Magisterarbeit, 2011
129 Seiten, Note: 1,85
1 Einleitung
2 Weltausstellungen
2.1 Definition und Begriffserklärung
2.2 Geschichte der Weltausstellungen
2.2.1 Erste Anfänge und das 19. Jahrhundert
2.2.2 Das 20. Jahrhundert
2.2.3 Im neuen Jahrtausend
2.3 Die Organisationsstruktur der Expos
2.3.1 Entstehung des BIE
2.3.2 Struktur des BIE
2.3.3 Aufgaben des BIE
3 Die Expo 2010 in Shanghai
3.1 Fakten, Daten, Zahlen
3.2 Better City, Better Life – Das Motto der Expo 2010
4 Infrastruktur
4.1 Definition
4.1.1 Begriffsherkunft
4.1.2 Die verschiedenen Definitionen
4.1.3 Allgemeine Definition
4.1.4 Die Definition von Jochimsen
4.1.5 Die Definition von Knigge
4.1.6 Die Definition von Frey
4.1.7 Die Zusammenfassung Hünnekens
4.1.8 Materielle Infrastruktur
4.1.9 Institutionelle Infrastruktur:
4.1.10 Personelle Infrastruktur
4.1.11 Wirtschaftliche Bildungs- und Forschungsinfrastruktur
4.1.12 Infrastruktur im Rahmen dieser Arbeit
4.2 Infrastrukturpolitik
4.2.1 Definition – Was ist Infrastrukturpolitik?
4.2.2 Infrastrukturpolitik und Entwicklung
4.2.3 Investitionen in die Infrastruktur
4.2.4 Die konsumtive Infrastruktur – Ein Aspekt, der an Bedeutung gewinnt
5 Mega-Events und Infrastruktur
5.1.1 Mega-Events als Beiträge zur Stadtentwicklung
5.1.2 Infrastruktur – Chancen und Risiken
5.1.3 Auswirkungen
5.1.4 Entwicklung der personellen Infrastruktur und des Dienstleistungssektors
5.1.5 Planerische Voraussetzungen für das Gelingen einer Expo
5.2 Beispiele von vorherigen Expos
5.3 Die Expo 1992 in Sevilla
5.4 Die Expo 2000 in Hannover
5.4.1 Investitionen
5.4.2 Weitsichtige Planung
5.4.3 Ergebnisse
6 Die politischen Institutionen in China
6.1.1 Die Regierungsstruktur
6.1.2 Dezentralisierung der Regierungsstruktur
6.1.3 Die Sonderinteressen der Regionalregierungen
6.1.4 Dezentralisierung des Finanzwesens
6.1.5 Reformen
6.1.6 Regelungen zwischen Regierungsorgangen
6.2 Chinesische Infrastrukturpolitik
6.2.1 Zuständigkeit für Infrastruktur
6.2.2 Verlagerung der strukturpolitischen Verantwortung
6.2.3 Die chinesische Verkehrspolitik
6.2.4 Privatisierung von Infrastruktur
6.3 Die Infrastrukturpolitik der Stadtregierung Shanghais
6.3.1 Von 1990 bis 2010 – Herausforderungen und Verbesserungen
6.3.2 Politik des Wachstums durch Infrastrukturausbau
6.3.3 Privatisierung von Infrastruktur in Shanghai
7 Die Maßnahmen der Shanghaier Stadt-regierung
7.1 Die Arbeitsberichte der Shanghaier Stadt-regierung
7.1.1 Die Arbeitsberichte 1999-2002
7.1.2 Der Arbeitsbericht 2003
7.1.3 Der Arbeitsbericht 2004
7.1.4 Der Arbeitsbericht 2005
7.1.5 Der Arbeitsbericht 2007
7.1.6 Der Arbeitsbericht 2008
7.1.7 Der Arbeitsbericht 2009
7.1.8 Der Arbeitsbericht 2010
7.1.9 Der Arbeitsbericht 2011
7.2 Die Versorgung mit Gemüse während der Expo
7.3 Die Stärkung der Messeindustrie durch die Expo 2010
7.4 Weitere Ergänzungen
7.4.1 Investitionen
7.4.2 Ausbau des Untergrundes
7.4.3 Ausbau des Metronetzes
7.4.4 Umweltverbesserungen und Verschönerungen
7.4.5 Umbau des Bunds und anderer Parkanlagen
7.5 Die Nachnutzung des Expo-Geländes
7.6 Die Effekte der Expo 2010 in Shanghai
7.6.1 Positive Effekte durch Ausbau der Infrastruktur
7.6.2 Aufwertung der Messeindustrie und des Tourismus
7.6.3 Die Bauindustrie
7.6.4 Negative Effekte
8 Fazit und Kritik
Die Arbeit untersucht das Interesse der Shanghaier Stadtregierung an der Ausrichtung der Expo 2010. Die zentrale These lautet, dass die Regierung die Expo gezielt nutzte, um den Infrastrukturausbau zu forcieren und damit das Städtewachstum zu fördern. Dabei werden die Maßnahmen der Stadtregierung anhand offizieller Arbeitsberichte analysiert und die infrastrukturellen Effekte auf Stadt und Region bewertet.
