Bachelorarbeit, 2009
42 Seiten, Note: 1,3
1. Die Reportage in der Theorie
1.1 Die Reportage - Vom Ursprung bis heute
1.1.1 Der Reisebericht
1.1.2 Der Augenzeugenbericht
1.1.3 Zusammenfassung
1.1.4 Die moderne Reportage
1.2 Die Fernsehreportage
1.2.1 Die Anfänge
1.2.2 Die Fernsehreportage im Vergleich zu anderen filmischen Darstellungsformen
1.2.3 Die Dramaturgie
1.2.4 Die Art und Weise des Erzählens
1.2.5 Die Fernsehreportage und Authentizität
1.3 Die Fernsehreportage in der Umsetzung
1.3.1 Die Themen der Reportage
1.3.2 Die Recherche
1.3.3 Das Treatment
1.3.4 Die Protagonisten
1.3.5 Der Reporter
1.3.6 Das Interview
1.3.7 Die Kameraführung
1.3.8 Der Ton
1.3.9 Das Sichten des Materials
1.3.10 Die Schnittvorbereitung
1.3.11 Der Schnitt
1.3.12 Der Text
2. Die Reportage in der Praxis
2.1 Der Leitfaden für die Praxis
2.2 Allgemeines zu den Beispielreportagen
2.2.1 Die Sender RTL und ARD
2.2.2 Themen der Reportagen
2.2.3 Aufbau der RTL- Reportage
2.2.4 Aufbau der ARD- Reportage
2.3 Analyse der Reportagen anhand des Leitfadens
2.3.1 Die RTL- Reportage
2.3.2 Die ARD- Reportage
3. Vergleich von Reportagetheorie und -praxis
3.1 Fazit zur RTL- Reportage
3.2 Fazit zur ARD- Reportage
3.3 Der Vergleich von RTL und ARD- Reportage
3.4 Diskussion über die RTL-Reportage
3.5 Diskussion über die ARD-Reportage
3.6 Schlussfolgerung
4. Quellen
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Reportage von ihren historischen Ursprüngen bis hin zu ihrer zeitgenössischen Umsetzung im Fernsehen, mit dem Ziel zu ergründen, ob moderne TV-Reportagen die theoretischen Anforderungen erfüllen oder ob sich neue, hybride Darstellungsformen etabliert haben.
1.2.3 Die Dramaturgie
Die Dramaturgie ist eines der entscheidenden Elemente der Reportage. Ein Nachrichtenbericht ist faktenorientiert. In der Reportage geht es dagegen um elementare Gefühle wie Freude, Trauer, Liebe oder Hass. Die Reportage will Spannung aufbauen und soll einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss haben. Die klassische Dramenlehre stellt diesen Ablauf als Kurve dar, genannt Franzschen Pyramide. Ein besonders wichtiges Element ist dabei der Handlungsumschlag, der auf dem Höhepunkt die Wendung des Geschehens bewirkt.
Zunächst soll jedoch die Aufmerksamkeit des Zuschauers gewonnen werden. Laut Kandorfer gibt es folgende emotionale Elemente, die die Zuwendung des Zuschauers optimieren: 1. Kontraste und Paradoxien: z.B. ein erwachsener Mann, der sich vor Spinnen fürchtet. 2. Überraschung: z.B. eine unerwartete Wende im Handlungsverlauf. 3. Neugierde: z.B. interessante Themen, Bildkompositionen oder Formulierungen, die die Aufmerksamkeit des Zuschauers wecken. 4. Retardierung: z.B. wird die Problemlösung durch eine Parallelhandlung hinausgeschoben. 5. Erregung: z.B. Sex, krasse soziale Unterschiede. 6. Humor.
1. Die Reportage in der Theorie: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln, die Definition der modernen Fernsehreportage sowie deren handwerkliche Umsetzung im journalistischen Alltag.
2. Die Reportage in der Praxis: Hier wird ein Analyseraster erstellt, um anhand von zwei konkreten Fallbeispielen von RTL und ARD zu prüfen, wie die theoretischen Kriterien in der TV-Produktion angewendet werden.
3. Vergleich von Reportagetheorie und -praxis: Dieses Kapitel zieht ein Resümee aus den Analysen und diskutiert, wie sich der journalistische Alltag zwischen Quoten-Anforderungen und dem klassischen Ideal der Reportage bewegt.
Reportage, Fernsehjournalismus, Authentizität, Dramaturgie, Recherche, TV-Reportage, Feature, Dokumentation, Kamerahandwerk, Schnittrhythmus, Protagonisten, Journalistische Praxis, Medienanalyse, US-Wahlkampf, TV-Produktion
Die Arbeit untersucht, wie sich die Form der Reportage historisch entwickelt hat und wie sie aktuell im Fernsehen umgesetzt wird.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Definition der Reportage, ihre Abgrenzung zu anderen Fernsehformaten und ihre praktische Umsetzung in Form von zwei Beispielreportagen.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob moderne Fernseh-Reportagen die theoretischen Anforderungen an die Gattung erfüllen oder ob durch Senderzwänge neue Mischformen entstanden sind.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herangehensweise: Basierend auf Fachliteratur wird ein theoretischer Leitfaden entwickelt, der anschließend zur empirischen Analyse von zwei ausgewählten TV-Beiträgen dient.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung in das Handwerk der Reportage und einen Praxisteil, der die Reportagen von RTL und ARD zum US-Wahlkampf vergleicht.
Die zentralen Begriffe sind Reportage, Fernsehjournalismus, Authentizität, Dramaturgie und die Abgrenzung zum Feature und zur Dokumentation.
Die RTL-Reportage nutzt eher schnelle Schnitte und Effekte zur Dramatisierung, während die ARD-Reportage stärker auf räumlich-zeitliche Kontinuität und eine nüchternere, authentischere Erzählweise setzt.
Es besteht ein Spannungsfeld: Während Theoretiker Spontaneität fordern, betonen Produzenten, dass kosteneffizientes Arbeiten eine gewisse Vorab-Planung, wie beispielsweise ein Treatment, unumgänglich macht.
Der Autor identifiziert einen Konflikt zwischen dem klassischen, schlichten Ideal der Reportage und dem heutigen wirtschaftlichen Druck in privaten TV-Sendern, der zu einer zunehmenden Vermischung mit Elementen aus Feature und Dokumentation führt.
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