Masterarbeit, 2012
97 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen der Risikotheorie & Risikoausprägungen
2.1. Begriffsdefinition Risiko
2.2. Trade-off zwischen Risiko und Rendite
3. Einführung in das Fachgebiet Enterprise Risk Management
3.1. Definition und zentrale Aspekte von ERM
3.2. Entwicklungen und Treiber der ERM Implementierung
3.2.1. Exogene Treiber der ERM Implementierung
3.2.2. Unternehmensinterne Treiber der ERM Implementierung
3.3. Konzeptionelle Unterschiede zwischen TRM und ERM
3.4. Vorteilhaftigkeit von ERM
3.4.1. Qualitative Vorteile von ERM
3.4.2. Quantifizierbare Vorteile von ERM
4. Enterprise Risk Management: Erfolgsfaktoren & Problemfelder
4.1. Erfolgsfaktoren effektiven Enterprise Risk Managements
4.1.1. Methodik und Vorgehensweise
4.1.2. Übersicht identifizierter ERM Erfolgsfaktoren
4.1.3. Erfolgsfaktor 1: Communication
4.1.4. Erfolgsfaktor 2: Corporate Risk Culture
4.1.5. Erfolgsfaktor 3: Senior Management Buy-In
4.1.6. Erfolgsfaktor 4: Integration into Strategy & Operations
4.1.7. Erfolgsfaktor 5: Accountability
4.1.8. Erfolgsfaktor 6: Utilization of Methods
4.2. Problemfelder des Risikomanagements während der Finanzkrise
4.2.1. Problemfeld 1: Methodenwahl und Datengrundlage
4.2.2. Problemfeld 2: Kommunikation
4.2.3. Problemfeld 3: Humane und kulturelle Missstände
4.3. Exkurs: Analyse von ERM Systemen deutscher Finanzinstitute
4.3.1. Methodik und Datengewinnung
4.3.2. Auswertung der Risikoberichterstattung
4.3.3. Analyse des Risikomanagements anhand ERM Erfolgsfaktoren
4.3.4. Anwendungsgebiete von ERM Erfolgsfaktoren
5. Konklusion
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Erfolgsfaktoren für ein effektives und effizientes Enterprise Risk Management (ERM) zu identifizieren, die Unternehmen dabei unterstützen, Risiken optimal zu steuern, anstatt sie nur zu minimieren. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ERM nachhaltig funktioniert, insbesondere unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Finanzkrise.
4.1.4. Erfolgsfaktor 2: Corporate Risk Culture
Einen weiteren hoch relevanten Erfolgsfaktor stellt nach Auswertung der Case Studies die Etablierung einer sog. Corporate Risk Culture dar. Die Risikokultur ist Teil der Unternehmenskultur und umfasst die Werte, Normen und Traditionen, die das Verhalten der Mitarbeiter hinsichtlich des Umgangs mit Risiken bestimmen. In ihr zeigt sich, wie bewusst Mitarbeiter Risiken wahrnehmen und Entscheidungen unter Risikogesichtspunkten treffen. Eine Corporate Risk Culture hat wesentlichen Einfluss auf das Risikomanagement und kann wegen des geförderten bewussten Umgangs mit Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit nachhaltig senken. Nach Tüllner (2010, S. 17) haben Unternehmen zwischenzeitlich erkannt, dass die Verankerung von Risikoverantwortung und Risikobewusstsein in den Handlungen der Belegschaft ein wesentlicher und nachhaltig wirkungsvoller Faktor ist. Nur wenn Beschäftigte auf allen Unternehmensebenen ERM als Teil ihrer täglichen Tätigkeit wahrnehmen, kann eine Unternehmung den größtmöglichen Nutzen aus seinem Risikomanagement ziehen. Insgesamt benannten 75 % der untersuchten Grundgesamtheit eine unternehmensweit implementierte Corporate Risk Culture als Erfolgsfaktor für ein effizientes ERM (vgl. Tabelle 6).
