Diplomarbeit, 2001
133 Seiten, Note: sehr gut
1. Kurzfassung
2. Abstract
3. Einleitung
3.1. Problemstellung
3.2. Aufbau der Arbeit
3.3. Bezugsrahmen
4. Grundlagen
4.1. Das Konzept des Shareholder Value
4.2. Das Konzept der wertorientierten Unternehmensführung
4.3. Gründe für eine Shareholder Value Orientierung
5. Bestimmungsgrößen des Shareholder Values
5.1. Cash Flow
5.2. Kapitalkosten
6. Maßstäbe der Erfolgsmessung
6.1. Operative Erfolgsgrößen
6.2. Marktindex
6.3. Ökonomischer Wert
6.4. Strategische Erfolgsfaktoren
7. Wertorientierte Kennzahlen
7.1. Überblick
7.2. Anforderungskatalog
7.3. Discounted Cash Flow (DCF)
7.4. Cash Flow Return on Investment (CFROI)
7.5. Economic Value Added (EVA)
8. Wertorientierte Unternehmensführung
8.1. Der Prozess des wertorientierten Managements
8.1.1. Entwicklung und Bewertung von Strategien
8.1.2. Zielfestlegung
8.1.3. Leistungsbeurteilung und Anreizsystem
8.1.4. Ressourcenverteilung
8.1.5. Unternehmensbewertung
8.2. Operationalisierung wertorientierter Unternehmensführung
8.2.1. Werttreiber-Hierarchien
8.2.2. Die Balanced Scorecard in der wertorientierten Unternehmensführung
9. Kritische Betrachtung des Shareholder Values
10. Zusammenfassung und Ausblick
11. Leitfadeninterview
11.1. Methodik
11.2. Gründe für Auswahl der Untersuchungsform
11.3. Ausgewählte Unternehmen
11.4. Erkenntnisse
11.4.1. Shareholder Value
11.4.2. Kennzahlen
11.4.3. Strategiebewertung
11.4.4. Kritische Gewinnmarge
11.4.5. Werttreiber
11.4.6. Zielfestlegung
11.4.7. Anreizsystem
11.4.8. Investitionsentscheidungen
11.4.9. Unternehmenswert
11.5. Conclusio
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen einer wertorientierten Unternehmensführung, auch Value Based Management genannt, in der Vorarlberger Industrie. Dabei wird untersucht, wie theoretische Konzepte zur Steigerung des Unternehmenswertes in der Praxis verstanden und angewendet werden, um daraus Erkenntnisse für eine zukunftsfähige Unternehmensführung abzuleiten.
Die Balanced Scorecard in der wertorientierten Unternehmensführung
Die Balanced Scorecard (BSC) entwickelt von Kaplan/Norton ist ein ganzheitliches Führungsinstrument, welches die Vision in klar kommunizierbare Ziele und Kennzahlen für alle Unternehmensebenen hinunterbricht. Finanzielle Kennzahlen werden um kunden-, prozess- und mitarbeiterorientierte Kenngrößen erweitert. Die Scorecard versucht dabei alle Perspektiven ausgewogen (balanced) zu berücksichtigen. Zudem ergänzt die Balanced Scorecard vergangenheitsorientierte Ergebniskennzahlen durch Frühindikatoren und Leistungstreiber wie beispielsweise Durchlaufzeiten und Fehlerquoten.
Werttreiber-Hierarchien sind der erste Schritt, um Licht in den Shareholder Value zu bringen. Die Werttreiber sind jedoch zu einseitig finanziell ausgerichtet und es sind einfach zu viele, um sie ständig zu monitoren. Die Balanced Scorecard versucht diese Unzulänglichkeiten auszugleichen, indem sie sich auf wenige strategierelevante Kennziffern beschränkt und diese Kennziffern ausgewogen auf alle Perspektiven verteilt. Bei einer Integration mit dem wertorientierten Management dient eine Shareholder Value Kennzahl als oberste Größe, die kaskadenförmig mit kunden-, prozess- und wissensbezogenen Zielen verknüpft wird.
1. Kurzfassung: Bietet einen Überblick über die Integration von Wertmanagement in strategische Managementsysteme und zeigt die Diskrepanz zwischen theoretischen Ansprüchen und der praktischen Umsetzung auf.