Die Infrastrukturpolitik der Stadtregierung Shanghais
Vor 1990, also vor Shanghais rasantem Aufschwung, war es um die Infrastruktur in Shanghai schlecht bestellt. So gab es nur 2,28 m2 Straße pro Einwohner, 1,02 m2 öffentliche Grünflächen pro Einwohner, 6,6 m2 Wohnfläche pro Einwohner und große Finanzprobleme. 1992 wurde die Entwicklung von Pudong beschlossen. Man wollte eine neue Ära des Wachstums in Shanghai einleiten, angeführt von Infrastrukturausbau und finanzpolitischen Reformen, die diese unterstützen sollten. 40 Schlüsselprojekte, wie Tunnel, Brücken, Straßen und Eisenbahnlinien wurden gebaut und viele Verbesserungen in der ganzen Stadt durchgeführt.
In den 1990er Jahren trieb man auch den Ausbau der Kanalisation voran. Damals waren nur 4 Mio. Menschen an die Kanalisation angeschlossen. Es wurden die ersten Kläranlagen gebaut. Zuvor wurden die Abwässer in den Fluss abgeleitet. Durch Grüngürtel an Ausfallstraßen und zahlreiche Baumreihen in innerstädtischen Straßen wurde die Luftverschmutzung reduziert. Projekte zur Solarstromförderung, die Senkung des Kohleverbrauchs, der Bau sogenannter „grüner Gebäude“, energiesparende Ökohochhäuser und eine Neubau- und Sanierungszone – all das waren Maßnahmen, die in der Zeit seitdem durchgeführt wurden, um die Umwelt zu verbessern. Diese Versuche sind durchaus sichtbar und spürbar.
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Expo 2010 in Shanghai als weltweit wichtigstes Ereignis und Erläuterung des Fokus auf Infrastrukturmaßnahmen.
2 Weltausstellungen: Definition, historische Entwicklung der Weltausstellungen und die Rolle der internationalen Organisation BIE.
3 Die Expo 2010 in Shanghai: Eckdaten der Expo in Shanghai und Vorstellung des Mottos „Better City, Better Life“.
4 Infrastruktur: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Infrastruktur, dessen Unterteilung und die Rolle der Infrastrukturpolitik für die Entwicklung.
5 Mega-Events und Infrastruktur: Untersuchung, wie Großereignisse genutzt werden, um städtische Entwicklung voranzutreiben, unter Einbezug von Beispielen wie Hannover und Sevilla.
6 Die politischen Institutionen in China: Darstellung des politischen Systems Chinas, der Rolle der Zentralregierung sowie der Dezentralisierung des Finanzwesens.
7 Die Maßnahmen der Shanghaier Stadt-regierung: Analyse der Arbeitsberichte der Stadtregierung von 1999 bis 2011 und detaillierte Untersuchung spezifischer Maßnahmen zur Infrastruktur und Stadtentwicklung.
8 Fazit und Kritik: Zusammenfassende Bewertung der positiven und negativen Effekte der Infrastrukturmaßnahmen für Shanghai und die Region.
Shanghai, Expo 2010, Weltausstellung, Infrastrukturpolitik, Stadtentwicklung, Infrastruktur, Mega-Events, Wirtschaftswachstum, Stadtregierung, Stadtplanung, Messeindustrie, Institutionelle Infrastruktur, Materielle Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Urbanisierung.
Die Arbeit analysiert die Strategie der Shanghaier Stadtregierung im Kontext der Expo 2010, insbesondere wie das Großereignis genutzt wurde, um massiven Infrastrukturausbau voranzutreiben und das städtische Wachstum zu beschleunigen.
Die Arbeit deckt Infrastrukturtheorie, politische Steuerung in China, die Geschichte von Weltausstellungen sowie die spezifischen städtebaulichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Expo 2010 in Shanghai ab.
Ziel ist es zu belegen, dass das Interesse an der Ausrichtung der Expo primär darin bestand, durch den damit verbundenen Infrastrukturausbau ein langfristiges Städtewachstum zu ermöglichen.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse offizieller Arbeitsberichte der Shanghaier Stadtregierung über einen Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt sowie auf einschlägige Fachliteratur und chinesische Forschungsarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Infrastruktur und Mega-Events, eine Analyse der politischen Struktur Chinas und eine detaillierte Auswertung der städtischen Maßnahmen, die im Vorfeld und während der Expo durchgeführt wurden.
Zentrale Begriffe sind Shanghai, Expo 2010, Infrastrukturpolitik, Stadtentwicklung, Messeindustrie und institutionelle Infrastruktur.
Das Bureau International des Expositions (BIE) wird als die entscheidende internationale Aufsichtsbehörde beleuchtet, die Rahmenbedingungen und Qualitätsstandards für Weltausstellungen setzt, an die sich auch Shanghai zu halten hatte.
Der Autor sieht eine massive Beschleunigung des Infrastrukturausbaus und der Modernisierung, kritisiert jedoch die ungleiche Verteilung der Kosten und Nutzen sowie potenzielle soziale Risiken wie Gentrifizierung.
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