Magisterarbeit, 2003
92 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Musikpädagogik als Wissenschaft. Sie untersucht die historischen Wurzeln der Disziplin, insbesondere die Adaption antiker Modelle von Musik, Musikpädagogik und Wissenschaft. Ziel ist es, die Ursachen für die bisherige mangelnde Anerkennung der Musikpädagogik als eigenständige Wissenschaft aufzudecken.
Die Arbeit beginnt mit einer Begriffsbestimmung von Musikpädagogik und beleuchtet die unterschiedlichen Verständnisformen des Begriffs im Laufe der Geschichte. Anschließend werden die musikpädagogischen Konzepte der klassischen Antike, insbesondere die Ansätze von Platon und Aristoteles, vorgestellt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Integration der Musikpädagogik in das damalige Wissenschaftsmodell.
Die folgenden Kapitel befassen sich mit der Rezeption antiker musikpädagogischer Modelle im 19. und 20. Jahrhundert. Der Einfluss von Guido Adler auf die Entwicklung der Musikwissenschaft und die Herausforderungen, die mit der Etablierung einer eigenständigen Musikpädagogik im 20. Jahrhundert verbunden waren, werden untersucht. Besonders behandelt werden die Debatten um das Theorie-Praxis-Problem, die Position der Musikpädagogik innerhalb des wissenschaftlichen Systems und die Frage der Legitimation.
Schließlich betrachtet die Arbeit die Aktualität bestimmter musikpädagogischer Fragestellungen und Problemfelder in der Gegenwart. Hierbei werden verschiedene Positionen und Ansichten von bekannten Musikpädagogen, Musikpsychologen und Musikwissenschaftlern vorgestellt, um ein umfassendes Bild der aktuellen Debatten zu zeichnen.
Die zentralen Themen der Arbeit sind die Entwicklung, Legitimation und Positionierung der Musikpädagogik als Wissenschaft. Dabei spielen antike Konzepte von Musik und Musikpädagogik, die Rezeption dieser Modelle in der Neuzeit, das Theorie-Praxis-Problem sowie die Beziehung zwischen Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Musikpsychologie eine wichtige Rolle.
Die Arbeit belegt, dass die Anerkennung als eigenständige Wissenschaft schwierig ist, da sie historisch oft als reine Praxisdisziplin oder Unterkategorie der Musikwissenschaft gesehen wurde.
Beide Philosophen legten die Grundlagen für die Legitimation von Musik im Bildungskanon, wobei Platon die ethische Wirkung (Ethoslehre) und Aristoteles die politische Bedeutung betonten.
Es beschreibt den Konflikt zwischen der wissenschaftlichen Reflexion (Theorie) und der praktischen Anwendung im Unterricht, wobei die Praxis oft die Ziele der Lehre dominiert.
Während die Musikwissenschaft die Musik an sich erforscht, konzentriert sich die Musikpädagogik auf die Vermittlung, das Lernen und die psychologischen Aspekte des Musizierens.
Die Legitimation der Musikpädagogik wird oft an ihren Zielen gemessen, die sich im Laufe der Geschichte von ethischer Erziehung hin zu kultureller Bildung gewandelt haben.
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