Betrachtet man Finanz- und Nicht-Finanzinstitute, so wird ersichtlich, dass die Mitglieder beider Gruppen sich dessen hoher Relevanz (57 % bzw. 82 %) mehrheitlich bewusst sind. Auch hier wurden aus Gründen der Systematisierung Ausprägungen des Erfolgsfaktors Corporate Risk Culture gebildet. Zu diesen zählen das Forcieren eines intensiven Erfahrungsaustauschs (II.i. Interaction & Learning), klar formulierte Leitlinien (II.ii. Risk Policy) sowie die Schaffung einer nachhaltigen Risikophilosophie (II.iii. Risk Philosophy).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das dynamische Wettbewerbsumfeld und die Notwendigkeit für ein ganzheitliches Risikomanagementkonzept wie ERM als Antwort auf komplexe Bedrohungen und Unternehmensskandale.
2. Grundlagen der Risikotheorie & Risikoausprägungen: Dieses Kapitel definiert den Risikobegriff sowie den Trade-off zwischen Risiko und Rendite im Rahmen der Modern Portfolio Theory, um die konzeptionelle Basis für ERM zu schaffen.
3. Einführung in das Fachgebiet Enterprise Risk Management: Hier erfolgt eine Definition und Einordnung von ERM, ergänzt durch die Analyse externer und interner Treiber sowie der konzeptionellen Abgrenzung zum traditionellen Risikomanagement.
4. Enterprise Risk Management: Erfolgsfaktoren & Problemfelder: Im Hauptteil werden sechs zentrale Erfolgsfaktoren für effektives ERM isoliert und analysiert sowie die während der Finanzkrise aufgetretenen Problemfelder kritisch reflektiert.
5. Konklusion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer proaktiven, praxisorientierten Implementierung von ERM, um nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Enterprise Risk Management, Risikomanagement, Erfolgsfaktoren, Finanzkrise, Corporate Risk Culture, Senior Management Buy-In, Risikokommunikation, Shareholder Value, Kapitalmarkttheorie, Risikotransparenz, Risikoidentifizierung, Risikosteuerung, Risikoberichterstattung, Best-Practice, Fallstudien.
Die Arbeit analysiert die Erfolgsfaktoren eines effektiven Enterprise Risk Managements (ERM) und reflektiert deren Relevanz vor dem Hintergrund der Erfahrungen während der Finanzkrise.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Risikokultur, die Integration von Risikomanagement in Unternehmensstrategien, die Rolle des Managements (Senior Management Buy-In), Kommunikation, Verantwortlichkeiten und die Anwendung quantitativer sowie qualitativer Methoden.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ERM weniger ein hochkomplexes Methodensystem darstellt, sondern vielmehr aus pragmatischen Grundvoraussetzungen besteht, die Unternehmen mit relativ geringem Aufwand implementieren können.
Die Arbeit verwendet eine mehrstufige Untersuchungsmethode, bei der eine Literaturrecherche und eine systematische Analyse von 24 Fallstudien aus der akademischen und praktischen Literatur durchgeführt werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Identifizierung und Kategorisierung von Erfolgsfaktoren, der Analyse von Problemfeldern des Risikomanagements in der Finanzkrise sowie einem Exkurs zur Risikoberichterstattung deutscher Finanzinstitute.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Enterprise Risk Management, Erfolgsfaktoren, Risikokultur, Finanzkrise, Shareholder Value und Risikoberichterstattung.
Sie verankert Risikoverantwortung und Bewusstsein tief in der täglichen Arbeit der Mitarbeiter, was die Eintrittswahrscheinlichkeit negativer Ereignisse senken kann und eine nachhaltige Nutzung des ERM sicherstellt.
Der "Tone at the Top" bzw. das Senior Management Buy-In ist essenziell, da nur durch die aktive Unterstützung und Vorbildfunktion der obersten Führungsebene sichergestellt wird, dass ERM im gesamten Unternehmen hohe Priorität genießt.
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