Bachelorarbeit, 2012
57 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Themen des Übersetzungsmanagements
2.1 Übersetzung und das Produktsicherheitsrecht
2.1.1 EG-Konformitätserklärung
2.1.2 Die EU Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
2.1.3 Produkthaftung
2.1.4 Strafrechtliche Verfolgung
2.2 Übersetzungsgerechtes Schreiben und Formatieren
2.2.1 Satzbau
2.2.2 Sprachstil
2.2.3 Terminologie
2.2.4 Formatierung
2.2.5 Redaktionsleitfaden
2.3 Hilfsmittel für die Texterstellung
2.3.1 Authoring-Memory-Systeme
2.3.2 Controlled-Language-Checkers
2.3.3 Content-Management-Systeme
2.4 Terminologiearbeit
2.4.1 Grundlegendes
2.4.2 Vorgehen
2.5 Qualitätsmanagement bei Übersetzungsdienstleistungen
2.5.1 EN 15038:2006 - Norm für Übersetzungsdienstleistungen
2.5.2 Relevante Inhalte der Norm
2.6 Translation-Memory-Systeme
2.6.1 Übersetzungsspeicher
2.6.2 Terminologiekomponente
2.6.3 Benutzeroberfläche
2.6.4 Workflow-Tool
2.6.5 Alignment
2.6.6 Server
2.7 Maschinelle Übersetzung
3. Das Unternehmen Synventive Molding Solutions
3.1 Entwicklung
3.2 Produkte
4. Ist-Situation des Übersetzungsablaufs bei Synventive
4.1 Übersetzungsbedarf
4.2 Vorhandene Terminologie
4.3 Aktueller Übersetzungsablauf
4.3.1 Intern durchgeführte Übersetzungen
4.3.2 Erfahrungen mit externen Übersetzern
4.4 Verbesserungsbedarf beim Übersetzungsablauf
4.4.1 Ausgangstexte
4.4.2 Übersetzung
4.4.3 Korrekturlesen
5. Optimierung des Übersetzungsablaufs bei Synventive
5.1 Übersetzungsgerechte Texterstellung
5.2 Terminologieverwaltung
5.3 Qualitätssicherung
5.4 Autorenunterstützung
5.5 Verwendung eines TMS am Beispiel Across
5.5.1 Wiederverwendung übersetzter Segmente
5.5.2 Automatische Terminologievorschläge
5.5.3 Reportfunktion
5.5.4 Server
5.5.5 Einsparungspotential durch ein TMS
6. Weitere Sprachen: Interne Übersetzung und Outsourcing
6.1 Auswahl eines Übersetzungsdienstleisters
6.2 Möglichkeiten des Übersetzungsablaufs
6.2.1 A) Übersetzungen werden durch einen Übersetzungsdienstleister durchgeführt
6.2.2 B) Übersetzungen werden durch die Firmensitze durchgeführt
6.2.3 C) Übersetzungen werden durch die Firmensitze mithilfe eines TMS durchgeführt
6.3 Gegenüberstellung der Übersetzungsabläufe
7. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das derzeit ineffiziente und ungeregelte Übersetzungsmanagement bei Synventive Molding Solutions zu analysieren und zu optimieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welcher Prozess – ob interne Abwicklung, Outsourcing oder die Implementierung eines Translation-Memory-Systems (TMS) – die kosteneffizienteste und qualitativ hochwertigste Lösung für das Unternehmen darstellt.
2.6 Translation-Memory-Systeme
Ein TMS ist eine Software die dazu konzipiert ist, den Übersetzer bei seiner Arbeit zu unterstützen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von CAT-Systemen (CAT = Computer Assisted Translation). Die zentrale Funktion eines TMS ist, bereits übersetzte Segmente wieder zu verwenden. Daneben enthalten viele der heutigen Systeme eine Terminologiekomponente, die Terminologievorschläge aus der internen Terminologiedatenbank zu Verfügung stellt. Zur Übersetzung wird der Ausgangstext in das TMS importiert. Dazu wird ein Projekt angelegt und dieses Projekt wird einem Kunden zugeordnet. Es lassen sich je nach Software weitere Einstellungen vornehmen. Nach der Übersetzung wird der Text exportiert. Moderne TMS können das Layout und die Formatvorlagen wie Zeichen-, Format- und Absatzvorlagen des Ausgangstextes nach der Übersetzung beim Export in den Zieltext übernehmen. Dies gilt auch für die Dokumentstruktur und Querverweise im Text. Hierbei ist i.d.R. eine Nachkontrolle nötig, jedoch beschränkt sich das Maß der Nachformatierung auf ein Minimum im Vergleich zur Übersetzung ohne ein TMS. Gängige TMS bieten nach dem Import eines zu übersetzenden Textes die Möglichkeit vor der Übersetzung eine Analyse zu erstellen, wie viele Segmente ggf. bereits in früheren Texten übersetzt wurden und wie viele Wiederholungen im Text vorkommen. Diese Funktion wird z.B. von Übersetzungsdienstleistern verwendet, um Angebote für Übersetzungen zu erstellen. TMS können auch weitere Features enthalten wie Qualitätsprüfungsfunktion, eine Server-Schnittstelle usw. Im Folgenden werden die gängigen Bestandteile eines TMS aufgeführt und erläutert.
1. Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen durch die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und begründet die Notwendigkeit, das Übersetzungsmanagement bei Synventive zu professionalisieren.
2. Themen des Übersetzungsmanagements: Bietet einen theoretischen Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen, Methoden der übersetzungsgerechten Texterstellung sowie die Funktionsweise von Translation-Memory-Systemen.
3. Das Unternehmen Synventive Molding Solutions: Stellt das Firmenprofil, die Unternehmensentwicklung und das Produktportfolio des Herstellers von Heißkanalsystemen vor.
4. Ist-Situation des Übersetzungsablaufs bei Synventive: Analysiert den aktuellen, manuellen Übersetzungsprozess bei Synventive und identifiziert Schwachstellen sowie den konkreten Verbesserungsbedarf.
5. Optimierung des Übersetzungsablaufs bei Synventive: Erläutert konkrete Lösungsansätze wie die Einführung eines Redaktionsleitfadens, systematischer Terminologiearbeit und den Einsatz von Across zur Kostenersparnis.
6. Weitere Sprachen: Interne Übersetzung und Outsourcing: Vergleicht drei verschiedene Szenarien für die zukünftige Abwicklung mehrsprachiger Projekte, um eine Entscheidungshilfe für das Management zu bieten.
7. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und empfiehlt eine vorausschauende Planungsstrategie für das Übersetzungsmanagement.
Übersetzungsmanagement, Technische Dokumentation, Synventive, Maschinenrichtlinie, Translation-Memory-System, TMS, Terminologiearbeit, Across, Qualitätssicherung, Produktsicherheit, Outsourcing, Übersetzungsprozess, Kosteneinsparung, Redaktionsleitfaden, Fachübersetzung.
Die Arbeit analysiert das Übersetzungsmanagement innerhalb des Maschinenbauunternehmens Synventive Molding Solutions und entwickelt Strategien, um Übersetzungsabläufe effizienter und kostengünstiger zu gestalten.
Die Arbeit behandelt rechtliche Aspekte der Maschinenrichtlinie, Methoden der übersetzungsgerechten Texterstellung, die Einführung von Translation-Memory-Systemen und den Vergleich verschiedener Outsourcing-Modelle.
Das Hauptziel ist die Identifikation eines optimierten Übersetzungsprozesses, der bei hoher Qualität und Termintreue eine maximale Kosteneinsparung für das Unternehmen ermöglicht.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse nutzt die Arbeit eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation, eine Marktanalyse durch Anfrage bei verschiedenen Dienstleistern sowie eine praktische Erprobung der Software Across.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der aktuellen Arbeitsprozesse, die Potenziale einer systemgestützten Übersetzung und den detaillierten Vergleich zwischen interner Abwicklung und externer Vergabe.
Die zentralen Schlagworte sind Übersetzungsmanagement, Translation-Memory-Systeme, Terminologiearbeit, Qualitätssicherung und Technische Dokumentation.
Sie erzwingt erweiterte Vorgaben zur Übersetzung von Betriebsanleitungen, was das Unternehmen Synventive dazu bewegt, seine bisher ungeregelten Prozesse zu professionalisieren, um Haftungsrisiken zu vermeiden.
Ein TMS reduziert durch die Wiederverwendung bereits übersetzter Textsegmente („Matches“) sowohl die Übersetzungszeit als auch die Kosten signifikant und sorgt für eine konsistentere Terminologie.
Die Arbeit zeigt, dass eine Standardisierung durch ein TMS bei interner Abwicklung oder eine gezielte Vergabe an Dienstleister bei gleichzeitiger Prozessoptimierung die besten Perspektiven für das Unternehmen bietet.
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