.3.2. Darstellung der Sprache
3.3.3. Die Rolle der Musik
3.3.4. Metamorphosen
3.3.5. Symbole
3.3.6. Lautmalerei
3.3.7. Gesten
3.3.8. Gemeinsamkeiten von „The Alice Comedies“ und Comics
3.3.9. Besonderheiten der „Alice Comedies“
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzählstrukturen früher Zeichentrickfilme am Beispiel der Serie „The Alice Comedies“ von Walt Disney, um herauszuarbeiten, welche narrativen Elemente diese Filme nutzen und inwiefern Parallelen zum Medium Comic bestehen.
3.3. UND WIE ERZÄHLT DER TRICKFILM?
Wie eine stumme Zeichentrickfolge von den „Alice Comedies“ eine Handlung erzählt und zudem dabei Humor erzeugt, schildern Merritt und Kaufmann in der Beschreibung einer Szene von „Alice Picks the Champ“:
Julius look on, dumb-struck (i.e. stock still, with a single open-mouthed expression) while his formidable adversary shadow boxes and growls, demonstrating his overwhelming ferocity. When the bear turns and points his come-hither finger at Julius, the cat registers cartoon terror: painted swat droplets shower out of his head, his knees knock, and his torso undulates. The single change of expression is to a sickly sweet smile, then a return to the look of open mouth wonder. The bear suddenly expands to Brobdingnagian proportions, growls, and Julius tears off – running so quickly that he forgets his head. A funny fast-paced sequence, it is built entirely in cartoon slapstick and visual tricks.
1. Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der narrativen Strukturen des frühen Trickfilms ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen hinsichtlich der narrativen Elemente und Gemeinsamkeiten zum Comic.
2. Der Trickfilm: Hier wird der historische Kontext der Trickfilmentwicklung beleuchtet, die Serie „The Alice Comedies“ vorgestellt sowie die grundlegenden Merkmale, Figuren und Handlungsabläufe analysiert.
3. Comic + Film = Trickfilm?: Dieser Hauptteil widmet sich dem Vergleich zwischen Trickfilm, Filmsprache und Comic, wobei spezifische Kodierungen wie Bildsprache, Bewegung, Sprache, Musik und Metamorphosen als narrative Mittel untersucht werden.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, in der bestätigt wird, dass der Trickfilm eine eigene, durch die Mischung von Film- und Comic-Erzählstrategien geprägte Sprache entwickelt hat.
Zeichentrickfilm, The Alice Comedies, Walt Disney, Narratologie, Filmsprache, Comic, Metamorphose, Anthropomorphismus, visuelle Kommunikation, Erzählstruktur, Stummfilm, Lautmalerei, Symbolik, Animationstechnik, Cartoonland
Die Arbeit analysiert die narrativen Strukturen von frühen Zeichentrickfilmen, insbesondere der „The Alice Comedies“-Serie von Walt Disney, und untersucht deren filmische Erzählweise.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung einer eigenen Zeichentrick-Sprache, die Hybridisierung von Real- und Trickfilm sowie die strukturellen Ähnlichkeiten zwischen Zeichentrick und Comic.
Es wird untersucht, welche besonderen narrativen Elemente der frühe Trickfilm nutzt und ob es eine Gemeinsamkeit der Erzählweise zwischen stummem Trickfilm und Comics gibt.
Es wird eine Literaturstudie mit einer filmimmanenten Analyse der Serie „The Alice Comedies“ kombiniert, wobei exemplarische Filmbilder ausgewertet werden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Gemeinsamkeiten zwischen Trickfilm und Comic, insbesondere der Darstellung von Sprache, Bewegung, Musik sowie dem Einsatz von Symbolen und Metamorphosen.
Schlüsselwörter wie Zeichentrickfilm, Narratologie, Animationstechnik, Comicsprache und The Alice Comedies fassen den Inhalt prägnant zusammen.
Julius entwickelt sich im Laufe der Serie vom einfachen Begleiter zur tragenden Figur, an der die Etablierung von Persönlichkeit und die Ähnlichkeit zu anderen Cartoon-Figuren wie „Felix the Cat“ besonders deutlich werden.
Die Disney-Formel umfasst wiederkehrende Elemente wie Magie, verrückte Erfindungen, stereotype Charaktere und Motive wie die Trennung von Eltern, die dazu dienen, das Publikum zu unterhalten und die Erzählstruktur zu stabilisieren.
Die Autorin sieht darin eine typische Eigenschaft der 1920er-Jahre-Cartoons, bei denen Körper instabil und verformbar sind, um Unsinnigkeit zu ermöglichen und Humor durch die Aufhebung von Naturgesetzen zu erzeugen.
Das Cartoonland ist ein Ort, an dem die Regeln der Physik keine Gültigkeit haben und alles animiert und transformierbar ist, während die reale Welt zu Beginn der Folgen als erzählerischer Ausgangspunkt dient.
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