3. Einleitung: Definiert die Problemstellung des Shareholder Value-Ansatzes, skizziert den Aufbau der Arbeit und legt den theoretischen Bezugsrahmen fest.
4. Grundlagen: Erläutert die Konzepte des Shareholder Values sowie der wertorientierten Unternehmensführung und beleuchtet die Gründe für eine solche Orientierung, insbesondere unter dem Aspekt der Globalisierung.
5. Bestimmungsgrößen des Shareholder Values: Analysiert zentrale Faktoren wie den Cash Flow und die Kapitalkosten, die maßgeblich für die Berechnung des Unternehmenswertes sind.
6. Maßstäbe der Erfolgsmessung: Bewertet traditionelle operative Erfolgsgrößen wie Gewinn und ROI sowie Marktindizes und zeigt deren Grenzen bei der strategischen Unternehmenssteuerung auf.
7. Wertorientierte Kennzahlen: Stellt moderne Verfahren wie den Discounted Cash Flow (DCF), den Cash Flow Return on Investment (CFROI) sowie den Economic Value Added (EVA) vor und unterzieht diese einer kritischen Prüfung.
8. Wertorientierte Unternehmensführung: Beschreibt den Implementierungsprozess des Wertmanagements, einschließlich Strategieentwicklung, Zielfestlegung, Ressourcenallokation und Anreizsystemen.
9. Kritische Betrachtung des Shareholder Values: Diskutiert die Vor- und Nachteile der wertorientierten Unternehmensführung im Hinblick auf Stakeholder-Interessen, kurzfristiges Denken und die Anwendbarkeit in Familienunternehmen.
10. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert den aktuellen Stand des Wertmanagements und wagt eine Prognose über die notwendige Professionalisierung und zukünftige Integration in geschlossene Führungssysteme.
11. Leitfadeninterview: Präsentiert die Methodik der empirischen Studie sowie die Erkenntnisse aus den Expertengesprächen in sieben Vorarlberger Großunternehmen.
Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Value Based Management, Cash Flow, Kapitalkosten, Unternehmensbewertung, Werttreiber, Discounted Cash Flow, Balanced Scorecard, Stakeholder, Strategisches Management, Erfolgsmessung, Anreizsysteme, Vorarlberger Unternehmen, Unternehmenswert.
Die Arbeit befasst sich mit der wertorientierten Unternehmensführung, kurz Value Based Management, und untersucht, wie der Unternehmenswert aus Sicht des Kapitalmarktes in das strategische Management integriert werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung des Shareholder Value-Konzepts, der Analyse gängiger wertorientierter Kennzahlen und deren praktischer Anwendung in Unternehmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen den Shareholder Value-Gedanken operativ umsetzen können und wo die Grenzen dieser Sichtweise bei einer ganzheitlichen Betrachtung der Anspruchsgruppen (Stakeholder) liegen.
Der theoretische Teil basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse, während im praktischen Teil eine empirische Untersuchung in Form von qualitativen Leitfadeninterviews mit Experten aus Vorarlberger Unternehmen durchgeführt wurde.
Der Hauptteil behandelt die Bestimmung des Unternehmenswerts durch Kennzahlen wie DCF, EVA und CFROI sowie die methodische Verankerung des Wertmanagements durch Prozesse der Strategiebewertung, Zielfestlegung und Anreizgestaltung.
Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Cash Flow, Kapitalkosten, Strategiebewertung, Werttreiber, Balanced Scorecard und Stakeholder-Ansatz.
Die befragten Unternehmen stehen dem Shareholder Value-Konzept oft skeptisch gegenüber, da sie sich primär als Familienunternehmen definieren und eine starke Orientierung an Kunden- und Mitarbeiterinteressen bevorzugen.
Die Integration ist entscheidend, um die einseitige finanzielle Ausrichtung des Shareholder Value-Konzepts durch die Einbeziehung nicht-finanzieller Kennzahlen wie Kundenzufriedenheit oder interne Prozesse zu ergänzen und so eine ganzheitliche Steuerung zu ermöglichen.
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