Examensarbeit, 2009
20 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung
1.1 Bezug zum Modul
1.2 Bezug zu den Ausbildungsstandards
1.3 Vorstellung der Leitfrage
1.4 Vorstellung der Unterrichtsziele
2 Unterrichtspraxis
2.1 Didaktische Überlegungen
2.1.1 Curriculare Vorgaben
2.1.2 Einbindung der Einheit in den laufenden Unterricht
2.1.3 Zur Klasse
2.2 Methodische Überlegungen
2.2.1 Planung der Unterrichtseinheit
2.3 Verlauf der Unterrichtseinheit
3 Evaluation und persönliches Resümee
3.1 Methoden der Evaluation
3.2 Ergebnisse und Auswertung
3.3 Überprüfung der Leitfrage und der Unterrichtsziele
3.4 Persönliches Resümee und Schlussfolgerungen für die Unterrichtspraxis
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die mathematische Kommunikation und Argumentationsfähigkeit von Schülern zu fördern, indem diese dazu angeleitet werden, selbstständig mathematische Aufgaben zu entwickeln. Die Forschungsfrage untersucht dabei, ob das redaktionelle Arbeiten an selbst entworfenen Aufgaben die mathematische Kommunikation effektiv unterstützt.
2.2 Methodische Überlegungen
Das selbstständige Erstellen von Aufgaben durch die Schüler eröffnet neue Möglichkeiten für den Mathematikunterricht. Laut Leuders (2006, S. 12) lässt man sich viel zu selten darauf ein, dass die Lernenden echte Fragen aufwerfen; vielleicht auch solche, deren Beantwortung nicht vorab gesichert werden kann. Die Schüler können durch die Bearbeitung einer solchen Frage ihr Verständnis des Themengebietes stark vertiefen. Außerdem haben die Schüler die Möglichkeit, über die Bedingungen der Lösbarkeit einer Aufgabe zu reflektieren (vgl. Leuders 2006, S.15). Wenn die Fragen, welche die Schüler aufwerfen vielleicht gar keine Lösung haben, so ist auch diese Erfahrung eine sehr wichtige. Bei Aufgaben aus dem Mathematikbuch hinterfragen die Schüler nicht mehr, ob eine Aufgabe lösbar ist oder nicht. In den meisten Fällen kommt sogar ein glatter Wert heraus.
Die Förderung der Sprache und die gedanklichen Modulation von Aufgabenstellungen und ihren Lösungen werden bei dieser Einheit im besonderen Maße in den Mittelpunkt gerückt. Somit bietet das gegenseitige Bearbeiten und/oder Vorstellen einer selbst erstellten Aufgabe vor der Klasse eine große Chance für die mathematische Kommunikation und Argumentation der Schüler. Denn einerseits müssen die mathematischen Sachverhalte in der Aufgabe des Mitschülers aufgenommen, verstanden und bewertet werden, andererseits muss der Autor der Aufgabe diese beschreiben und begründen. (vgl. Blum/ Drüke-Noe/ Hartung/ Köller 2006, S. 49)
Da es in meinem Mathematikunterricht das erste Mal ist, dass die Schüler selbst Aufgaben erstellen, ist es mir wichtig, sie dabei zu begleiten, damit sie die Chancen zur Kooperation durch mathematische Kommunikation und Argumentation ausnutzen können. Außerdem sind die Schüler es bislang aus meinem Unterricht nicht gewohnt, miteinander Mathematik zu kommunizieren und sich dabei gegenseitig mit fachlichen Argumenten zu überzeugen. Daher lege ich für jeden Schritt in der Unterrichtseinheit Wert darauf, immer alles gut zu erklären und teile zusätzlich Arbeitsbögen aus, anhand derer der Arbeitsauftrag noch einmal deutlich gemacht wird. Mit Hilfe von Checklisten können die Schüler prüfen, ob sie alle Fragen und Unterpunkte zu einem bestimmten Arbeitsschritt beantwortet und bearbeitet haben.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund basierend auf PISA-Ergebnissen und den Bildungsstandards sowie die Motivation für das gewählte Thema.
2 Unterrichtspraxis: Hier werden die didaktischen und methodischen Entscheidungen begründet sowie die konkrete Planung und der tatsächliche Ablauf der Unterrichtseinheit dargestellt.
3 Evaluation und persönliches Resümee: Dieses Kapitel wertet die erhobenen Daten zur Unterrichtseinheit aus, überprüft die Zielerreichung und reflektiert das Lehrerhandeln sowie mögliche Konsequenzen für die Zukunft.
Mathematikunterricht, Bildungsstandards, Kompetenzförderung, Textaufgaben, Mathematische Kommunikation, Mathematische Argumentation, Kooperatives Lernen, Evaluation, Fragebogen, Unterrichtspraxis, Selbstständigkeit, Schüleraktivität, Redaktionelle Arbeit, Daten und Zufall, Reflexion.
Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit in der Berufsfachschule Mathematik, in der Schüler dazu angeleitet werden, selbstständig mathematische Textaufgaben auf Basis von Zeitungsartikeln zu erstellen.
Zentrale Themen sind die Förderung der mathematischen Kommunikation und Argumentationsfähigkeit, die Arbeit mit Daten und Zufall sowie die methodische Einbindung von Schüleraktivität durch Aufgabenentwicklung.
Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das redaktionelle Arbeiten an selbst entworfenen Aufgaben die kommunikativen Kompetenzen und das fachliche Verständnis der Lernenden fördert.
Es wurde ein qualitativer Evaluationsansatz gewählt, der unter anderem mittels Punktabfragen in Koordinatenkreuzen, Fragebögen und eigenen Unterrichtsbeobachtungen Daten zur Unterrichtseinheit generierte.
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische und methodische Fundierung der Einheit, die detaillierte Planung der einzelnen Unterrichtsschritte (THINK-PAIR-SHARE-Methode) sowie die praktische Durchführung und Reflexion.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mathematische Kommunikation, Kompetenzförderung, Kooperatives Lernen und Evaluation charakterisiert.
Die Autorin möchte durch das selbstständige Erstellen der Aufgaben erreichen, dass Schüler tiefere Einblicke in mathematische Strukturen gewinnen und ihre Lösungswege gegenüber Mitschülern begründen und argumentieren müssen.
Die Reflexion spielt eine zentrale Rolle, da die Autorin nach jedem Unterrichtsschritt bewertet, inwieweit ihre Planung umgesetzt werden konnte und welche Anpassungen für zukünftige Unterrichtssituationen notwendig sind.
Es zeigte sich, dass die homogene Gruppeneinteilung zwar positive Effekte auf die Zusammenarbeit hatte, die Kommunikation jedoch durch eine stärkere Begleitung der Lehrkraft bei zukünftigen Projekten noch intensiviert werden könnte.
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