Diplomarbeit, 2011
38 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Update Demografischer Wandel
2.1 Definition und Begriffsklärung
2.2 Demografischer Wandel in Deutschland
2.2.1 Geburtenrate und steigende Lebenserwartung
2.2.2 Entwicklung der Patientenstruktur
2.2.3 Entwicklung der Erwerbspersonenzahl und Fachkräftemangel
2.2.4 Veränderungen in der Krankenhauslandschaft
2.3 Ausblick
3 Krankenhausmanagement
3.1 Abgrenzung und besondere Stellung
3.1.1 Krankenhausstruktur
3.1.2 Das Dienstleistungsunternehmen Krankenhaus
3.1.3 Krankenhausfinanzierung
3.2 Allgemeine Handlungsfelder und Zusammenfassung
4 Handlungsfelder im Personalmanagement
4.1 Personalmarketing und Personalbeschaffung
4.2 Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterentwicklung
4.3 Gestaltung der Arbeitsorganisation
4.4 Im Fokus: Der ältere Mitarbeiter
4.5 Anreize und Motivation
5 Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Personalmanagement in deutschen Krankenhäusern und erarbeitet praxisnahe Handlungsempfehlungen, um dem resultierenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
3.1.1 Krankenhausstruktur
Wie bereits in vorangegangenen Gliederungspunkten erarbeitet, ist das Management diejenige Institution, die innerhalb eines Systems auf das Handeln anderer Personen gestaltend und steuernd Einfluss nimmt. In den (gewachsenen) Strukturen des Krankenhauses hat sich quasi ein 3-Säulen-System etabliert: Verwaltungsbereich, Pflegebereich, ärztlicher Bereich. Jeder dieser drei Organisationsbereiche lässt sich, wie Abb. 5 zeigt, in ein dreistufiges Hierarchiesystem unterteilen. Diese Unterteilung in die Ebenen oberes, mittleres und unteres Management wird auch gern als positionsbestimmte Definition des Managements bezeichnet. Top Management und Unternehmensleitung sind andere, in der Praxis vielleicht sogar häufiger verwendete Synonyme für das obere Management. Bereichsleitung gilt als eine mittlere Managementposition, Gruppenleitung beispielsweise als Vertreter der Hierarchiestufe unteres Management.
Zusätzlich zu dem in Abb. 5 vorgestellten 3-Säulen-System wird die Organisationsstruktur im Krankenhaus vom System der Mehrlinienorganisation verkompliziert. Das Mehrliniensystem besagt, dass ein Mitarbeiter mehrere Vorgesetzte haben kann. Im Krankenhaus betrifft dies vor allem die Pflegekräfte, die sowohl von den pflegerischen Leitungen, als auch von Ärzten Anweisungen erhalten können. Weniger häufig findet man in Krankenhäusern dagegen das Einliniensystem, bei dem jeder Mitarbeiter nur einen Vorgesetzten hat. Dieses ist eher Merkmal der Privatwirtschaft.
Das Mehrliniensystem und das 3-Säulen-System sowie die vielfältigen Aufgaben in der Gesundheitsversorgung machen die Krankenhäuser zu einer der kompliziertesten gesellschaftlichen Einrichtung. Die innere Organisation ist hochkomplex und bietet somit Ansatzpunkte für Überschneidungen von Zuständigkeiten und Verantwortung, dadurch ein erhöhtes Konfliktpotenzial bis hin zu Kompetenzgerangel. Letztendlich kann der Informationsfluss entschieden gestört werden, Prozesse in der Leistungserstellung werden verlangsamt und im schlechtesten Fall sogar aufgehalten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels und des daraus folgenden Fachkräftemangels ein und definiert das Ziel der Arbeit, Handlungsempfehlungen für das Krankenhausmanagement zu entwickeln.
2 Update Demografischer Wandel: Das Kapitel veranschaulicht die statistischen Fakten des demografischen Wandels und deren Auswirkungen auf Patientenstruktur, Erwerbspersonenzahl und die Krankenhauslandschaft.
3 Krankenhausmanagement: Es wird die besondere Stellung des Krankenhauses als Dienstleistungsunternehmen beleuchtet und die komplexe Struktur sowie Finanzierung thematisiert, die das Management vor spezifische Herausforderungen stellen.
4 Handlungsfelder im Personalmanagement: Dieser Hauptteil identifiziert zentrale Bereiche wie Personalmarketing, Bindung, Arbeitsorganisation und den Umgang mit älteren Mitarbeitern, um den Fachkräftemangel strategisch zu bewältigen.
5 Resümee: Das Resümee fasst die Notwendigkeit eines aktiven und mitarbeiterorientierten Personalmanagements zusammen, um die Zukunftsfähigkeit von Krankenhäusern sicherzustellen.
Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Krankenhausmanagement, Personalmanagement, Personalmarketing, Mitarbeiterbindung, Altersstruktur, Gesundheitswesen, Dienstleistungsunternehmen, Demografie, Personalbeschaffung, Mitarbeiterentwicklung, Arbeitsorganisation, Motivation, Krankenhausfinanzierung
Die Arbeit analysiert, wie Krankenhäuser durch ein zielgerichtetes Personalmanagement auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und des drohenden Fachkräftemangels reagieren können.
Die Schwerpunkte liegen auf Personalmarketing, Mitarbeiterbindung, Weiterentwicklung, Arbeitsorganisation und spezifischen Strategien für den Umgang mit älteren Mitarbeitern.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für das Krankenhausmanagement, um trotz demografisch bedingtem Fachkräftemangel die Patientenversorgung zukunftssicher und qualitativ hochwertig zu gestalten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse statistischer Daten sowie aktueller Studien zur demografischen Entwicklung und zum Krankenhausmanagement.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Krankenhausstrukturen (u.a. Mehrliniensystem) und eine detaillierte Ausarbeitung der Handlungsfelder im Personalmanagement.
Wesentliche Begriffe sind Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Personalmanagement, Mitarbeiterbindung und Krankenhausmanagement.
Sie beschreibt das Risiko, dass durch vorzeitige Entlassung zur Kostenoptimierung unter dem DRG-System die Kosten in andere Bereiche verlagert werden und die Versorgungsqualität leiden kann.
Das Krankenhaus zeichnet sich durch ein komplexes 3-Säulen-System (Verwaltung, Pflege, ärztlicher Dienst) und häufig durch ein Mehrliniensystem aus, das die interne Steuerung komplizierter macht als in der Privatwirtschaft.
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